Halbzeit 2018 – Wie steht’s um deine finanziellen Ziele?

Schwups ist Ende Juni und das erste halbe Jahr von 2018 auch schon wieder rum. Eigentlich ein guter Moment, darüber zu lamentieren, wie schnell doch die Zeit vergeht. Aber das lassen wir mal schön, ich habe nämlich eine bessere Idee: Wie wäre es mit einer kleinen Zwischenbilanz, was deine persönlichen finanziellen Ziele angeht? Wie ist dein aktueller Status Quo? Hast du deinen Plan, den du vielleicht Anfang des Jahres gemacht hast, auch wirklich durchgezogen? Vielleicht arbeitest du ja schon mit meinem Finanzjournal, das dir hilft, deine finanziellen Ziele strukturiert anzugehen. Falls nicht: Die Zeit ist jetzt. 

Für alle  Prokrastinierer, die im Moment ihren finanziellen Zielen hinterherhinken oder noch gar nicht angefangen haben, gibt’s aber Entwarnung: Kein Drama – es ist noch nicht zu spät. Auch in sechs Monaten kann man seine Finanzen auf einen sehr guten Weg bringen. Wichtig ist aber: Du brauchst einen Plan, ein konkretes Ziel. Hier kommt eine Liste mit Ideen fü Halbjahresvorsätze, die du 2018 immer noch erreichen kannst. Also, Arsch hoch, und los geht’s!

1. Endlich unnötige Ausgaben stoppen

Wenn du eben im ersten Absatz bei meiner Frage zum Status Quo nur dachtest „hä, wat?“, dann solltest du am besten ganz vorne mit den Basics anfangen. Wer von „genug Geld“ und finanzieller Freiheit träumt, der muss erst einmal einen Realitätscheck bei sich selbst machen.  Hast du Schulden? Welche Vermögenswerte besitzt du überhaupt? Wie hoch ist dein Nettovermögen? Hier lohnt es sich eine erste Aufstellung zu machen.

Und weiter: Für welche Ausgaben geht deine Kohle monatlich drauf? Um einen Überblick über deine Finanzen zu bekommen, solltest du ein Haushaltsbuch führen. Jep, da ist es wieder. Aber dank eines Haushaltsbuchs kannst du wirklich sehr schnell erkennen, wo etwa unnötige Kosten (teurer Handy-Vertrag, Coffee to go, Abos usw.) hingehen und ihnen ganz flott ein Ende bereiten. Hier findest du meine kostenlose Vorlage für ein Haushaltsbuch. Natürlich gibt es auch einige gute Apps. 

2. Nicht jammern, Verantwortung übernehmen

Wenn du deinen Status Quo schon kennst und der leider nicht so aussieht, wie du ihn gerne hättest, dann bringt es rein gar nichts, ewig lang darüber zu jammern. Reine Zeitverschwendung, denn es ändert an der Situation nichts. Dennoch halten sich erstaunlich viele Menschen mit Jammern auf, etwa darüber, dass sie nicht genug Geld haben oder dass sie im Job zu wenig verdienen. Ja, das ist doof. Aber es sind eben nicht die anderen Schuld. Finanziell unabhängig zu werden, heißt Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und proaktiv zu sein. Also raus aus der Opferrolle und Schluss mit Jammern! Setze dich selbst auf Jammer-Diät! 

3. Alte Verträge prüfen lassen

Vielleicht laufen bei dir schon seit Jahren alte Riester-, Rürup- oder sonstige Verträge nebenbei. Diese solltest du unbedingt gegenchecken (lassen), um sicherzugehen, dass sie in deinem Fall wirklich Sinn machen. Als Laie ist das oft schwer zu erkennen, deswegen nicht lange rumfackeln und stattdessen die Sache einer Honorarberatung in die Hand geben. Zwischen 90 und 150 Euro pro Stunde kostet so eine Honorarberatung – ist aber in der Regeln ihr Geld wert. Alternativ kann man Verträge von der Verbraucherzentrale prüfen lassen. Viele Beratungsstellen bieten darüber hinaus umfassende Hilfe beim Thema Geldanlage an.

4. Schulden beseitigen

Solltest du (böse) Schulden haben – einen Auto-Kredit, Schulden für Möbel, andere Konsumgüter, whatever: Weg damit, und zwar so schnell es geht. Alles andere muss dann warten. Klar, das geht vielleicht nicht von heute auf morgen. Deswegen braucht es auch hier einen Plan, wie du die Schulden Stück für Stück zurückzahlen kannst. Das Motivation ist das Ziel, auf das du hinarbeiten kannst. Wenn du mehrere Schuldenposten hast, dann geh sie nacheinander an – erst die kleinen, dann die großen Brocken. Schuldenfreiheit bis Ende des Jahres ist doch ein schönes Ziel, oder? Wie würde sich das für dich anfühlen? Auch hierfür habe ich das Finanzjournal entwickelt: Du definierst dein Ziel und schreibst dann auf, was du jede Woche und jeden Tag dafür tun musst. Tag für Tag kommst du so deinem Ziel näher. 

5. Kümmere dich um deinen Notgroschen

Beim Vermögensaufbau ist der Notgroschen ein Muss. Ohne diese eiserne Reserve sind etwa Investments an der Börse eine finanzielle Kamikazefahrt. Denn wenn es mal hart auf hart kommt, weil zum Beispiel dein Auto unerwartet den Abgang macht oder du sogar deinen Job  verlierst, dann wirst du spätestens in diesen Stresssituationen merken, wie wertvoll so ein sofort verfügbarer Notgroschen ist. Falls du noch keinen hast, dann packe ab sofort mindestens zehn Prozent deiner Einkünfte auf ein gesondertes Tagesgeldkonto, bis du darauf ungefähr drei Nettogehälter als Rücklage zusammen hast. 

6. Spare 500 Euro als Challenge

Vermögensaufbau ist oft ein bisschen wie Sport: anstrengend, langwierig und schmerzhaft. Aber wer tapfer durchhält, hat ziemlich sicher Erfolg und erreicht auch sein Ziel. Wie wäre es also mit einer kleinen Challenge, zum Beispiel in den nächsten sechs Monaten neben den regulären Einkünften noch 500 Euro extra on Top zu machen? Einfach so, um dir selbst zu zeigen, dass du es kannst. Bei der Umsetzung hast drei Möglichkeiten: mehr verdienen, mehr sparen oder eine Kombi aus beidem. Ein Heidenspaß ist die Challenge wohlmöglich nicht immer, aber du wirst selten so stolz sein wie auf diese 500 Euro als Bonus zum Ende des Jahres.

7. Investiere in dein Humankapital

Mein Liebling: Das Humankapital. Warum ist das Humankapital mein Liebling? Weil es dabei nicht um schnöde Zahlen geht, sondern um die eigene Persönlichkeit, um Bildung und um die Frage, was man tatsächlich alles aus sich herausholen kann. Eine gute Bildung heißt eben nicht nur, Abi zu machen, einen Studienabschluss einzutüten und gut ist. Man lernt ständig sein Leben lang, indem man sich immer wieder neue Ziele setzt und sich so weiterentwickelt, dass man sie erreicht. Es gibt unendlich viele Wege, in das eigene Humankapital zu investieren: Sachbücher lesen, um sich Wissen anzueignen, hochwertige Lebensmittel kaufen, um gesund zu bleiben oder Seminare besuchen, um seine mentalen oder sozialen Skills zu verbessern. Heißt im Klartext: In der zweiten Jahreshälfte öfter mal Netflix auslassen und stattdessen Kopf und Körper neue Impulse geben. Das wird sich langfristig auch finanziell auszahlen!

8. Investiere dein Geld

Die letzten sieben Punkte hast du alle schon erfolgreich durchgespielt? Herzlich willkommen im nächsten Level: Jetzt kann es ans Investieren gehen. Wenn du keine Schulden, aber einen Notgroschen hast, kann nun die Geldvermehrung beginnen. Das Beste: Schon 25 Euro pro Monat kannst (und solltest) du damit loslegen, dein Geld für dich arbeiten zu lassen. Wer es nicht unnötig kompliziert machen möchte, schnappt sich nach solider Finanzbildung ein paar ausgewählte ETFs und wartet im besten Falle 15 bis 30 Jahre ab. Stichwort passives Investieren. Auf die Zeitspanne kommt es an, also nix wie los!

Fazit

Wenn du 2018 hinsichtlich deiner Finanzen verpennt hast, solltest du jetzt loslegen. Es ist noch alles drin. Du hast keine Zeit dir Vorwürfe zu machen, weil du dich immer noch nicht um dein Geld gekümmert hast. Du hast nämlich besseres zu tun: Endlich anzufangen! Du brauchst weitaus weniger Zeit als sechs Monate, um dich umfassend zu informieren und auf die richtige Bahn zu kommen. In meinem Online-Kurs zum Beispiel lernst du alles, was du wissen musst innerhalb von 8 Wochen! Wir analysieren deinen Status-Quo (inkl. Nettovermögen), du setzt dir ein Ziel und wir erarbeiten Strategie und Plan, damit du dein finanzielles Ziel erreichst. Hier geht’s zum Online-Kurs. 

Wie sieht’s bei dir aus? Bist du auf Kurs für 2018 oder hakt es irgendwo? Was nimmst du dir für das zweite Halbjahr vor? Kommentiere gerne hier oder in die Facebook-Gruppe!

 

Foto: https://unsplash.com/@codytdavis

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