Moneytalk: Die Top 7 Mindsets für ein erfülltes Leben

Mit dem richtigen Mindset ist alles möglich! Okaaaay … 

Aber was genau meinen die vielen Pseudo-Experten damit? Wie verändere ich mein Mindset, wenn es mir nicht dienlich ist? Reicht es, sich einmal mit dem eigenen Mindset auseinanderzusetzen und dann nie wieder? 

Ich habe mit Julia Lakaemper über das Thema gesprochen. Sie ist Coachin für Money Mindset (unter anderem auch bei uns im Mentoring Programm) und klärt diese Fragen ein für alle Mal. Außerdem teilt sie die 7 Top Mindsets, mit denen ihrer Meinung nach jede*r durchs Leben gehen sollte. 

Lies bis zum Ende, denn da beantworten wir eure spannenden Fragen.

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Was bedeutet Mindset eigentlich?

Natascha: Ähnlich wie ‘Coach’,  ist auch der Begriff ‘Mindset’ mittlerweile schwer greifbar. Wie würdest du ‘Mindset’ definieren? 

Julia: Neben dem Blick auf uns selbst, geht es darum, wie wir die Welt sehen. Die Wahrnehmung dieser ist geprägt von unseren Gedanken, die irgendwann zu Überzeugungen werden. Unser Mindset ist deshalb das Netz aus Gedanken und Überzeugungen über uns selbst und die Welt um uns herum.

Vielleicht hast du schon mal gehört, dass wir zu 90-95 % durch unser Unterbewusstsein gesteuert werden. Dazu gehört auch unser Mindset. Denn auch wenn wir aktiv daran arbeiten können, beeinflusst es uns größtenteils unbewusst. 

Wenn dein Mindset nicht dem entspricht, wo du hinwillst, dich also nicht dabei unterstützt, deine Ziele zu erreichen, dann musst du zunächst einmal daran arbeiten, dir über deine Blockaden bewusst zu werden. Das nennt man dann ‘Mindset-Arbeit’. 

Das Problem: Wir bekommen oft gesagt, dass wir an unserem Mindset arbeiten müssten. Die wenigsten erzählen uns aber, WIE das geht. Das mache ich im Rahmen des Madame Moneypenny Mentoring Programms, aber auch in meiner Arbeit als Mindset-Coachin anders. 

Mindset-Arbeit: einmal und nie wieder?

Natascha: Im Coaching geht es darum, alte Gedankenmuster aufzubrechen & neu zu formen. Aber auch – und das ist ganz wichtig – darum, sie weiter zu pflegen. Es reicht nicht, einen Glaubenssatz einmal anzuschauen und dann zu hoffen, dass er sich langfristig auflöst. Wir haben uns unser Mindset über Jahre hinweg antrainiert. Immer wieder gibt es Situationen, in denen wir eigentlich schon genau wissen, was gut ist und im entscheidenden Moment doch anders handeln.

Beispiele:

Gehaltsverhandlung: Obwohl du genau weißt, was du willst, schaffst du es im Gespräch mit deinem Chef nicht, die Zahl über die Lippen zu bringen. 

Investieren: Du hast dich gut informiert und dachtest, alle Glaubenssätze über Geld angeschaut zu haben. Bis es darum geht, das Knöpfchen zu drücken und den ETF zu kaufen. 

Julia: Kontinuierliche Mindset-Arbeit ist genauso wichtig wie Zähneputzen oder Sport machen. Eine Sportsession reicht eben leider nicht aus, um ein Leben lang fit zu sein. 

Niemand muss täglich an seinem Mindset arbeiten. ABER: Je reflektierter, je achtsamer du bist, desto einfacher ist es, gewohnte Muster zu durchbrechen und nicht sofort ins Drama zu gehen. 

Es lohnt sich also, dranzubleiben. Denn wir werden nie aufhören, Gedanken zu haben (immerhin 60-80 Tausend pro Tag!). Mit der Zeit sind wir mehr und mehr in der Lage, Fakten von den Geschichten trennen, die uns unser Unterbewusstsein erzählt.

Wusstest du, dass unsere Erlebnisse bis zu unserem 7. Lebensjahr fast ungefiltert in unserem Gehirn abgespeichert werden? Die Geschehnisse während dieser Zeit sind die Basis für unsere Grundprogrammierung, unser späteres Mindset. Was als Kind durchaus hilfreich ist, stellt uns als Erwachsenen, der Ziele erreichen will, vor Herausforderungen.

So beeinflusst du dein Mindset:

Schritt 1: Glaubenssätze erkennen und auflösen.

Stell dir zum Beispiel folgende Fragen:

  • Was ist in der Vergangenheit passiert? 
  • Wie sieht mein Mindset heute aus?

Schritt 2: Bewusst neue Überzeugungen aufbauen. 

Natascha: Eine Mentoring Teilnehmerin hat es mal ganz gut mit einer Wohnung verglichen, die du sauber halten musst. Ist der Grundputz einmal gemacht, hast du erstmal eine Weile Ruhe. Nach und nach setzt sich Staub ab und es wird wieder dreckiger. Dann heißt es: Gummihandschuhe anziehen und durchwischen.

„Was dich bis hierhin gebracht hat, wird dich nicht aufs nächste Level bringen.”

Julia: Das ist ganz besonders wahr für ambitionierte Menschen. Denn mit jedem neuen Ziel, mit jedem Verlassen der Komfortzone, tauchen neue Herausforderungen auf. 

Ich sage immer: Mindset-Arbeit ist wie eine aktiv herbeigerufene Identitätskrise. Du willst dich ändern und hinterfragst deshalb, wer du aktuell bist und wer du sein musst, um deine Ziele zu erreichen. 

Das Problem: Veränderung ist unangenehm und deshalb etwas, was dein Unterbewusstsein unbedingt vermeiden will. Dann gilt es umso mehr, hinzuschauen und sich zu fragen, welche Programmierung hilfreich ist – und welche eben nicht. 

Natascha: Passt ganz gut zu einem meiner Lieblingssprüche: „Was dich bis hierhin gebracht hat, wird dich nicht aufs nächste Level bringen.” 

Wenn du mehr vom Leben willst, führt kein Weg daran vorbei, dich ab und an neu zu erfinden.

Die Top 7 Mindsets für dein Leben

Natascha: Lass uns über die 7 wichtigsten Mindsets sprechen, die wir im Leben brauchen. Ein Mindset repräsentiert dabei die Einstellungen in einem bestimmten Lebensbereich.

1. Du bist immer zu 100 % wertvoll.

Warum ist das wichtig? 

Julia: In unserer Gesellschaft ist der eigene Wert oft an Leistung gekoppelt. Wir werden gelobt, wenn wir gute Arbeit leisten und bestraft, wenn nicht. Meine Meinung: Es ist ein Wunder, dass es uns gibt. 

Wir kommen alle zu 100 % wertvoll auf die Welt. Daran kann nichts – weder unser Beruf, noch unser Kontostand, unsere Leistungen oder unser Beziehungsstatus – etwas ändern. Mach dich deshalb nicht abhängig von dem, was du leistest oder tust. 

Natürlich können wir z.B. für unsere Arbeit ein eigenes Wertesystem aufsetzen, nach dem wir handeln. Die Tatsache aber, dass du wertvoll bist, einfach, weil es dich gibt, ist unumstößlich. 

Natascha: Stimmt. Ansonsten ist mein eigener Wert immer abhängig von Dingen und Meinungen im Außen. 

Frag dich nicht, was du leisten musst, um wertvoll zu sein. Komm aus der Fülle. Geh davon aus, dass du zu 100 % wertvoll bist. Alles andere kommt on top.

2. Deine Finanzen sind neutral. Geld ist neutral.

Warum ist das wichtig? 

Julia: Hast du dich jemals danach gesehnt, ihm Lotto zu gewinnen? Ein Grund dafür sind Glaubenssätze, die damit einhergehen:

  • „Ich bin mehr wert, wenn ich mehr Geld habe.”
  • „Menschen mit mehr Geld haben mehr Einfluss und sind deshalb wichtiger.”
  • „Geld ist die Lösung.”

Geld ist aber erstens nie das wirkliche Problem und zweitens nie die wirkliche Lösung. Aus genau diesem Grund ist das zweite Mindset wichtig. 

Lass uns kurz anschauen, was Geld ist. 

In allererster Linie ist es ein vom Menschen geschaffenes Tauschmittel, das erfunden wurde, um Handel betreiben zu können. Nicht mehr und nicht weniger. Emotional wird es erst in unserem Kopf. Und zwar dann, wenn wir uns vergleichen oder unseren Wert danach bemessen.

Natascha: Ich höre immer wieder Glaubenssätze wie „Geld ist böse” oder „Geld ist gut”. Du hast aber natürlich vollkommen recht, wenn du sagst, dass Geld absolut neutral ist. Es ist Papier oder wie in meinem Fall, Zahlen auf dem Bildschirm und erst unsere Interpretation macht es zu mehr als das.

Ein gutes Beispiel ist Erben. 

Ein Familienmitglied zu verlieren ist bereits emotional genug. Darüber hinaus ist es aber für viele schwierig, mit Geld, für das sie nicht selbst gearbeitet haben, umzugehen. 

Julia: Genauso gibt es das andere Extrem, wo sich ganze Familien wegen eines Erbes zerstreiten. Ist es das wert? 

Was wir mit Geld verbinden ist ein Gefühl. Wir glauben, dass wir uns frei oder sicher oder geborgen fühlen, wenn die Zahl auf unserem digitalen Konto höher ist als zuvor. Dabei entstehen Gefühle durch unsere Gedanken und nicht durch eine Zahl. 

Beispiel:

Geneen Roth, Coachin aus den USA, erfährt mit Ende 70, dass sie um ihr gesamtes Vermögen betrogen wurde. Das wusste sie aber jahrelang nicht. Der Glaube, dass sie Millionärin ist, ließ sie wie eine Millionärin handeln. Natürlich musste Geneen irgendwann damit umgehen, dass sie kein Geld mehr hatte*. Trotzdem zeigt das Beispiel sehr gut, dass die Bewertung dessen, was wir haben oder nicht, nur in unserem Kopf stattfindet. Geld an sich bleibt neutral.

3. Akzeptiere, was ist und verändere dann, was dir nicht gefällt.

Julia: Es kann sein, dass dir dein (neutraler) Kontostand nicht gefällt. Die erste Reaktion ist meistens, mehr Geld verdienen zu wollen. Hier handeln wir aber wieder aus einem Mangel heraus: Das was jetzt ist, darf nicht sein. 

Das birgt die Gefahr, dass auch mehr Geld auf dem Konto in ein paar Monaten nicht mehr genug ist. Weil es eigentlich um etwas ganz anderes geht. Weil du denkst, dass die Lösung im Außen liegt.

Der erste Schritt ist die Akzeptanz dessen, was in diesem Moment deine Realität ist. Erst dann hast du die Basis, um nachhaltig etwas verändern zu können. 

Dazu gehört auch, Verantwortung dafür zu übernehmen, dass du für deine Situation verantwortlich bist. Denn es waren deine Gedanken und Handlungen, die dazu geführt haben, dass es jetzt so ist wie es ist. 

Natascha: Außerdem ist der Wille zur Veränderung ganz wichtig. Wie viele Menschen kennst du, die zwar realisieren, dass ihnen etwas in ihrem Leben nicht gefällt, dann aber nichts ändern? Man suhlt sich in seiner Unzufriedenheit und überlegt gar nicht erst, wie man es denn gerne hätte und wie diese Vorstellung zur Realität werden kann. 

Julia: Das Coole an Mindset-Arbeit ist, dass du merkst, wie viel mehr Einfluss du auf dein Leben hast als du bisher dachtest. Einfach, weil du dein Denken aktiv veränderst. 

Unser Gehirn liefert Beweise für das, was du glaubst. Nicht für das, was wahr ist. Wenn du an deinem Mindset arbeitest und deine Glaubenssätze veränderst, ändert sich damit auch deine Realität. Die Grenzen dessen, was für dich möglich ist, verschieben sich.  

Beispiel: Du glaubst, dass es unmöglich ist, mehr als X € im Monat zu verdienen. So war es dein Leben lang und niemand in deinem Umfeld verdient mehr. Sobald du erkennst, dass das kein Fakt, sondern ein Glaubenssatz ist, öffnen sich neue Türen. Vielleicht wirst du Mitglied in einer Facebook-Gruppe, in der Menschen berichten, dass sie das doppelte, fünffache, zehnfache verdienen? Vielleicht brainstormst du Möglichkeiten, dein Einkommen zu erhöhen. Du hast deine Grenzen verschoben. 

Ein Coach kann dabei helfen, dir dein eigenes Denken zu spiegeln.

4. Du kannst nicht kontrollieren, was andere denken.

Julia: Wäre es nicht schön, kontrollieren zu können, was andere denken? 

Ich sage: Es darf uns völlig egal sein, was andere denken. Erstens denken sie sowieso, was sie wollen und zweitens denken sie vor allem über sich nach. Die Angst, sich zu zeigen oder sich mit irgendetwas zu blamieren ist deshalb gar nicht nötig.  

Natascha: Genau so ist es. Während wir darüber nachdenken, was andere denken könnten, denken sie darüber nach, was wir über sie denken könnten. Frei nach dem Motto: Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht. 

Ich darf mir das auch immer wieder vor Augen halten. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und es interessiert niemanden, ob ich einen blauen, gelben oder roten Pulli trage.

Julia: Und selbst wenn doch, ist das auch okay. Hier hilft die Frage: „Na und?” Kritik, trifft uns ja nur, wenn wir selbst zweifeln. 

Natascha:  Stimmt. Ohne Angriffsfläche keine Kritik. Wenn ich davon überzeugt bin, dass mir der blaue Pulli hervorragend steht, kommt Kritik gar nicht an. Wenn ich selbst zweifle, nehme ich mir die Kritik hingegen sehr zu Herzen. 

Julia: Das gilt übrigens auch für Komplimente. Wenn wir das Gefühl haben, ‘zu wenige Komplimente’ zu bekommen, liegt das wahrscheinlich daran, dass wir uns selbst nie anerkennen. Es ist wichtig, immer mal wieder auf sich selbst zu schauen, wenn uns im Außen etwas fehlt oder wir uns angegriffen fühlen. 

Eine weitere Frage, die hilft, wenn man mal wieder zu viel darüber nachdenkt, was andere denken könnten, ist folgende: 

„Ist es wirklich hilfreich, mir darüber Gedanken zu machen, was andere denken könnten?” 

Bringt es dich deinem Ziel näher? Macht es dich glücklich? Meistens lautet die klare Antwort darauf „Nein”.

5. Du wirst immer auch negative Gedanken haben und das ist okay.

Julia: Es gibt den Mythos in der Coachingwelt, dass man irgendwann einen Punkt erreicht, an dem man nur noch glücklich ist und keine negativen Gedanken mehr hat. Diesen heiligen Ort gibt es nicht. 

Das Ziel der Mindset-Arbeit ist es, ein*e liebevolle*r Beobachter*in dessen zu werden, was in deinem Kopf los ist. Nicht, nur noch positive Gedanken zu haben.

Im Gegenteil. Wir Menschen brauchen Kontraste. Um zu erkennen, wann wir glücklich sind, hilft es zu wissen, was unglücklich sein heißt. 

Es wird also immer negative Gedanken geben. Wichtig ist nur, wie du damit umgehst, denn wie bereits erwähnt sind wir es, die Dingen eine Bedeutung beimessen. 

Die Regel ist einfach: Du musst nicht glauben, was du denkst.

6. Deine Gefühle sind der Treibstoff für alles, was du tust.

Julia: Nehmen wir das Beispiel ‘Stress bei der Arbeit’. 

Den hatten wir wahrscheinlich alle schon mal. Dabei ist das, was uns stresst nicht die Anzahl an Stunden, die wir arbeiten, sondern unsere Gedanken währenddessen. Die führen nämlich zu einer Bewertung der Situation und lösen Gefühle in uns aus.  

Gedanke: „Ich bekomme das alles nicht hin” / „Ich muss noch so viel tun.”

Gefühl: Anspannung, unter Druck, Panik

Handlung: Mehr Arbeit, weniger/ schlechter Schlaf

Ergebnis: Ausgelaugt und total gestresst

Unsere Gefühle (ausgelöst durch die Bewertung unserer Gedanken) sind demnach der Treibstoff für unser Handeln.

Natascha: Diese Abwärtsspirale kenne ich. 

Julia: Genau. Weil wir uns gedanklich so viel damit beschäftigen, wie viel wir zu tun haben, kreieren wir Gefühle in uns, die uns davon abhalten unsere Aufgaben fokussiert abzuarbeiten. Damit haben wir den Beweis dafür, dass wir das alles nicht hinbekommen und am nächsten Morgen fängt alles wieder von vorne an.

7. Das Universum macht keine Fehler.

Natascha: Eines meiner Lieblings-Mindsets! Worum geht es dabei? 

Julia: Wir haben vorhin darüber gesprochen, dass es in der Mindset-Arbeit darum geht, Gedanken zu denken, die hilfreich für uns sind. Zum Beispiel um unsere Ziele zu erreichen. 

Wir – du und ich – entscheiden, welche Gedanken das sind. 

Tony Robbins sagt: Life doesn’t happen TO you, it happens FOR you.

Ich habe mich dafür entschieden, daran zu glauben, dass jede Lektion, jede Herausforderung im Leben, ihren Sinn habt. Dass es nie hätte anders sein sollen. 

Das hilft mir, vertrauensvoll und zuversichtlich durchs Leben zu gehen. 

Natascha: Damit einher geht die Frage, wie man durchs Leben gehen möchte. Als Spielball, also jemand, dem Dinge passieren, oder als Gestalter*in. 

Du kannst anders mit dem Leben umgehen, wenn du daran glaubst, dass die Dinge in deinem Leben, egal wie schlecht sie sind, für etwas gut sind. Außerdem ist niemandem geholfen, wenn du dich die ganze Zeit darüber beschwerst, wie unfair das Leben doch ist.

Eure Fragen

Ich habe mich viel mit dem Thema Mindset beschäftigt und merke jetzt, dass mein Partner in einem fixen Mindset feststeckt und nicht die Bereitschaft hat, sich zu ändern. Was soll ich tun? 

Julia: In dem du vor allem erst einmal akzeptierst, was ist und mit gutem Beispiel vorangehst. Du kannst immer mal wieder teilen, wenn du ein spannendes Buch gelesen hast und neue Erkenntnisse hattest, um damit Impulse setzen.

Letztlich geht es aber darum, die Menschen so zu lassen, wie sie sind. Du bist der- oder diejenige, die leidet, wenn du Erwartungen an jemanden stellst, die der*die andere nicht erfüllen möchte.

Natascha: Das Gleiche gilt fürs Thema Finanzen. Meine Erfahrung zeigt mir, dass der Versuch anderen etwas überzustülpen nicht hilft. 

Vergiss nicht: Das Ganze ist eine Reise. Jeder geht seinen ganz eigenen Weg – und zwar dann, wenn er*sie bereit dafür ist. 

Julia: Außerdem möchtest du ja keine Beziehung, in der der*die andere sich verändern muss, um gemocht zu werden. Wie wäre es andersherum? Höchstwahrscheinlich willst du  angenommen werden, genauso wie du bist.

Wie kannst du es drehen, wenn dein Treibstoff (deine Gefühle) in eine Negativ-Spirale geht und dir das bewusst wird?

Natascha: Nehmen wir nochmal das Beispiel „Stress” von vorhin. Du denkst, dass du so viel zu tun hast und von da an geht’s bergab. Was sind Methoden, um da wieder rauszukommen. 

Julia: Was ich super finde ist, erstmal alles aufzuschreiben, was einem durch den Kopf geht. Denn damit schaffst du Distanz zu deinen Gedanken. 

Fragen, die dir dabei helfen können:

  • Was denke ich gerade (über X)? 
  • Wie fühle ich mich gerade? 
  • Warum bin ich so gestresst? 

Kennst du den Spruch: „Wenn du’s eilig hast, geh langsam?” Wir brauchen diesen kurzen Moment des Innehaltens, um zu schauen, was in unserem Kopf los ist. Meistens realisierst du dann, was das Problem ist und kannst einen Plan machen. In unserem Beispiel kann das sein, dass du aufhörst zu fragen, ob du es schaffst und anfängst, darüber nachzudenken, wie du es schaffst. 

Fragen, die dir dabei helfen, neue Gedanken zu denken:

  • Wie möchte ich mich fühlen (motiviert, fokussiert)? 
  • Welche Gedanken führen dazu? 

Dann hörst du auf, deine ganze Energie darauf zu verwenden, gestresst zu sein. Die kannst du nämlich viel besser für die Lösung deines Problems nutzen (Plan machen, um Hilfe fragen, etc.)

Wie kann ich mein positives Mindset langfristig halten?

Julia: Ich denke, hier hilft es vor allem, achtsam zu sein. Damit du erkennst, ob du deine Gedanken wirklich nachhaltig veränderst oder lediglich ein Pflaster drauf klebst. 

Wenn das Pflaster nicht hält, du also neuen Affirmationen nicht wirklich glaubst, weil sie so weit weg von deiner Realität sind, dann brauchst du ein paar Zwischenschritte.

Beispiele für Brückengedanken:

  • Ich halte es für möglich, dass ich das schaffen kann
  • Ich kann mir vorstellen, dass ich dafür eine Lösung finde

Natascha: Mir kommt noch der Gedanke, dass das Umfeld wichtig ist. Wenn ich mich mit Menschen umgebe, die ebenfalls ein Wachstums-Mindset haben und positiv ans Leben rangehen, wachse ich ganz automatisch. Wenn ich dagegen Menschen in meinem Leben habe, die nur auf der Couch sitzen und happy sind, wenn alles beim Alten bleibt, wird es schwieriger.

Wenn nicht ständig negative Gedanken von außen reinkommen, habe ich weniger zu tun, um positiv zu bleiben. Dazu gehört auch, wem ich bei Instagram folge und welche Nachrichten ich lese. 

Innere Widerstände zu durchbrechen ist schon schwer genug. Da sollten nicht noch Widerstände im Außen hinzukommen.

Kann es sinnvoll sein, für das Etablieren eines neuen Mindsets, eine Zeit lang allein zu sein?

Julia: Das kommt drauf an, wer du bist. Du musst nicht in ein Schweigekloster gehen, um ein neues Mindset aufzubauen. Wenn du aber eher introvertiert bist und merkst, dass du ein wenig Zeit für dich brauchst, um das Ganze für dich durchzudenken – warum nicht. 

Wenn du besonders ambitionierte (oder einfach neue) Ziele hast und dir unsicher bist, ob dein Umfeld nachvollziehen kannst, was du da machst, solltest du dir überlegen, mit wem du diese Ziele teilst. 

Stell dir deine Ziele vor wie kleine Pflänzchen, die du beschützen willst. Das heißt nicht, dass du niemanden mehr sehen solltest. Sei einfach selektiv in der Auswahl der Menschen, mit denen du spezifisch über diese Themen sprichst. 

Hier gibt es einen coolen Ansatz von Brendon Burchard. Er sagt, dass es 3 Arten von Freundschaften gibt:

  1. Alte Freunde: Freunde, die einmal in deinem Leben waren, mit denen du damals eine tolle Zeit hattest, die heute aber keine Rolle mehr in deinem Leben spielen.
  2. Maintenance Friends: Freunde aus der Vergangenheit, mit denen du in Kontakt bleiben willst, aber ansonsten nicht mehr viel teilst.
  3. Wachstumsfreunde: Freunde, mit denen du viel Zeit verbringen willst. Weil sie ähnliche Ziele haben wie du. Weil eure Werte übereinstimmen. 

All diese Menschen dürfen da sein. Überleg dir nur, mit wem du deine Zeit verbringst.

Wie geht man mit Rücksichtslosigkeit um? Das kann man doch nicht einfach akzeptieren?

Julia: Es ist wichtig, Grenzen zu ziehen. Das Problem: Du kannst nur Grenzen für dich ziehen und nie für den anderen.

Beispiel:

Du sagst: Wenn du mich anschreist, dann verlasse ich den Raum. 

Du sagst nicht: Du musst aufhören, mich anzuschreien. 

Rücksichtslosigkeit wird von allen anders definiert wird. Was für dich rücksichtsloses Verhalten ist, kann für andere vollkommen okay sein. 

Es liegt an dir, deine Grenzen zu ziehen und diese einzuhalten.

Gibt es einen Buchtipp zum Thema Grenzen setzen?

Die Bücher von Cordula Nussbaum*

Die Peperoni Strategie* – Jens Weidner

Das Kind in dir muss Heimat finden* – Stefanie Stahl 

Mindset* – Carol Dweck

Die Bücher von Brendon Burchard*

Relevante Links: 
Julia Lakaemper – Coachin für Money-Mindset 
Madame Moneypenny Mentoring Programm
Die Geschichte von Geneen Roth*

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