Der August-Report

In diesem Jahr begleiten wir Moneypenny Geli bei ihrer Zielerreichung. Die Marschrichtung: Verdoppelung ihres Jahresumsatzes und eine Sparrate von durchschnittlich 50 Prozent. Falls du Geli noch nicht kennst, kannst du hier alles über ihr Ziel und diese neue Rubrik lesen. Es folgt nun Gelis August-Report! Hier geht’s zu den anderen Monatsberichten von Geli. 

Liebe Geli, euer Juli ist ja nicht so toll gelaufen. Für den August hattet ihr euch eine Sommerpause vorgenommen. Wie war die?

Ja, genau. Da der Juli so unendlich stressig war, haben wir für den August eine Sommerpause von drei Wochen geplant. In diesem drei Wochen wollten wir keine Wiederverkäufer bedienen, sondern nur den Online-Shop betreuen und verkaufen, was bereits produziert ist. Keine Sonderwünsche, keine Wartelisten. Ich habe meine Mama eine Woche in den Urlaub geschickt, damit sie sich erholen kann.

Außerdem hatte ich mir vorgenommen in dieser Zeit das Weihnachtsgeschäft zu planen und den Versandstau aus dem Juli abzuarbeiten. Da konnten wir aufgrund der Hitze ja einige Produkte gar nicht verschicken.

Tja, und dann kam das Leben dazwischen. Wir haben die Wiederverkäufern Ende Juni über unsere Sommerpause informiert, damit sie den Juli über noch Zeit genug haben würden, nachzubestellen. Die waren über diese Nachricht gar nicht happy. Ehrlich gesagt, haben die meisten es entweder nicht verstanden oder absichtlich ignoriert. Letztendlich gab es im August genug zu tun, so dass meine Sommerpause ins Wasser gefallen ist… Aber Mama war glücklicherweise dennoch im Urlaub.

Und wie lief der August umsatztechnisch?

Für den August konnten wir ein Umsatzplus von 500% verzeichnen. Denn es waren nicht nur die Wiederverkäufer, die uns belagert haben. Sondern zusätzlich noch eine Instagrammerin mit ziemlich vielen Followern. Diese hatte unsere Produkte entdeckt, bestellt und hatte dann eine ewig lange Insta-Story über uns gemacht. Mama und ich saßen bei unserem nachmittäglichen Ruheritual (Kaffee und Kuchen), als auf einmal etliche Bestellungen reinkamen. Wir haben noch nie so viele minütliche Bestellungen reinbekommen, wie in diesen Tagen.

Außerdem waren wir wieder in einigen Zeitschriften und die Händler bestellen mittlerweile ebenfalls die doppelten und dreifachen Mengen wie noch am Jahresanfang.

Und wie sieht es mit dem Weihnachtsgeschäft aus? Rüstet ihr da schon auf?

Nachdem wir im letzten Jahr zu Weihnachten absolut überrannt wurden, wollen wir in diesem Jahr besser vorbereitet sein. Allerdings brauchen wir dafür ganz schnell neue Räumlichkeiten. Wir hatten schon einen geeigneten Raum gefunden, doch dieser wurde dann fix an jemand anderen vermietet. Dieser jemand nutzt den Raum zwar gar nicht, zahlt aber brav die Miete. Tja. Eigentlich wollten wir schon im August umziehen… Leider bietet unsere Region nicht so viele Möglichkeiten. Und so langsam frage ich mich: Wo bleibt das Universum?! Das hat uns sonst immer alle Ressourcen geschickt. Aber mit dem neuen Raum tut es sich irgendwie schwer.

Doch nicht nur in Sachen Raum, sondern auch Designs sind wir schon wieder spät dran. Ob wir eine Weihnachts-Edition zeitlich noch hinbekommen und, ob wir uns den Stress überhaupt antun wollen, haben wir noch nicht entschieden.

Gab es sonst noch spannende Entwicklungen im August?

Oh ja, eine spannende Sache ist noch passiert: Der Großhandel ist auf uns aufmerksam geworden. Uns hat ein Key Account Manager angeschrieben und sogar besucht. Seine Firma stellt Frischhaltefolie und so etwas her und hat Verträge mit den großen Märkten wie Rewe, Edeka, dm, Aldi, Lidl und so weiter. Und er wollte unsere Produkte gerne ebenfalls ins Sortiment aufnehmen. Es ging also um riesige Aufträge. Diese Anfrage haben wir abgelehnt.

Echt jetzt? Warum habt ihr sie abgelehnt? Wäre das nicht eine geniale Chance für euch gewesen?

Sicherlich, irgendwie. Aber wir sind dafür aktuell einfach nicht bereit. Wie sollen wir von heute auf morgen solche Mengen produzieren? Das würden wir nie hinbekommen. Und: Mit solchen Aufträgen wäre es eine komplett andere Firma. Wir würden ganz anders arbeiten, bräuchten viele neue Mitarbeiter*innen, andere Strukturen und Prozesse. Doch das ist gar nicht mein Ziel.Ich möchte keine riesige Firma mit riesigen Projekten aufbauen.

Außerdem kenne ich die Knebelverträge, mit denen da hantiert wird. Dann wollen die für alles irgendein Zertifikat haben und so ein Quatsch. Da hängt so viel mehr mit dran als „nur“ die Produkte zu liefern. Und darauf habe ich einfach keine Lust.

Also hast du im einfach „Nein“ gesagt.

Ja, und weiß du was? Das war so ein geniales Gefühl! Diese Freiheit zu haben, „Nein“ sagen zu können. Unglaublich. Wir wissen, dass wir die nicht brauchen, dass wir alleine ganz wunderbar zurecht kommen. Wir haben keinerlei Druck uns auf Dinge einzulassen, die nicht zu uns passen, weil wir das Geld brauchen. Hier habe es ich krass gemerkt: Geld bedeutet Macht, bedeutet Freiheit.

1 Kommentare

  1. Ich bin begeistert. Es geht nicht immer nur um höher, schneller, weiter!
    Langsam und mit Verstand ist oft besser.

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