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Du verdienst, was du verdienst.

von

***UPDATE***

Liebe Leute,

danke für eure zahlreichen Meinungen und Anregungen zu diesem Artikel, die mich hier in den Kommentaren, per Email und auch in persönlichen Gesprächen erreicht haben.

Dass dieser Artikel einige Wellen schlagen würde, war mir vorher klar. Einige Argumentationsweisen waren ebenfalls vorherzusehen. Ich hatte mir allerdings eine Diskussion auf einer übergeordneten Ebene und nicht über Details erhofft.  Auch hatte ich gehofft, dass das rhetorische Stilmittel der Übertreibung erkannt und die genutzten Extreme nicht als „Generalisierung“ abgestempelt werden würden. Da muss ich offensichtlich an meiner Schreib- und Ausdrucksweise feilen.

Warum habe ich diesen Artikel geschrieben?
Um einen Denkanstoß zu liefern. Mir geht es nicht darum, recht zu haben oder mir selbst auf die Schulter zu klopfen. Wenn man Inspiration liefern will, gibt es kein „recht haben“. Und ich weiß, was ich habe und was ich nicht habe und warum. Dafür brauche ich keine Blogartikel zu schreiben. Ich bin keine Narzisstin, deren Wohlbefinden und Selbstbewusstsein von den Urteilen anderer Menschen abhängen. Aus dem Alter bin ich glücklicherweise raus.

Natürlich ist mir klar, dass es Menschen gibt, die aufgrund von Schicksalsschlägen nicht das Leben führen können, das sie sich wünschen würden. Mir ist auch klar, dass manche Menschen aufgrund gewisser Umstände übergewichtig sind und dagegen nicht viel tun können. Dass es solche Fälle gibt, ist doch wohl sonnenklar. Weiß das jemand nicht? Muss ich so etwas wirklich im Artikel erwähnen?! Und welchen Mehrwert liefern diese Information zum Thema persönliches Wachstum? Was lehrt mich das für die aktive Gestaltung meines eigenen Lebens? Nix. Denn solche Situationen liegen außerhalb unseres Einflussbereiches. Interessant wird es doch, wenn jemand etwas tun könnte, es aber nicht macht. Das ist doch unser Kontrollbereich. Darum geht es, wenn man wachsen und sich weiterentwickeln will. Und ich schreibe hier über Persönlichkeitsentwicklung und nicht über soziale Gerechtigkeit und persönliche Schicksalsschläge.

Vielleicht ist auch alles, was ich geschrieben habe, vollkommener Unsinn und unser aller Leben wird eh von einer höheren Macht bestimmt. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass man gar nicht nach Leistung bezahlt wird und alles nur Zufall ist. Aber was, wenn nicht? Und was bringt mich weiter im Leben? Die Einstellung, dass alles Zufall ist und ich keine Macht über mein Leben habe? Oder, dass ich mein Leben beeinflussen kann? Womit erreiche ich mehr? Welche Einstellung ermöglicht es mir ein glücklicheres Leben zu führen?

Ich glaube daran, dass Proaktivität Inaktivität schlägt. Ich glaube daran, dass wer sein Leben nach seinen Vorstellungen leben will, sich äußeren Umständen nicht ergeben darf. Warum glaube ich daran? Weil ich es doch jeden Tag sehe. Und weil die Alternative Ohnmacht wäre.

Also: Warten oder machen? Ergeben oder gestalten? Treiben lassen oder paddeln? Dein Ziel ansteuern oder schauen, wo du rauskommst?

Wenn du mit deinem aktuellen Leben zufrieden bist, ist doch alles wunderbar! Wenn du aber unzufrieden bist, könnte es durchaus Sinn machen, die eigenen Denk- und Verhaltensweisen zu reflektieren und zu analysieren. Und genau hierfür soll der Artikel einen Denkanstoß liefern. Klar kann man alles auf das unfaire Unternehmen, den unfähigen Chef und das ungerechte System schieben. Vielleicht ist das ja auch so! Und nun? Bringt dich das wirklich weiter? Oder hat dich diese Denkweise vielleicht genau dahin gebracht, wo du aktuell stehst (nochmal: Ich rede hier NICHT von Schicksalsschlägen!)? Kannst du das Unternehmen ändern? Nein. Kannst du deinen Chef ändern? Nein. Kannst du das System ändern? Nein. Kannst du dich ändern? Ja! Kannst du dich selbst in eine bessere Situation bringen? Ja, verdammt! Wer soll es denn sonst tun?! Diese Dinge liegen innerhalb deines persönlichen Einflussbereiches.

Es geht darum vom Akzeptieren ins Handeln zu kommen und sich äußeren Umstände nicht zu ergeben. Auszubrechen, aufzubrechen, Neues zu erkunden, lösungsorientierte Fragen zu stellen anstatt problemorientiert zu denken. Von „Ich werde nicht leistungsgerecht bezahlt“ hin zu „Vielleicht ja doch? Wie kann ich meinen Wert steigern? Würde ein zusätzliches Studium mich weiterbringen? Oder ein Side-Business?“. So kommt das Hirn doch erst in Schwung und nur so kannst du deine Situation verbessern. Diese Arbeit wird dir niemand abnehmen.

Ach so: Wer wirklich glaubt, dass mir alles zugeflogen ist, den lade ich gerne mal auf ein alkoholfreies Bierchen ein, um ihm ein umfassendes Bild von meinem Leben der letzten 8 Jahre zu geben. Davon, wie viel Zeit und Mühen ich in meine Projekte stecke, welche Fails ich hinter mir und noch vor mir habe, wie oft ich wieder aufgestanden bin und welche Opfer ich jeden Tag bringe. Und das sogar gerne. Und dann werde ich ihn fragen, was es ihm bringt, zu denken erfolgreiche Menschen hätten immer nur Glück im Leben gehabt. Und, ob die Frage, die ihn weiterbringen würde, nicht etwa lautet: Wie machen die das? Wie haben sie das geschafft und was kann ich von ihnen lernen?

Viele Grüße
Natascha

***UPDATE ENDE***

Diesen Artikel werden einige von euch richtig blöd finden. Sie werden sich angegriffen fühlen – von mir und der unfairen Welt. Die meisten von ihnen werden etliche Ausreden parat haben und sich tiefer in ihre Opferrolle hinein graben. Ein paar werden vielleicht erkennen, dass, wenn man alle Ausreden und politischen Aspekte ausblendet, nur eine die Verantwortung für die eigene finanzielle Situation trägt: Man selbst. Kurz vorab: Ich möchte niemanden herabstufen, keine Berufe schlecht machen und erst recht nicht jemanden persönlich angreifen. Aufrütteln, ja, angreifen, nein. Lass‘ dich kurz drauf ein.

Gestern bin ich in den Weiten des Internets auf folgenden Satz gestoßen: You earn what you deserve. Im Deutschen werden earn und deserve praktischer Weise vom gleichen Wort vertreten: Verdienen. Du verdienst, was du verdienst. Was ist damit gemeint? Damit ist gemeint, dass du aktuell genau so viel Geld hast, wie du der Welt an Nutzen stiftest. Du frittierst Pommes bei McDonalds? Dann ist dein Nutzen für die Welt relativ gering. Daher verdienst du vergleichsweise wenig. Du hast Jahre lang an einer Technologie gearbeitet, die unsere komplette Welt verändert und mir ermöglicht diesen Blogartikel zu tippen? Dann ist dein Nutzen für die Welt enorm und du besitzt ein Nettovermögen von 85 Milliarden US-Dollar. Und heißt Bill Gates.

Die Welt ist fairer als du glaubst

„Warum verdiene ich nicht so viel Geld? Die Welt ist so unfair,“ sagen die Menschen, wenn sie jemanden sehen, der viel mehr Geld besitzt als sie selbst. Gegenfrage: Warum sollte jemand, der Pommes frittiert gleich viel Geld verdienen, wie jemand dessen Unternehmen die Welt verändert hat? Wäre das wirklich fairer? Oder warum sollte jemand, der auf seine Ernährung achtet, regelmäßig Sport treibt und sich das Dessert verkneift, genauso übergewichtig sein, wie jemand, der den ganzen Tag Chips und Schoki futtert und die Abende faul auf dem Sofa verbringt? Wäre das etwa fairer? Und warum sollte jemand, der offen, nett und aufmerksam ist, genauso viele Freunde haben, wie jemand, der unfreundlich und egoistisch ist? Wäre das etwa fairer? Du bekommst, was du verdienst.

Ich sage nicht, dass die Welt fair ist. Es gibt Berufe, die heillos unterbezahlt sind und nicht alle Menschen haben die gleichen Chancen in allen Bereichen. Aber das bringt dich ja nicht weiter. Wenn man es auf den Kern herunterbricht und alle äußeren Aspekte außen vor lässt, ist die Welt durchaus fairer, als wir oftmals glauben. Ich persönlich lebe lieber in einer Welt, in der Proaktivität, Durchhaltevermögen und Positivität stärker belohnt werden als Faulheit, Gleichgültigkeit und Neid. Es gibt sicherlich Ausnahmen, aber in den meisten Fällen dürften Menschen, die übermäßigen Einsatz bringen, gegenüber anderen gewinnen.

Es gibt keine Zufälle. Zum Glück.

Wenn wir akzeptieren, dass es diesen Zusammenhang zwischen Aktion und Reaktion gibt und verstehen, dass wir Resultate beeinflussen können, gibt uns das die Möglichkeit zu erreichen, was wir erreichen möchten. Stell‘ dir doch mal vor, in deinem Umfeld gäbe es Menschen, die Sport treiben, sich gut ernähren, nicht rauchen und keinen Alkohol trinken. Und es gäbe gleich viele Menschen, die genau das Gegenteil tun. Von all diesen Menschen sind 50 Prozent schlank und gesund und die anderen 50 Prozent sind übergewichtig und krank. Aber nicht ausschließlich die mit dem ungesunden Lebensstil wären übergewichtig und krank, sondern die Hälfte der disziplinierten Menschen auch. Und umgekehrt wäre die Hälfte derer mit ungesundem Lebensstil schlank und gesund. So ließe sich kein Zusammenhang zwischen Aktion und Reaktion herstellen. Alles wäre also purer Zufall.

Für die eher weniger Ambitionierten unter uns, wäre das ein Traum. Sie würden sagen: „Super, egal, was ich tue, ich kann das Resultat eh nicht beeinflussen. Also easy life mit Chips, Schoki, Bier und Kippen.“ Für Menschen, wie dich und mich, die mehr im Leben vorhaben als Chips, Schoki, Bier und Kippen, wäre es der absolute Albtraum keinen Einfluss auf das eigene Leben zu haben. Zum Glück gibt es in dieser Hinsicht keine Zufälle. Wir können unser Leben, unser Gewicht, unser soziales Umfeld, unsere Finanzen und unser Glück beeinflussen. Tun wir ja auch. Jemand landet nicht durch Zufall bei McDonalds an der Fritteuse und er wird auch nicht dazu gezwungen. Er hat selbst entschieden, dort zu sein.

„Aber Jennifer Lopez kann nicht singen!“

Auf den ersten Blick gibt es Menschen, die der Welt keinen sonderlich großen Nutzen stiften, in dem, was sie tun nicht sonderlich gut sind und dennoch die Millionen nach Hause tragen. So wie Jennifer Lopez. Kann sie gut singen? Sicherlich nicht. Eine Opernsängerin kann tausend Mal besser singen als Jennifer Lopez. Nur leider interessiert die Opernsängerin niemanden. Deswegen verdient sie nicht so viel Geld. Hat McDonalds die besten Burger der Welt? Natürlich nicht. Den besten Burger gibt es bei der kleinen Klitsche in Berlin Neukölln. Nur leider hat die kleine Burgerklitsche aus Berlin Neukölln nicht das Risiko einer Firmengründung inkl. Franchise-Business auf sich genommen, gelernt, wie man Leute einstellt, Marketing macht, internationalisiert und und und. Genauso wenig, wie die Opernsängerin gelernt hat, welche Musik die breite Masse mag, wie man sie produziert, ein Team einstellt, auf Welttournee geht und Menschen entertaint.

Ein Satz dazu aus einem meiner Lieblingsbücher „The Millionaire Fastlane: Crack the Code to Wealth and Live Rich for a Lifetime!*“: „Affect millions, make millions“. Beeinflusse Millionen und du verdienst Millionen. Think about it.

Was kannst du tun?

Zunächst einmal, solltest du verstehen, dass du dein Leben lenkst. Niemand sonst. Und dann solltest du dein Bewusstsein für die Welt schärfen. Was beschäftigt Menschen? Welche Probleme haben sie? Was brauchen sie? Das kann auf dem freien Markt oder auch bei deinem Arbeitgeber sein. Du willst mehr verdienen? Dann sieh‘ zu, dass du der Firma mehr Nutzen stiftest, als du es aktuell tust. Du willst mehr Kunden gewinnen und so mehr Geld verdienen? Dann sieh‘ zu, dass du mehr Menschen einen Nutzen stiftest. Löse Probleme. Probleme von Kunden, deinem Chef, deinem Partner. Bringe einen wahren Mehrwert in die Welt.

Fazit

Ja, soziale Berufe sind unterbezahlt. Ja, als Mutter wird man vom System ungerecht behandelt. Ja, bei manchen Menschen ist das Übergewicht genetisch begünstigt. Ja, ja, ja. Das mag ja alles sein. Und nu? Ergeben? Warum bist du in dem Beruf gelandet, in dem du aktuell bist? Warum genau bei diesem Arbeitgeber? Warum verdienst du nicht mehr? Hat dich jemand dazu gezwungen?  Zwingt dich jemand zu diesem mickrigen Gehalt weiterzumachen? Das hast du so entschieden. Und du verdienst, was du verdienst. Und kannst mehr verdienen. Um mehr zu haben, musst du mehr leisten – in jedem Lebensbereich. So einfach ist das. Und fair.

Foto: Scott Webb

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35 Kommentare
  1. […] Ein sehr lesenswerter Artikel meiner Kollegin Natascha Wegelin: „Du verdienst, was Du verdienst„ […]

  2. Thorsten 4 Wochen ago
    Antworten

    Provokante Darstellung, aber inhaltlich gut 😉

    Nur ein Aspekt geht für mich ein bisschen unter, denn für mich gibt es 2 Stufen der Gerechtigkeit:

    1) Chancen-Gerechtigkeit – wurde zwar kurz erwähnt, aber ich denke hier liegt das wahre Problem, dass wir angehen müssen: Nicht jeder hat die gleichen / gleich gute Startvorausetzungen, das fängt bei der Erziehung an, geht über die Schule, Uni und den Start der Karriere – vieles davon geht mit Beziehungen oder Bildung (der Eltern in der Regel) einfacher

    Das ist auch einer der Punkte, welche die OECD in diversen Bildungsstudien immer wieder an Deutschland kritisiert

    2) Leistungs-Gerechtigkeit – das Thema ist im Artikel ja ausführlich besprochen…und hier würde ich auch zustimmen, denn wenn die Chancen gleich sind, hängt es von der (persönlichen) Leistung ab

  3. Jasper 4 Wochen ago
    Antworten

    Hey Natasha,
    hoffe es gibt nicht zu viel Gegenwind, in diesem Land sind das ja schon ketzerische Gedanken. Ich unterstütze was du sagst vollkommen, denn es ist die einfache und alternativlose Realität.

    @Hobbyinvestor: „Wenn eine Mutter 3 Kinder groß gezogen hat und 30 Jahre bei Lidl an der Kasse saß, um dann mit 65 ihren Rentenbescheid erhält und sieht, dass sie 100€ über der Mindestrente liegt, ist das fair?“ –> Das sie 3 Kinder groß gezogen hat und (vermutlich in Teilzeit) 30 Jahre an der Kasse gearbeitet hat ist IHR Leben. Ich habe keinerlei Sympathien für ein staatliches Rentensystem, es ist eher ein Verbrechen für mich, aber du baust hier eine Verbindung auf, die es nicht gibt. Du möchtest bestimmte Menschen für bestimmte persönliche Lebensentscheidungen privilegieren, die DU persönlich sinnvoll/moralisch findest. Das Problem ist, dass jeder das anders sieht und etwas anderes als fair empfindet. Nun kann man sich „gesellschaftlich“ einigen was „fair“ ist (–> Willkür) und andere Menschen dazu zwingen Steuern oder erhöhte Beiträge zu bezahlen um diese Menschen zu bezahlen. Ich finde das zutiefst asozial und empfinde keinerlei Verantwortung für eine Frau, die spätestens nach dem ersten Kind und einem Job an der Kasse sehen MUSS, ob sie sich so ihren Lebensabend so finanzieren kann, wie sie es möchte. Kein Mensch kann mir sagen, er wüsste das nicht. Mit welchem Recht soll ich also dazu gezwungen werden solche Menschen zu subventionieren? Es ist Ihre Entscheidung, sie ist erwachsen und kann machen was sie will, das selbe gestehe ich mir allerdings auch selbst zu. Dir gefällt es nicht, dass sie in dieser komplett selbst verschuldeten Situation leben muss? Dann spende! Ich finde spenden toll (tue es selbst) und das beste ist, niemand wird gezwungen!

    Liebe Grüße
    Jasper

  4. Natascha 4 Wochen ago
    Antworten

    Liebe Leute,

    danke für eure zahlreichen Meinungen und Anregungen zu diesem Artikel, die mich hier in den Kommentaren, per Email und auch in persönlichen Gesprächen erreicht haben.

    Dass dieser Artikel einige Wellen schlagen würde, war mir vorher klar. Einige Argumentationsweisen waren ebenfalls vorherzusehen. Ich hatte mir allerdings eine Diskussion auf einer übergeordneten Ebene und nicht über vermeintliche Details erhofft. Auch hatte ich gehofft, dass das rhetorische Stilmittel der Übertreibung erkannt und die genutzten Extreme nicht als „Generalisierung“ abgestempelt werden würden. Da muss ich offensichtlich an meiner Schreib- und Ausdrucksweise feilen.

    Warum habe ich diesen Artikel geschrieben?
    Um einen Denkanstoß zu liefern. Mir geht es nicht darum, recht zu haben oder mir selbst auf die Schulter zu klopfen. Wenn man Inspiration liefern will, gibt es kein „recht haben“. Und ich weiß, was ich habe und was ich nicht habe und warum. Dafür brauche ich keine Blogartikel zu schreiben. Ich bin keine Narzisstin, deren Wohlbefinden und Selbstbewusstsein von den Urteilen anderer Menschen abhängt. Aus dem Alter bin ich glücklicherweise raus.

    Natürlich ist mir klar, dass es Menschen gibt, die aufgrund von Schicksalsschlägen nicht das Leben führen können, das sie sich wünschen würden. Mir ist auch klar, dass manche Menschen aufgrund gewisser Umstände übergewichtig sind und dagegen nicht viel tun können. Dass es solche Fälle gibt, ist doch wohl sonnenklar. Weiß das jemand nicht? Muss ich so etwas wirklich im Artikel erwähnen?! Und welchen Mehrwert liefern diese Information zum Thema persönliches Wachstum? Was lehrt mich das für die aktive Gestaltung meines eigenen Lebens? Nix. Denn solche Situationen liegen außerhalb unseres Einflussbereiches. Interessant wird es doch, wenn jemand etwas tun könnte, es aber nicht macht. Das ist doch unser Kontrollbereich. Darum geht es, wenn man wachsen und sich weiterentwickeln will. Und ich schreibe hier über Persönlichkeitsentwicklung und nicht über soziale Gerechtigkeit und persönliche Schicksalsschläge.

    Vielleicht ist auch alles, was ich geschrieben habe, vollkommener Unsinn und unser aller Leben wird eh von einer höheren Macht bestimmt. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass man gar nicht nach Leistung bezahlt wird und alles nur Zufall ist. Aber was, wenn nicht? Und was bringt mich weiter im Leben? Die Einstellung, dass alles Zufall ist und ich keine Macht über mein Leben habe? Oder, dass ich mein Leben beeinflussen kann? Womit erreiche ich mehr? Welche Einstellung ermöglicht mir ein glücklicheres Leben zu führen? Und wofür gibt es mehr Beweise: Für Zufall oder für Ursache und Wirkung?

    Ich glaube daran, dass Proaktivität Inaktivität schlägt. Ich glaube daran, dass wer sein Leben nach seinen Vorstellungen leben will, sich äußeren Umständen nicht ergeben darf. Warum glaube ich daran? Weil ich es doch jeden Tag sehe. Und weil die Alternative Ohnmacht wäre.

    Also: Warten oder machen? Ergeben oder gestalten? Treiben lassen oder paddeln? Dein Ziel ansteuern oder schauen, wo du rauskommst?

    Wenn du mit deinem aktuellen Leben zufrieden bist, ist doch alles wunderbar! Wenn du aber unzufrieden bist, könnte es durchaus Sinn machen, die eigenen Denk- und Verhaltensweisen zu reflektieren und zu analysieren. Klar kann man alles auf das unfaire Unternehmen, den unfähigen Chef und das ungerechte System schieben. Vielleicht ist das ja auch so! Und nun? Bringt dich das wirklich weiter? Oder hat dich diese Denkweise vielleicht genau dahin gebracht, wo du aktuell stehst (nochmal: Ich rede hier NICHT von Schicksalsschlägen!)? Kannst du das Unternehmen ändern? Nein. Kannst du deinen Chef ändern? Nein. Kannst du das System ändern? Nein. Kannst du dich ändern? Ja! Kannst du dich selbst in eine bessere Situation bringen? Ja, verdammt! Wer soll es denn sonst tun?! Diese Dinge liegen innerhalb deines persönlichen Einflussbereiches.

    Es geht darum vom Akzeptieren ins Handeln zu kommen und sich äußeren Umstände nicht zu ergeben. Auszubrechen, aufzubrechen, Neues zu erkunden, lösungsorientierte Fragen zu stellen anstatt problemorientiert zu denken. Von „Ich werde nicht leistungsgerecht bezahlt“ hin zu „Vielleicht ja doch? Wie kann ich meinen Wert steigern? Würde ein zusätzliches Studium mich weiterbringen? Oder ein Side-Business?“. So kommt das Hirn doch erst in Schwung und nur so kannst du deine Situation verbessern. Diese Arbeit wird dir niemand abnehmen.

    Ach so: Wer wirklich glaubt, dass mir alles zugeflogen ist, den lade ich gerne mal auf ein alkoholfreies Bierchen ein, um ihm ein umfassendes Bild von meinem Leben der letzten 8 Jahre zu geben. Davon, wie viel Zeit und Mühen ich in meine Projekte stecke, welche Fails ich hinter mir und noch vor mir habe, wie oft ich wieder aufgestanden bin und welche Opfer ich jeden Tag bringe. Und das sogar gerne. Und dann werde ich ihn fragen, was es ihm bringt, zu denken erfolgreiche Menschen hätten immer nur Glück im Leben gehabt. Und, ob die Frage, die ihn weiterbringen würde, nicht etwa lautet: Wie machen die das? Wie haben sie das geschafft und was kann ich von ihnen lernen?

    Viele Grüße
    Natascha

    • Pepsi_schäumt 4 Wochen ago
      Antworten

      Ich bin völlig einverstanden damit das sich Menschen nicht ausgeliefert oder als Getriebene fühlen sollten. Jeder sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten alles tun um sein Leben zu gestalten. Das Gefühl der Ohnmacht lähmt Körper und Geist. Aktives Handeln ist aber kein Garant für Erfolg.

      Es ist nicht fair die Verantwortung für das Gelingen seiner Bemühungen auf den Einzelnen abzuwälzen. „Zufall oder Ursache und Wirkung“ ? Das schließt sich leider nicht aus. Die Ursache kann auch ein Zufall sein. Vielleicht sind wir alle nur Narren des Zufalls. Deshalb kann ich Dir einfach nicht zustimmen, das man sich nur genug bemühen muss um seine Ziele zu erreichen.

      Gehen wir mal weg von der Krankenschwester oder Altenpflegerin: wie erklärst Du denn das Frauen in DAX Vorständen noch immer unterrepräsentiert sind, das die Gehälter und Löhne von Frauen generell noch immer niedriger sind als die von Männern in vergleichbaren Positionen?
      Natürlich arbeiten wir weiter daran und werden die Gleichstellung auch irgendwann erreichen. Viele der Frauen die dafür kämpfen, werden das aber gar nicht mehr erleben. Und ja, für die betroffene Frau ist das ein Zufall, denn zufälligerweise wurde sie als Frau und nicht als Mann geboren.
      Trotzdem – Aufgeben ist keine Option.

  5. Ach nö... 1 Monat ago
    Antworten

    Hallo Natascha,

    Ich habe mich gewundert was Du da schreibst, denn ich bin nur Vernünftiges und intelligent Durchdachtes von Dir gewohnt.
    Dein Artikel liest sich wie FDP Wahlwerbung.
    Und Trump würde deinen Thesen definitiv auch zustimmen… American Dream und so…

    Aber Ernsthaft, dieses „Jeder ist seines Glückes Schmied“ – und man kann alles schaffen, wenn man sich nur genügend reinhängt dürfte vielen weniger Priveligierten zynisch vorkommen. Und ist meines Erachtens nach auch an der gesellschaftlichen Realität vorbei. Da haben andere Kommentatoren viele Beispiele gebracht (Pflegeberufe, Alleinerziehende, Kranke, Menschen mit Migratonshintergrund, Menschen aus sozial schwachen Familien usw)

    Das Leben läuft auch nicht für Jede/n so gradlinig, dass sie sich nur auf das Erreichen Ihrer beruflichen Ziele fokussieren können.

    Jeder sollte sich reinhängen – und Jammern hat noch niemandem geholfen, da bin ich ganz bei Dir.
    ABER sich über Andere zu echauffieren, sie aufgrund Ihrer Lebenssituation abzuwerten, um sich dadurch selbst besser zu fühlen. (ICH habe das ja schließlich verdient).. Sorry aber das geht gar nicht!!!

    • Natascha 1 Monat ago
      Antworten

      Liebe(r) „Ach nö“,

      bitte zitiere, wo ich mich über andere echauffiere. Danke.
      Achso, und dann wäre es noch toll zu erfahren, wie du zu der Behauptung kommst, ich würde mich dadurch (wodurch auch immer) besser fühlen. Kennst du mich? Woher willst du wissen, wie ich mich fühle? Und woher nimmst du dir das Recht über mich zu urteilen?

      LG Natascha

    • Martin 4 Wochen ago
      Antworten

      Hi, Ach Nö,

      sorry wenn ich hier auch nochmal reinpolder.

      Du schreibst, das es vielen weniger „Priviligierten“ zynisch vorkommen könnte, dieser Artikel.
      Finde ich gar nicht.

      Mein Vater kommt aus einer unterprivilegierten Familie, ich selbst komme aus einem einfachen Mittelstand. (hat sich mein Vater aufgebaut)
      JEDER!!! kann seine Situation ändern.
      Das Thema Pflegeberufe etc. kann ich auch nicht mehr hören, genauso wenig das Thema Hartz 4… Um es mal so zu sagen. Jeder Mensch wird Dumm geboren, was man daraus macht, liegt an jedem Einzelnen selbst und ob er den Mut hat, die Arbeit auf sich zu nehmen.

      Vielleicht hat man Nachteile im Start des Lebens, wenn man in eine Hartz 4 Familie geboren wird, das kann sein. Aber letztendlich entscheidet man selbst, wie sehr man in der Schule aufpasst, welche Vorstellungen man annimmt, welche Ziele man für sich definiert. Die Ausrede, ich komme aus einem schwierigen Umfeld, lasse ich bei keinem durchgehen.

      Auch das Problem mit den Pflegekräften unterstütze ich nicht.
      Ja sie verdienen zu wenig, seh ich auch so. Aber solange das Leute für so wenig Geld machen, sorry, selbst schuld! Gerade bei den Pflegekräften haben nicht die Arbeitgeber den längeren Hebel, sondern die Arbeitnehmer. Dies wird nur nicht ausgenutzt, weil alle Angst haben, etwas zu ändern.

      • Sparkojote 2 Wochen ago
        Antworten

        Hallo Martin,

        Vergiss bitte nicht, heutzutage hat doch gefühlt jedes zweite Kind ADHS diagnostiziert 😉 (Irnoie off)

        Um zurück aufs Thema zu kommen, ich stimme den meisten Dingen zu, dass man des Glückes eigener Schmied ist. Ich wohne zwar in der Schweiz bin aber selbst die erste Generation die hier geboren ist, arm waren wir nie und reich auch nicht. Ins Gymnasium habe ich es nicht geschafft (Aufnahmeprüfung verhauen), hab dann eine Ausbildung gemacht bei einer Grossbank mit entsprechend gutem Zeugnis, und siehe da die Grundpfeiler sind gemacht.

        Soll mir keiner Erzählen es ist schwer, das zu erreichen was man will. Ich denke nur die meisten haben keinen Willen und Ehrgeiz um Schweiss und Arbeit in ihre Ziele zu stecken, vor allem in der heutigen Gesellschaft in der alles jetzt und sofort da sein muss, deshalb direkt den neusten Benz auf Kredit/leasing.

        Grüsse
        Thomas

  6. Lars Hattwig 1 Monat ago
    Antworten

    Hallo Natascha,

    ein richtig guter Artikel, der den Punkt trifft. Leider verstehen die meisten Leute nicht, dass man in etwa so viel Geld erhält wie man für andere Menschen nutzen stiftet. Wer lediglich das anbietet, was viele andere auch anbieten können, wird auch nur durchschnittlich bezahlt werden. Daher sollte das Ziel sein, sich ständig weiterzuentwickeln und seinen eigenen Wert für den Markt steigern.

    Viele Grüße
    Lars

  7. Silke 1 Monat ago
    Antworten

    Moin,
    Nun will ich mich als stille Mitleserin auch mal zu Wort melden.
    Ich finde, das du mit deinem Artikel recht hast. Jeder ( fast ) verdient, was er verdient. Und ( fast ) jeder ist seines Glückes Schmied. Ich verdiene nicht sehr viel pro Stunde. Ca. 11,50€ als Bäckereifachverkäuferin. Na und, mir reicht das. Ich leiste mir kein Auto, einfach weil ich keines brauche. Ich arbeite in dem selben Dorf, in dem ich wohne. Alles prima mit dem Rad zu erreichen. Außerdem gibt es eine gute Bahnanbindung, denn ich wohne direkt zwischen Bremen und Oldenburg. Ich rauche nicht und gebe kein Geld für unnützes aus. Ich bin also rundum zufrieden. Gesundheit kann man eh nicht kaufen. Unser Häuschen ( wörtlich zu nehmen ) ist abgezahlt. Vielleicht hätte ich mehr verdienen können, wenn ich mein Abitur nachgeholt hätte und studiert hätte, hätte, hätte. Aber damals habe ich den Arsch nicht hochbekommen. Meine eigene Schuld. Da muss ich jetzt nicht neidisch sein auf andere, die sich ins Zeug gelegt haben. Außerdem wäre es dafür nie zu spät.
    Nur bei den Pflegeberufen, die haben wirklich die Arschkarte gezogen. Ich ziehe meinen Hut vor denen, die diese , wirklich harte, Arbeit verrichten, für so wenig Geld. Aber sie haben, meiner Meinung nach, einfach keine Lobby. Keiner will mehr für Pflege zahlen. Aber brauchen werden wir sie irgendwann. Da würde nur helfen, wenn alle in den Pflegeberufen arbeiten, ihre Arbeit niederlegen. Sozusagen ein Generalstreik. Aber das mag wohl auch keiner tun, weil da ja hilfsbedürftige Menschen an der anderen Seite stehen. Für viele sind diese Berufe auch eine Berufung, was aber nicht ausgenutzt werden darf.
    So, das sind meine Gedanken zu dem Thema.
    Einen schönen Abend noch.
    Im Übrigen lese ich deinen Blog sehr gerne. Danke für die vielen Denkanstöße.

  8. uschi 1 Monat ago
    Antworten

    hallo Natascha, diesen blog empfinde ich als zynisch. und zwar genau dieses Beispiel der Mitarbeiterin in einem Fastfood. Hast du jemals überlegt wer da eigentlich arbeitet? ich kann es dir sagen- z.b die alleinerziehende Mutter, die die flexiblen Arbeitszeiten braucht, weil die Kinderbetreuung zu kurz ist, der oder die Menschen mit Migrationshintergrund, die einfach keine andere Arbeit finden, Studenten, die ihr Bafög aufbessern, usw usw. .
    Ein bisschen sozialpolitisches Denken solltest Du Dir wirklich aneignen. Es gibt in diesem Land sehr sehr viel Ungerechtigkeit und selbst-unverschuldete Lagen, in denen die Leute ums Überleben kämpfen müssen. Das ist natürlich nicht Deine Zielgruppe, aber eine derartige Wertung ist einfach fehl am Platz. Dass Du z.b. in dem Interview dem Statement von Frau Abert nicht widersprochen hast, hat mich auch aufhorchen lassen. Sie meinte doch tatsächlich, dass man hier im Notfall eine ausreichende soziale Abfederung hat, und damit kein Risiko. Wie realitätsfern ist das denn?
    Nix für Ungut, wie wir in Bayern sagen,
    Uschi

    • Simon 4 Wochen ago
      Antworten

      Gerechtigkeit ist ein Mythos und ein ewiges Bestreben. Diesen Zustand hat es noch nie gegeben. Aber wie du es geschrieben hast.. du verdienst, was du verdienst, entsprechend sind auch die Ansprüche in Bezug auf die Qualifikation. Bildung ist in unserer Gesellschaft nun mal das a und o für ein gutes Salär mit ein paar Ausnahmen.

      Das schwächste Tier in der Herde ist nun mal zumeist das Opfer eines Löwenangriffs. Ein Vorteil einer Person beruht immer auf dem Nachteil einer anderen Person. Dies nennt sich Gleichgewicht und wird doch gerne mit Gerechtigkeit gleichgesetzt.

      Nun was ist Gerechtigkeit ? Gerechtigkeit ist ein subjektiver Begriff und ist ein Mythos. Das bedeutet er lebt von dem was die Gemeinheit vorgibt Gerecht zu sein. Was heute Gerecht ist kann in 20 Jahren schon wieder anders aussehen.

  9. Da mein Kommentar, als Antwort beim Hobbyinvestor ganz unten hängen geblieben ist… hier noch mal richtig:

    Ich bin auch der Meinung, dass man vieles zum Guten beeinflussen kann. Faule Säcke und Schmarotzer gehen mir auch gewaltig auf den Zünder – besonders wenn sie sich dann noch selbst bemitleiden und allen anderen die Schuld geben.
    Aber ganz so einfach wie im Artikel beschrieben funktioniert die Welt dann leider auch nicht! Das soll nicht heißen, dass man deswegen von vorn herein nicht nach Größerem streben sollte aber einiges liegt dann doch ganz weit außerhalb des Beeinflussbaren! Trotzdem sollte man natürlich weiter kämpfen.
    Die Pauschalisierung gefällt mir aber nicht! Das Thema muss man viel umfassender betrachten als hier geschehen. Ist aber wahrscheinlich auch ein Fass ohne Boden…
    Ungerechtigkeit spielt in dem Themenkomplex eine ganz große Rolle. Diese hat mich auch immer wieder zur Verzweiflung gebracht und wird es wohl immer mal wieder tun. Und das sage ich, obwohl es mir sehr, sehr, sehr gut geht. Das habe ich mir hart erarbeitet aber es waren auch manchmal glückliche Begleitumstände im Spiel. Ich habe Leute gesehen, die meinen Status mindestens genauso „verdient“ hätten aber auf der Strecke geblieben sind. Fehler konnte ich bei den anderen nicht erkennen. Ist das nun gerecht???

    Ob sich die Denkweise aus dem Artikel hält, wenn man schwerkrank daniederliegt und sich völlig unterbezahlte Pflegekräfte um einen kümmern? Denkt man dann immer noch: Gott musst du (Pfleger/Pflegerin) blöd sein, diesen Beruf auszuüben? Oder empfindet man das in solchen Momenten als unbezahlbar? Es kommt eben auch auf die Betrachtungsweise an und die Wahrheit liegt wie immer irgendwo zwischen den Meinungen.

  10. Ruben 1 Monat ago
    Antworten

    Hallo,

    Ich denke ebenfalls es ist nur die halbe Wahrheit. Es gibt sicherlich eine Range für jeden Menschen, das Maximale oder das was dafür gesehen wird zu erreichen oder gar keinen Eifer, Ehrgeiz und Willen zu haben und gar komplett abzustürzen.
    Es gibt aber auch so viele Einflüsse wie Herkunft, soziales Umfeld, Gesundheit, Glück und Intelligenz so dass nicht jeder alles erreichen kann. Natürlich gibt es immer wieder prominente Beispiele, die es dann trotz gewisser oder gar wegen grosser Widerstände es zu grossen Erfolg gebracht haben. Meist liegt dann doch irgendeine besondere Begabung vor.
    Allen anderen kann dann jedoch nicht im Umkehrschluss mangelnden Ehrgeiz vorgeworfen werden.
    Da ich selbst körperlich chronisch krank bin, weiss ich um beide Seiten, Gesunde können sich ein Leben mit Einschränkungen nicht wirklich vorstellen.
    Wenn es im Leben besonders gut gelaufen ist neigt man denke ich dazu, es ausschließlich der eigenen Leistung zuzuschreiben.
    Es ist selbstverständlich, alles tun zu können. Ich hätte mir diese Einschränkungen vorher auch nicht vorstellen können und mit das schlimmste ist keinen Sport mehr ausüben zu können.
    Ich versuche auch täglich das Beste aus meinem Leben zu machen, bin schon oftmals über mich hinausgewachsen und habe tlw. Gesunde „überholt“. Viele körperliche Einschränkungen kann ich mit Ehrgeiz, Fleiss, und ein wenig Grips wieder wettmachen, habe letztes Jahr eine Gehaltserhöhung bekommen und kann dadurch immerhin 1000-1500 Eur monatlich auf die Seite legen. Ich kenne aber auch Personen, die körperlich selbst das nicht mehr können und mit eisernen Willen nur 3 Arbeitsstunden durchstehen, nur weil sie noch arbeiten und unter die Leute kommen wollen.
    Ab einem gewissen Punkt bekomme ich meine körperlichen Grenzen und das obere Ende der Range meiner Möglichkeiten zu spüren.
    Bitte nicht falsch verstehen: Leistung soll belohnt werden und jeder sollte nach seinen Möglichkeiten das Beste für sich und die Gesellschaft leisten. Mit grossem Ärger schaue ich auf einen Jugendfreund, der eine aussichtsreiche Lehre abgebrochen, viele Jahre auf unser aller Kosten gelebt und sich nun in Jobs für Ungelernte wieder gefangen hat. Er hatte körperlich und geistig alle Möglichkeiten und war einfach nur „satt und bequem“. So mancher Flüchtling weiss bedeutend mehr, welche Chancen und Privilegien er bereits geniesst oder geniessen könnte und gibt entsprechend Gas. Ob jedoch aus einem Kriegsflüchtling, der mit 15 hier ankommt und tlw. nicht lesen oder schreibem kann noch ein Dax Vorstand wird, wage ich zu bezweifeln, womit wir wieder bei den Möglichkeiten sind. Es ist ja nur ein geringer Prozentsatz der Weltbevölkerung der solche Chancen wie hierzulande ergreifen kann.

    Deshalb sollte jeder nach seinen Möglichkeiten stets nach Vorne blicken und soweit es geht die grossartigen Chancen hier nutzen. Personen die das aus welchen Gründen auch immer ebenfalls wollen jedoch wirklich nicht (mehr) können sollten nicht fallen gelassen und eines Menschen würdig unterstützt werden. Man kann oftmals einiges tun, dass man auf der Sonnenseite des Lebens und in einer angenehmen gesellschaftlichen Schicht bleibt, aber letztlich sollte man sich nie in der 100%tigen Lebenskontrolle wägen und dankbar sein für das was man hat.

    Ansonsten ist es natürlich ein treffliches Thema, um stundenlang mit Freunden zu diskutieren. Jeder wird nach seinen eigenen Erfahrungen entsprechend argumentieren und sich im Recht fühlen:-)

    Viele Grüsse
    Ruben

    • Hi,

      danke auch für deine Erfahrungen aus dem echten Leben und Hut ab, dass du dich nicht unterkriegen lässt. Stark!

      Alles Gute!
      Vincent

  11. Pepsi_schäumt 1 Monat ago
    Antworten

    Oijoijoij, hier kommen wir nicht zusammen.

    Ich stimme Dir zu das jeder für sich selbst Verantwortung übernehmen muss soweit er oder sie das kann. Eigentlich selbstverständlich und manchmal muss man das auch mit Nachdruck einfordern. Es ist richtig das jemand der Pommes frittiert nicht soviel verdienen kann wie Bill Gates. Unterschiede bei Vermögen und Einkommen werden immer da sein und Neiddiskussionen sind unnütz.

    Es gibt aber in jeder Gesellschaft Schwache die sich nicht einfach durchboxen können. Egal welcher Gesellschaftsschicht sie angehören oder wie hoch ihr Vermögen ist. Nun ja, die Schwachen sind wahrscheinlich nicht Deine Zielgruppe. Trotzdem, einfach zu sagen „Hey kneif mal die Arschbacken zusammen und komm in die Pötte, dann wird das auch was“ ist gedankenlos .

    Das Leben ist nicht fair. Es ist nicht fair zu behaupten das jeder seines Glückes Schmied oder eben ein Versager ist. Es wäre auch nicht fair Dir zu sagen, „Natascha, Du hast aber Glück gehabt“. Nein, Du hast auch Können und Einsatz gezeigt. ABER Du hast auch Glück gehabt. Anderen hat genau das Quentchen Glück gefehlt. (in the right place at the right time)

  12. Martin 1 Monat ago
    Antworten

    Klasse Artikel.
    Mein Motto ist ja auch „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“

    Viele jammern rum, oder sagen, das etwas nicht geht. Wenige versuchen aktiv etwas an ihrem Leben zu ändern. Für viele ist es einfach zu anstrengend, halt mal ein paar Jahre härter zu arbeiten.

    Viele sehen nicht ein, warum sich der Erfolg nicht sofort einstellt, sondern teilweise erst nach Jahren. Also versucht man es gleich gar nicht, sieht dann aber mit Neid auf diejenigen, welche durchgehalten haben und letztendlich die Früchte ihrer harten Arbeit ernten können.

  13. Rhea 1 Monat ago
    Antworten

    Grundsätzlich interessante Gedanken über Angebot/Nachfrage.

    Was ich schon etwas problematisch finde, sind die Vergliche zwischen Geld und Gewicht. Die meisten Menschen, die mehr wiegen, tun es nicht, weil sie am Sofa liegen und Chips futtern, und es würde allen von uns, die von Gewichstdiskriminierung betroffen sind helfen, wenn man all die Vorturteile nicht ständig wiederholt.

    Es gibt viele Gründe für Gewichtszunahme wie Essstörungen, Despressionen, Hormonstörungen, Diäten und ihre Spätfolgen usw, und selbst wenn man geheilt wird, heißt das nicht, dass man automatisch abnimmt. Davon abgesehen gibt es viele gesunde Dicke , die auf ihre Gesundheit achten, und ungesunde Dünne. Als jemand, die ihr Leben lang mit Essstörungen und PCOS gekämpft hat und es geschafft hat, beides zu besiegen (und trotzdem nicht dünn bin), tun mir solche Vergleiche echt weh, und ich bitte ich dich, da in Zukunft ein bisschen diferenzierter zu denken und zu schreiben.
    Danke 🙂

    Ansonsten, wie gesagt, interessanter Denkansatz.

    • Lena 1 Monat ago
      Antworten

      Hallo Rhea.
      Übergewicht entsteht, wenn man dem Körper mehr Energie zuführt, als er benötigt, denn dann muss er die überschüssigen Kalorien einlagern – Fett ansetzen. Das kann passieren, wenn man über einen sehr langen Zeitraum eine Banane mehr als nötig am Tag isst und dies nicht weiter ausgleicht – die 200 kcal mehr pro Tag summieren sich zu einem kg Fett (7000 kcal). Geht das endlos, nimmt der Organismus laufend einen Kilo zu. Man kann auch übergewichtig werden, wenn man sich also mit sehr gesunden Lebensmitteln dauerhaft – selbst sehr leicht – überisst und dies nicht wieder ausgleicht (z.B. durch Bewegung oder Weglassen von Kalorien am nächsten Tag.) Wer also übergewichtig ist, hat über einen bestimmten Zeitraum mehr Energie zugeführt, als er verbraucht hat, in der Regel durch zu wenig Bewegung und zuviel Zufuhr. Das ist keine Diskriminierung oder ein Vorurteil, sondern es sind physikalische und physiologische Vorgänge, die auf unseren Naturgesetzen beruhen.

      Es gibt leider auch keine gesunden Dicken. Jeder übergewichtige (und auch untergewichtige) Mensch trägt ein höheres Risiko für weitere Erkrankungen und wird früher oder später krank. Eine der vielen Studien, die dies belegen, ist: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24297192

      Ich kann dir „Fettlogik überwinden“ von Nadja Herrmann dringend ans Herz legen: Sie hat in ihrem Buch mit den gängigen Vorurteilen und Halbwahrheiten mit Studien aufgeräumt. Sie selbst hat mit PCOS und Schilddrüsenunterfunktion von ca. 150 kg auf nun ca. 65 kg (Normalgewicht) abgenommen. Auf ihrem Blog (Fettlogik.wordpress.com) kann man viele interessante Geschichten lesen, bei denen Menschen mit den verschiedensten Krankheiten abgenommen haben und durch ihr Buch motiviert wurden, ihre Denkfehler zu überwinden.

      Die psychischen Komponenten, die mit Essen und Gewicht einhergehen, sind natürlich komplexer. Das mit deiner Essstörung tut mir leid, freue mich aber, dass du das hinter dir lassen konntest.

      Viele Grüße,

      Lena

      • Rhea 1 Monat ago
        Antworten

        Liebe Lena,

        du bist leider nicht auf dem aktuellen Stand der Dinge.
        Erstens ist der Körper kein mechanischer Verbrennungosfen, also ist die Kalorien rein/Kalorien raus-Theorie relativ problematisch. Zweitens ändert sich der Energiebedarf nicht nur von Tag zu Tag, und man kann den wirklichen Kaloriengehalt eines Lebensmittels neuesten Untersuchungen nach nur sehr grob schätzen. Davon abgeshen ändert/verlangsamt sich der Stoffwechsel zB nach Diäten, was auch der Grund ist, warum man nach einer Abnehmaktion meist mehr wiegt als vorher.
        Was man auch nicht vergessen darf, ist die Verbindung von Gewicht und Hormonen bzw. und Gewicht und Psyche. So neigen Menschen, die Gewalt und Traumata erfahren haben, dazu, mehr zu wiegen als andere.

        Es gibt sehr viel neues Material auf dem Gebiet, dass dem „bekannten Wissen“ zum Thema wiederspricht.
        Eine wunderbare Liste mit aktuellen Resourcen findest du hier: http://www.trutv.com/shows/adam-ruins-everything/blog/adams-sources/adam-ruins-weight-loss.html

        Wenn es dich interessiert, kann ich Dir auch die Bücher von Dr. Linda Bacon, Dr. Achim Petters oder Dr. Gunter Frank und den Ted-Talk von Dr. Sandra Amodt ans Herz legen.

        Dass dicke Menschen tendenziell ein höhreres Risiko für gewisse Krankheuten haben, stimmt, aber auch da sind Ursachen und Zusammenhänge oft noch nicht eindeutig geklärt.
        Die Studie, die du gepostet hast, kenne ich, es gibt aber auch andere, die zu anderen Schlüssen kommen. Das Problem der von dir zitierten Studie ist, dass sie nur auf das Gewicht schaut, und nicht auf andere Faktoren, zB die Auwirkungen von Depressionen, Essstörungen und Diäten, (viele dicke Menschen sind oft auf DIät, und die medizinsichen Folgen von YoYo-Diäten sind gut dokumentiert – zB http://www.npr.org/sections/health-shots/2017/05/01/526048767/-yo-yo-dieting-poses-serious-risks-for-heart-patients).

        Nadja Hermann kenne ich, bin aber aus diversen Gründen ausgesprochen skeptisch. Man spricht von einem wirlichen Abnehmerfolg, wenn jemand fünf Jahre sein erreichtes Zielgewicht hält. Das ist bei ihr noch nicht der Fall, insofern finde ich es nicht sonderlich seriös, wie sie sich vermarktet. Radikal abnehmen können viele. Das Halten ist die Herausforderung. Außerdem scheint sie die Prinzipien von Body Positivity/Fat Accepance, gegen die sie jetzt kämpft, von Anfang an falsch verstanden zu haben (es gibt noch andere Gründe, warum ich da sehr skeptisch bin, aber das führt jetzt zu weit …)

        Versteh mich nicht falsch, ich bin durchaus eine Verfechterin von Bewegung und gesundem Lebensstil. Als jemand, die sich seit mehr als einundhalb Jahrzehnten mit dem Thema Body Positivity beschäftigt, finde es aber sehr wichtig, dieses komplexe Thema möglichst informiert und differenziert zu behandeln 🙂

        • Lena 1 Monat ago
          Antworten

          Hallo Rhea,
          soweit ich das beurteilen kann, sind das keine medizinischen Seiten, die du verlinkt hast und auch keine offiziellen wissenschaftlichen Auswertungen, sondern mediale Verarbeitung. Über konkrete Studien würde ich mich freuen. http://bit.ly/2f6Bziq Ich finde es auch sehr wichtig, dieses Thema möglichst informiert und differenziert zu behandeln, deswegen ist es ja so wichtig, über diese Desinformationen aufzuklären. Zumal Übergewicht sehr gefährlich ist.
          Rhea, es stimmt, man kann den Bedarf und die Energiemenge von Lebensmitteln nicht auf die Kalorie genau messen. Ein KG Fett z.B. enthält bspw. zwischen 6.264 und 8.091 kcal. Deswegen geht man bei Berechnungen und Planungen von der Näherung 7000 kcal aus. http://bit.ly/2xuzur1
          Ich denke, im gewissen Sinne, kann man unseren Körper schon als eine Art Maschine begreifen: wir haben für alle Organe bestimmte Normwerte, bei deren Abweichungen wir den Arzt konsultieren müssen, und auch die Stoffwechselvorgänge sind identisch, nicht nur vergleichsweise unter uns Menschen, sondern sogar unter Tieren. Eine kleine Übersicht findet sich hier: http://bit.ly/2xb0fRz (das darf man für Prüfungen in Biochemie auswendig lernen.) Überlastet man diese „Maschine“ dauerhaft, wird sie Schäden davon tragen, z.B. verliert ein druck- und volumenbelastetes Herz schon nach wenigen Jahren (!) seine Leistungskraft. Das und noch viel mehr führt zu einer geringeren Lebenserwartung http://bit.ly/2xeCpC6. Wären die Vorgänge im Körper weder mess- noch normierbar, könnten gar keine Medikamente verschrieben und dosiert werden und weder Mensch noch Tier könnten bei irgendeiner Krankheit behandelt werden. Ich finde es in Anbetracht dessen, dass wir uns in einem Zeitalter befinden, in der präzise Forschung etabliert ist und erfolgreich angewandt wird, sehr befremdlich, sowas zu lesen?
          In der Tat sind die Komponenten von Psyche und Essverhalten komplexer als die rein physikalisch und physiologischen Aspekte und noch nicht vollständig geklärt (so ist z.B. noch nicht sicher, ob Depressionen zum Überessen führen, oder das Übergewicht zur Depression.) Das liegt daran, dass der Essvorgang an unser mesolimbisches System gekoppelt ist.
          Etwas schmunzelnd lese ich den Satz: „So neigen Menschen, die Gewalt und Traumata erfahren haben, dazu, mehr zu wiegen als andere.“, denn nahezu alle Anorexia nervös-Patienten sind Opfer von Traumata.
          Okay, dann warten wir noch die nächsten zwei Jahre ^^
          Viele Grüße,
          Lena

        • eki. 4 Wochen ago
          Antworten

          Hallo Rhea,
          mit der Gewissheit, dass ich mich hier stark bei dir unbeliebt machen werde: du jonglierst hier mit völligem Unwissen. Tatsache ist, was Lena geschrieben hat ist korrekt. Du solltest vl deine Ernährung hinsichtlich Energiebilanz mal überdenken und neu ausrichten.

  14. Lars Wrobbel 1 Monat ago
    Antworten

    Hi Natascha,

    ein sehr guter Artikel und auch ich habe das zugegebenerweise lange Zeit nicht verstanden. Als der Groschen aber einmal fiel, war die Sache eigentlich klar und alles hing nur noch von persönlichem Einsatz und Durchsetzungswillen ab.

    Viele Grüße

    Lars

  15. Stefanie 1 Monat ago
    Antworten

    Liebe Natascha,

    ich denke, dass jede, die ehrlich die Ergebnisse ihres Lebens betrachtet, zu dem Schluss kommen kann, dass es letztlich die eigenen Entscheidungen sind, die sie dahin gebracht haben, wo sie jetzt ist.

    Stefanie

  16. Sonja 1 Monat ago
    Antworten

    Liebe Natascha, ich bin seit über einem Jahr eine treue Leserin deines Blogs und habe auch dein E-Book gekauft, aber mit diesem Eintrag hast du mich ziemlich enttäuscht. „Du verdienst, was du verdienst“ – aha. Dass soziale Berufe gnadenlos unterbezahlt sind, sollte in einem gut argumentierten Artikel meiner Meinung nach genauer beleuchtet werden, anstatt es nur – der Vollständigkeit halber – in einem Nebensatz zu erwähnen. Die Lohnungleichheit in Deutschland ist riesig. Nehmen wir zum Beispiel den Konzernchef, der etwa 350mal so viel verdient wie ein VW-Arbeiter am Band. Verdient er da wirklich? Leistet der 350 mal so gute Arbeit? I doubt it.

  17. Lena 1 Monat ago
    Antworten

    Ich finde das auch richtig, auch wenn es z.T. „hart“ klingen sollte. Denn bricht man es wirklich runter, dann kann man das nicht logisch begründen. Z.B: X und Y versuchen sich am Projekt Z. X hat Erfolg und Y nicht. Jetzt sagt, X, es sei unfair und man müsse für mehr Gerechtigkeit sorgen (eine endlose Schleife, denn selbst in der gerechtesten Welt kommen Menschen hübscher, reicher, talentierter als andere zur Welt. Deswegen werden einige Parteien, egal, wie die Lage im Land ist, mit dieser Phrase werben). Die zentrale Frage aber ist: Warum ist X erfolgreicher als Y?
    Dass es nicht am Äußeren (Haarfarbe, Hautfarbe, …) liegt, hat hoffentlich jedermann mittlerweile verstanden. Hier werden dann die Meisten sagen, es sei Glück, Zufall oder Pech und dann denken sie nicht weiter darüber nach. Aber in Wahrheit liegt es daran, dass Y etwas anders gemacht als X und X diese Vorgehensweise theoretisch – mit Mühe oder nicht, meistens mit Mühe 😉 – nachahmen kann.
    Ich finde es so erschreckend und irrational, dass Menschen bei der Erklärung „Glück, Zufall oder Pech“ stecken bleiben und das nicht hinterfragen. Vor allem, weil diese „Begründung“ total unbefriedigend ist und man sich doch schlecht und ohnmächtig fühlt. Dass man hier verharren will, ist ab dann übrigens eine ganz bewusste Entscheidung!

    Gut, dass Du das Thema Übergewicht kurz ansprichst. Hier wird diese Farce viel deutlicher, weil man mittlerweile die Mechanismen der Naturgesetze kennt, rational beweisen kann und es kein Zweifel mehr an ihrer Gültigkeit gibt. Nichts anderes ist Über-, Unter- oder Normalgewicht: Mehr, weniger oder ausgeglichene Energiezufuhr, als der Körper benötigt. Jedes Lebensmittel hat einen bestimmten Energiegehalt, den man mithilfe der Kalorimetrie völlig rational und objektiv messen kann. Auch der Bedarf eines Organismus und Körpers (hier gilt, je kleiner der Organismus, desto weniger Energiebedarf hat er, und je mehr „energieverbrauchende“ Organe / Organellen in seinem Körper sind, wie z.B. Muskeln, desto mehr Energie braucht er.) lässt sich völlig rational und objektiv messen. Soll heißen, eine kleine Frau (Männer weisen aufgrund eines höheren Muskelgehalts alleine deswegen einen höheren Energieumsatz auf), die wenig Muskeln hat und sich wenig bewegt, kann tendenziell viel, viel weniger Energie aufnehmen – essen – , als ein muskulöser 2,00m großer Mann, ohne diese Energie im Körper einzulagern – Fett anzusetzen also. Essen also dieser Mann und diese Frau etwa 2000 kcal, dann verbraucht der Mann diesen Energiegehalt „schneller“ als die Frau, bei der ein gewisser Energiegehalt eingespeichert werden muss (weil – kein Verbrauch.) So entsteht Übergewicht.

    Soll heißen, mit Regulation kann man Übergewicht in jedem Fall entgegenwirken. (Dabei kann die kleine Frau ohne Bewegung nicht soviel oder mehr essen als der sportliche muskulöse große Mann – ja, „unfair“.) Selbst Genetik ändert nichts daran: Was bedeutet es, dass Gene Übergewicht prädestinieren? Die Gene steuern z.B. Appetit oder die Lust auf Bewegung. Auch Medikamente können Einfluss darauf haben. Wenn man das weiß, kann man Übergewicht aber verhindern, indem gezielt, meistens mit Mühe, auf die Energiezufuhr achtet (hier gilt auch wieder, dass einige mit größerer Mühe darauf achten müssen als andere – „unfair“). Bei vielen Krankheiten, die Übergewicht begünstigen, kann man wiederum mit Medikamenten gegensteuern – klassisches Beispiel, Schilddrüsenunterfunktion: sobald man die Medikamente nimmt, die diesen Prozess normalisieren, unterscheidet den kranken Organismus NICHTS mehr vom gesunden Organismus (deshalb ist es wirklich seltsam, dass Menschen mit dieser Krankheit und medikamentöser Behandlung die Schuld ihres Übergewichts auf diese Krankheit schieben?). Auch haben Wissenschaftler schon herausgefunden, dass Menschen mit dem FTO-Gen nur etwa 200 kcal mehr essen als Menschen ohne – das ist ca. eine Banane mehr pro Tag. Davon wird man nicht zwangsläufig fettleibig! (Über einen sehr langen Zeitraum und ohne Gegensteuerung allerdings schon 😉 )

    Also kurz, man kann IMMER etwas gegen Übergewicht tun (das Prinzip ist, den Energieverbrauch und -zufuhr im Gleichgewicht zu halten). Selbst wenn man krank ist, oder begünstigende Gene trägt, ist das kein Schicksal, das man hinnehmen muss. Auch die wissenschaftlichen Studien sind sehr eindeutig, was nicht überrascht, denn in unserem Universum herrschen überall die gleichen physikalischen Gesetze.

    Das Problem ist, dass Essen noch mit unserem mesolimbischen System (Emotionen) verbunden ist. Deswegen wird daraus so ein großes Trara gemacht, während die naturwissenschaftliche Komponente mit Ursache und Wirkung völlig eindeutig ist. Weil es auch Disziplin und Einschränkung bedeutet, also mit Mühe, essen die Menschen zu viel (zuviel Energiezufuhr) und bewegen sich zu wenig (zu wenig Energieverbrauch) und versuchen sich durch ihre selbst gewählte Opferrolle trotzdem nicht schlecht oder gar gut zu fühlen. (Instinktiv weiß aber jeder, dass eine Überbelastung des Körpers gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen MUSS.)

    Okay, was hat der Text mit dem von Dir Geschriebenen zu tun? ^^ Ich denke, unser Universum besteht aus bestimmten Gesetzen, die man befolgen muss (selbst beim Vermögensaufbau muss man „nur“ über langen Zeitraum dem gleichen Algorithmus folgen), um Erfolg, einen gesunden Körper, Vermögen usw. aufzubauen. Und das hat, davon bin ich FEST überzeugt, jeder in seiner Hand.

    Viele Grüße 🙂

  18. Garnix 1 Monat ago
    Antworten

    Guter und mutiger Artikel, den man so unterschreiben kann. In Ergänzung dazu aus meiner Sicht vielleicht noch folgende Anmerkungen quasi aus der Praxis in großen Unternehmen. Ja, es gibt riesige Gehaltsunterschiede auf inhaltlich und hierarchisch gleichen Position – locker plus/minus 100 Prozent. Nach meiner Beobachtung sind dafür drei Stellschrauen maßgeblich:

    1. Das Einstiegsgehalt – der letzte Mitarbeiter, den ich für eine Junior-Stelle eingestellt habe, wollte 40.000 Euro verdienen. Ich habe schwer mit den Augen gerollt, mit dem Kopf geschüttelt und „geht gar nicht“ signalisiert. Der Bewerber war total irritiert, weil er keine Ahnung von garnix hatte. Und blöderweise hatten wir Zeugen: die Personalabteilung hörte mit, der ich hinterher erklären musste, dass ich niemanden für das Geld einstelle und dass ich ihm gerne 65.000 Euro zahlen möchte. Hintergrund: es würde mich viel zu viel Kraft und Zeit kosten, ihn hinterher auf das richtige Gehalt hochzuziehen. Ist man erstmal angestellt, ist es in jedem Unternehmen ein großer Kampf und Krampf, größere Gehaltssprünge zu organisieren, weil alle im selben Boot sitzen und es Verteilungskämpfe gibt, die man mit einem hohen Einstiegsgehalt erstmal umgeht.

    2. „Marketing“: setzen wir mal voraus, dass man für gutes Geld gute Arbeit leisten muss, dann reicht das in der Regel noch nicht für größere Gehaltssprünge, wenn diese gute Arbeit nicht maximal vermarktet wird. Wenn man nicht bereits in höheren Managementgefilden unterwegs ist und noch keine gute Sichtbarkeit hat, dann muss man sich etwas einfallen lassen. Kollegen, die hierarchisch in sechster oder siebter Reihe stehen, laufen Gefahr nicht gesehen zu werden – im schlimmsten Fall, weil ihr Chef das gar nicht will. Das ist dann denkbar schlecht für große Gehaltssprünge. Manchmal fürchte ich, dass mehr als 50 % von großen Gehaltssprüngen Marketing ist.

    3. Eigenes Verhandlungsgeschick: ist man an Bord, dann ist man Teil wie bereits erwähnt am Futtertrog mit allen. Große Gehaltssprünge sind dann aus meiner Sicht nur möglich, wenn man besser und härter als viele andere Kollegen verhandelt. Das kann bis in die Bereiche von Erpressung gehen: man baut inhaltlich eine starke Position auf – ist quasi unersetzbar (ist man natürlich nie, aber man kann ja so tun) und droht dann zu gehen. Sehr riskant übrigens: klappt nicht so oft und erfordert ein ordentliches Maß an Zockerei und Brutalität. Das kann und will nicht jeder.

    Die gute Nachricht: aus meiner Beobachtung haben riesige Gehaltsunterschiede überhaupt nichts mit dem Geschlecht zu tun. Die Gehaltsfindungsprozesse sind in sich schlüssig. Und wenn ich treudoofbescheiden bin, mich im Vertrauen auf eine höhere Gerechtigkeit mit einem miesen Einstiegsgehalt abspeisen lasse, danach kein Marketing mache und nicht sehr nachhaltig bis brutal verhandele, kann ich auch nicht viel mehr als einen Inflationsausgleich erwarten. Dass das gerecht ist, würde ich nicht sagen – aber es ist zumindest in sich logisch.

    Zum Schluss noch einen Hinweis zum Einstiegsgehalt. Jeder Job hat sowas wie eine „Market Reference Zone“. Wenn ich zwei Bewerber habe, die grundsätzlich die gleiche Qualifikation haben, und der eine 80.000 und der andere 120.000 Euro fordert, gibt es eine Tendenz, den mit 120.00 Euro ernster zu nehmen. Seinen Wert zu kennen, hinterlässt schon mal den Eindruck von Kompetenz. Überziehe ich und habe ich eine Gehaltsvorstellung, die die „MRZ“ übersteigt, habe ich natürlich zu hoch gepokert und werde üblicherweise nicht eingeladen.

    • Emanuel 4 Wochen ago
      Antworten

      Hey Garnix,

      danke für deine Ausführungen und Einblicke. Ich kann deine Punkte alle unterstreichen.

      Auch ich muss mich in allen drei Punkten noch deutlich verbessern. Insbesondere in den starren Kostümen der Großkonzerne sind alle drei Punkte oftmals leider wichtiger als die eigentliche Leistung.

      Gruß,
      Emanuel

  19. Gudrun 1 Monat ago
    Antworten

    Hallo Natascha,
    Ich schätze Deine Seite sehr und auch in diesem Artikel gebe ich Dir zum Teil Recht. Gegen wissenschaftliche seriöse Ergebnisse und im dumpfen Fat-sharing bewegst Du Dich, wenn Du die These aufstellst, dicke Menschen würden mehr Chips und Pommes essen als dünne Menschen. Ja, wenn Du Dich auf Modemagazine und die Diätindustrie verlässt, wirst Du zu diesem Ergebnis kommen können. Wenn Du Dich mit der Wissenschaft zur Genetik von Gewichtsdisposition beschäftigst, würdest Du anderes lernen. Natürlich könnte auch eine versteckte Angst dahinter liegen, Deinen Körper irgendwann nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Wenn es das ist, wünsche ich Dir von Herzen, dass bei Dir auch wirklich immer alles nach Plan läuft.
    Viele Grüße Gudrun

  20. Investkinx 1 Monat ago
    Antworten

    Hallo Natascha,

    Der Beitrag wäre super für eine abendliche Diskussionsrunde mit Freunden. Im Grunde kann ich deine Aussagen zustimmen. Aber es klingt schon hart und ist im Einzelfall sicherlich nicht ganz zutreffend. Oft machen kulturelle oder regionale Bedingungen einen beträchtlichen Unterschied.

    Betrachten wir aber das große Ganze, dann läuft es genau darauf hinaus. Besonders schönes Beispiele kann man am Sport und Gesundheit vornehmen oder am Nutzen für die Menschheit. Wobei es auch hier Ausnahmen gibt.

    Letztendlich hat es jeder aber in der Hand sein Leben bestmöglich zu gestalten. Bist du zufrieden, ist alles gut. Solltest du unzufrieden sein, dann liegt es ganz allein bei dir, etwas zu ändern.

    Viele Grüße
    Chris

  21. Ex-Studentin 1 Monat ago
    Antworten

    Sehr direkter Artikel, dem ich aber zustimmen muss. Manches im Leben wird durch Glück und Pech beeinflusst. Steuern tut man sein Leben aber stets selbst.

    Letztens habe ich eine interessante Definition von „Neid“ gefunden: Man will alles Positive eines anderen, ohne das Negative in Kauf zu nehmen. Z.B. will man den finanziellen Erfolg eines Sängers oder Sportlers ohne die jahrelangen Bemühungen und den Stress dahinter.

    Viele Jobs sind trotzdem unterbezahlt, aber leider gibt es genug Leute, die den Job trotzdem für wenig Geld machen. In anderen Branchen und Wohnorten wiederum herrscht Personalmangel, sodass man als Bewerber mehr Auswahl hat. Ich bin z.B. 250km weit weg gezogen und hab dadurch viel bessere Jobchancen als auf dem Land. Aber den Schritt wollen viele Leute nicht gehen. Manche verdienen dadurch ggf. weniger, haben aber vielleicht ein besseres soziales Netzwerk und günstigere Immobilienpreise als ich im teuren Süden. Letztlich hat jeder die Chance in Deutschland, an sich zu arbeiten und ich kenne genug Fälle, wo Leute mit Hauptschulabchluss sich enorm hochgearbeitet haben. Wenn irgendwann keiner mehr LKW fahren will, müssen Arbeitgeber mehr zahlen und sich um die Bewerber reißen (in der Theorie).

  22. Hobbyinvestor 1 Monat ago
    Antworten

    Hi,
    das ist ganz schön hart an der Grenze des guten Geschmacks. Welche Laus ist dir über die Leber gelaufen?
    Sicherlich ist nichts dagegen zu sagen, dass sich Leistung lohnen muss. Und Jemand der aus der Masse herhaussticht darf auch gerne in Reichtum leben.

    Aber was hat die Bezahlung in Deutschland mit Fairness zu tun?
    Acht Milliardäre besitzen genauso viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung!!
    Quelle: https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/2017-01-16-8-maenner-besitzen-so-viel-aermere-haelfte-weltbevoelkerung

    Was hat das mit Fairness zu tun?
    1% der Weltbevölkerung besitzt 33% des gesamten Vermögens!
    Fair?

    Wenn eine Mutter 3 Kinder groß gezogen hat und 30 Jahre bei Lidl an der Kasse saß, um dann mit 65 ihren Rentenbescheid erhält und sieht, dass sie 100€ über der Mindestrente liegt, ist das fair?

    Nicht jeder kann die Welt verbessern, nicht jeder kann werden wir Mark Zuckerburg.
    Wenn ich in der Mittagspause bei McDonals sitze, bin ich sehr dankbar das ein netter Mensch die Friteuse bedient und ich satt werde.

    Wenn ich Samstag morgen zum Bäcker laufe, dann weiß ich, dass sich da wieder Menschen die Nacht um die Ohren geschlagen haben.

    Wenn ich mit meinem Sohn Sonntags in der Notaufnahme sitze, dann bin ich sehr froh, dass nicht jeder Google gründet, sondern es auch Krankenpfleger gibt.

    Alles Jobs die definitiv nicht fair bezahlt sind. In der Gesellschaft sollte Jeder der produktiv mit arbeitet, egal ob Straßenreinigung oder Mitarbeiter bei McDonalds, von seiner Arbeit leben können.
    Und genau das geht doch immer weiter zurück. Nicht nur, dass man von vielen Löhnen nicht mehr leben kann, Schau dir doch mal die Rente von den Millionen von Jobs an. Da ist nix.

    Du verdienst was du verdienst. Diese Aussage ist der letzte Dreck!
    Tu mir den Gefallen und erzähl das abends um 23 Uhr der Kassererin bei Rewe. Oder Sonntags Nacht der Krankenschwester in der Notaufnahme oder dem Fließbandmitarbeiter .oder oder oder…

    Und sehr süß, dass sich der Glaube hält, in Unternehmen würde man nach Leistung bezahlt werden. Das erzähl ich gleich morgen im Büro 😂

    Schöne Grüße
    Sebastian

    • Ich bin auch der Meinung, dass man vieles zum Guten beeinflussen kann. Faule Säcke und Schmarotzer gehen mir auch gewaltig auf den Zünder – besonders wenn sie sich dann noch selbst bemitleiden und allen anderen die Schuld geben.

      Aber ganz so einfach wie im Artikel beschrieben funktioniert die Welt dann leider auch nicht! Das soll nicht heißen, dass man deswegen von vorn herein nicht nach Größerem streben sollte aber einiges liegt dann doch ganz weit außerhalb des Beeinflussbaren! Trotzdem sollte man natürlich weiter kämpfen.

      Die Pauschalisierung gefällt mir aber nicht! Das Thema muss man viel umfassender betrachten als hier geschehen. Ist aber wahrscheinlich auch ein Fass ohne Boden…

      Ungerechtigkeit spielt in dem Themenkomplex eine ganz große Rolle. Diese hat mich auch immer wieder zur Verzweifelung gebracht und wird es wohl immer mal wieder tun. Und das sage ich, obwohl es mir sehr, sehr, sehr gut geht. Das habe ich mir hart erarbeitet aber es waren auch manchmal glückliche Begeleitumstände im Spiel. Ich habe Leute gesehen, die meinen Status mindestens genauso „verdient“ hätten aber auf der Strecke gebleiben sind. Fehler konnte ich bei den anderen nicht erkennen. Ist das nun gerecht???

      Dein Kommentar, lieber Hobbyinvestor, ist einfach hammergeil. Die beschriebenen Situationen aus dem Alltag führen einem die traurige Wahrheit vor Augen. Ob sich die Denkweise aus dem Artikel hält, wenn man schwerkrank daniederliegt und sich völlig unterbezahlte Pflegekräfte um einen kümmern? Denkt man dann immer noch: Gott musst du (Pfleger/Pflegerin) blöd sein, diesen Beruf auszuüben? Oder empfindet man das in solchen Momenten als unbezahlbar? Es kommt eben auch auf die Betrachtungsweise an und die Wahrheit liegt wie immer irgendwo zwischen den Meinungen.

      Wenn ich hin müsste, würde ich es auf jeden Fall auch „gleich mal im Büro erzählen“ 😂🤣💪😍 KRACHER!!!

    • Sparkojote 2 Wochen ago
      Antworten

      Hallo Sebastian,

      Du lässt einige Dinge ausser acht:

      1. Jemand der 30 Jahre den selben Job macht ohne irgendwie aufzusteigen, macht eindeutig etwas Falsch. Weiterbilden kann man sich immer, auch wenn abermals auf kosten der eigenen Freizeit.

      2. Kinder sind eine finanzielle Entscheidung, ich nehme mal Schicksalsschläge und Scheidungen aussen vor. Wer kein Kind , geschweigeden 3 Kinder finanzieren kann,soll nicht auf den Staat setzten. Ansonsten muss man mit den Konsequenzen leben.

      3. Die Rente war und ist nur eine Kurzfristigelösung, die langfristig nicht klappen wird. Selbst in der Schweiz haben wir Probleme mit der Rente, wenn man nebenbei nicht selbst noch vorgesorgt hat. Mit der Zeit wird es schlimmer.

      Soll jetzt nicht heissen das ich dir nicht zustimme, es gibt über und unterbezahlte Jobs. Das liegt aber auch eben unteranderem an Angebot & Nachfrage, Hilfsarbeitern, Externen Contractors etc. Man wird da auch nicht viel machen können, bis spätestens das ganze System platzt, ausser den Job zu wechseln was mit enormen Zeitaufwand und Weiterbildung verbunden ist.

      Grüsse
      Thomas

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