Sparen im Urlaub – die besten Tipps

Der Winter will einfach nicht aufhören. Da liegt doch nichts nichts näher, als sich mal ein paar warme Gedanken zum nächsten Urlaub zu machen. Und damit der Trip finanziell dem Vermögensaufbau nicht allzu sehr in Quere kommt, sollte das Ganze so günstig wie möglich sein. Wie ein Low-Budget-Urlaub am besten geht, darüber wird sich auch in der Madame-Moneypenny-Facebook-Gruppe munter ausgetauscht. Dabei herausgekommen sind gute Tipps von der Buchung bis zum Sparen im Urlaub vor Ort, die ich hier für euch gepaart mit ein paar weiteren Ideen aufgeschrieben habe.

Urlaub bedeutet für jeden wohl etwas anderes. Die einen wollen zwei Wochen lang nur am Strand oder am Hotel-Pool rumhängen und als Zweitbeschäftigungen maximal noch ein Buch lesen, die anderen wollen Berge besteigen, abenteuerliche Dschungelpfade entlang traben – oder wer richtig hart drauf ist: sich durch Tourimeilen kämpfen. Doch sparen im Urlaub ist für die meisten ein Thema. Die folgenden Tipps eignen sich also je nach Gusto unterschiedlich gut zur individuellen Reiseplanung. 

Einen günstigen Urlaubsort wählen

Der günstigste Ort, um Urlaub zu machen, ist und bleibt wohl das gute alte Balkonien – ohne zusätzliche Kosten, weil man Miete und Lebensmittel ja sowieso bezahlt. Selbst um etwas Neues zu sehen, muss man nicht unbedingt um die halbe Welt fliegen. Wir vergessen oft das Naheliegende, denn auch Deutschland hat unheimlich schöne Ecken zu bieten: Ostsee, Nordsee, Alpen – um nur ein paar zu nennen. Was ausländische Touristen angeht, erlebt Deutschland übrigens seit Jahren einen Boom.

Schon mal was von „Microadventures“ gehört? In der Outdoor-Blogger-Szene ist es momentan DAS Ding. Die Idee: Einfach Isomatte, Schlafsack sowie Essen einpacken und losziehen in die Natur – aber in die Natur, die vor deiner Haustüre ist: ein Waldstück, ein See, egal wo. Hauptsache es ist eine ungewöhnliche Herausforderung für dich, wenn auch nur für eine Nacht. Und es kostet nichts.

Wenn es unbedingt eine größere Reise ins Ausland sein soll, dann unterscheiden sich die Kosten enorm von Land zu Land. Einen supergünstigen Trip nach Island oder Japan zu machen? Eher schwierig. Unterkünfte und Lebensmittel sind dort deutlich teurer. Viel sinnvoller ist es, sich ein Reiseland auszusuchen, das unter dem Radar läuft. Denn mal ehrlich: Einfach jeder will momentan nach Island. Vergleichsweise günstig sind im Gegenzug die derzeit weniger angesagten Länder wie zum Beispiel Bulgarien. 

Den Urlaub clever und günstig buchen

Schnäppchenreisen-Anbieter wie Urlaubsguru, Urlaubspiraten oder Travelzoo sind im Prinzip eine feine Sache. Flüge, Pauschalreisen und Last-Minute-Angebote findet man auf diesen Seiten zu niedrigen Preisen. Die Sache hat aber ein paar Haken: Man muss sehr flexibel in Sachen Reisezeit und -Ort sein und eben das nehmen, was man kriegen kann – total easy ist das wahrscheinlich nur für selbstständige Singles ohne Kinder. Zudem muss man immer fix sein und am besten einen Newsletter abonnieren, um passende Angebote nicht zu verpassen.

Wer seine Reise lieber individuell planen möchte, sollte strategisch vorgehen und auf den Zeitpunkt der Buchung achten. Laut Skyscanner zum Beispiel liegt dieser durchschnittlich neun Wochen vor dem Abflug. Im Januar und Februar sind Angebote oft am günstigsten. Es kommt außerdem darauf an, an welchem und für welchen Wochentag man bucht – Freitag etwa ist eine ganz schlechte Idee. Mittwochs einen Mittwoch-Flug zu buchen, ist in der Regel billiger. Auch bei den Abflugorten kann es sich lohnen, die Preise von verschiedenen umliegenden Flughäfen zu checken. Wer in der Nähe einer Grenze wohnt, der kann mal einen Blick auf die Preise im Nachbarland werfen.

Ein weiterer Tipp aus der Madame-Moneypenny-Facebook-Gruppe: die Buchung auf dem Reiseportal im Inkognito-Modus durchführen – einfach oben rechts im Browser bei den Einstellungen auswählen. So weiß die Anbieter-Webseite nicht, wer du bist – und das ist beim Preis entscheidend. Du hinterlässt jeden Tag Spuren im Internet, egal was du tust. Es entsteht nach und nach ein Nutzer-Profil von dir und so können Reiseanbieter ihre Angebote auf dich zuschneiden und natürlich die Preise erhöhen. Um das zu vermeiden, kann man zusätzlich den Browserverlauf und die Cookies löschen.

Wildcamper und Couchsurfer sparen im Urlaub richtig

Ferienwohnungen bei Airbnb sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Richtige Schnapper findet man nur noch selten. Es gibt aber ohnehin noch viel günstigere Möglichkeiten zum Übernachten. Der Klassiker ist Zelten. Campingplätze kosten in der Regel nur einen Bruchteil im Vergleich zu Hotels. In ein paar Ländern – in Europa ist vor allem Skandinavien vorne mit dabei – darf man sogar ganz legal und kostenlos wildcampen, das heißt an einem beliebigen Orten sein Zelt aufschlagen. In vielen anderen Ländern ist das offiziell leider verboten – also vorher gut informieren!

Ebenfalls komplett kostenlos ist Couchsurfing. Das Prinzip: Privatleute bieten Reisenden Schlafplätze bei sich zu Hause an. Ob das dann ein richtiges eigenes Zimmer ist oder doch eher nur die plattgesessene Couch im Wohnzimmer, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Man sollte wohl seine Ansprüche an Komfort und Sauberkeit deutlich runterschrauben und wenig Berührungsängste bei Menschen haben. Der große Pluspunkt ist wiederrum, dass man sich als Urlauber direkt im „richtigen“ Leben des Reiselandes befindet und eventuell gute Insider-Tipps von den Locals bekommt.

Sparen im Urlaub mit der Familie

Jugendherbergen haben kein besonders gutes Image, sind in Wahrheit aber viel besser als ihr Ruf – und vor allem günstiger als Hotels. Grund ist der fehlende Service. Man muss sein Geschirr selbst wegräumen, die Betten abziehen und Handtücher mitbringen. Besonders Reisegruppen mit mehreren Personen oder Familien mit Kindern können durch Übernachtungen in Jugendherbergen viel Geld sparen im Urlaub. Man braucht dafür aber einen gültigen Jugendherbergsausweis. Dieser kostet aktuell 22,50 Euro. 

Noch nicht ganz so verbreitet, aber immer beliebter, ist offenbar Home Exchange, ein Haustausch – so wie es Cameron Diaz und Kate Winslet in dem Film „Liebe braucht keine Ferien“ machen. Privatleute tauschen einfach ihr Haus für eine vereinbarte Zeit. Dafür muss man sich vorher auf einer Webseite wie haustauschferien.com registrieren und seine eigenen vier Wände mit einem Beschreibungstext samt Fotos präsentieren. Das Portal verspricht einen Tausch im ersten Jahr. Mich würde interessieren, ob das in der Praxis wirklich gut funktioniert. Wenn jemand von euch Erfahrungen mit Home Exchange hat, schreibt es doch gerne in die Kommentare.

Sparen im Urlaub: Günstig essen und fahren

Wer im Urlaub eine Unterkunft inklusive Kochmöglichkeit gebucht hat, kann durch Selbstverpflegung eine Menge Geld sparen. Zumal Restaurants in touristischen Gegenden automatisch teurer sind. Am besten immer abseits der großen Urlauber-Hotspots ein Restaurant in weniger überlaufenen Seitenstraßen ansteuern – oder noch günstiger: die Street-Food-Stände der Einheimischen austesten.

Es gibt eigentlich nichts bequemeres, als mit dem Mietwagen durch sein Reiseland zu cruisen. Aber dieser Luxus geht mächtig ins Geld. Viel billiger ist es, mit dem Bus oder mit dem Zug von A nach B zu kommen. Und eins ist sicher: Allein das schon kann je nach Land zu einem echten Abenteuer ausarten – und nicht selten gibt es dafür erstaunte Blicke von den Locals. Die einzige kostenlose Möglichkeit der Fortbewegung bei weiten Distanzen ist Trampen. Dafür braucht man aber Zeit, Geduld und starke Nerven.

Kostenlose Stadtführungen

Ein Punkt auf der klassischen Reise-To-Do-Liste, bei dem die Meinungen sicher weit auseinandergehen, ist das Shopping von Souvenirs. Für viele Urlauber gehört das Schlendern über Märkte einfach dazu. Schön und gut. Aber wer günstig Urlaub machen will, der sollte seine Ausgaben vor Ort im Blick haben und gut abwägen, ob er jetzt beispielsweise den handgeschnitzten Traumfänger wirklich, wirklich braucht.

Wer einen Städtetrip macht, kann mit kostenlosen Führungen Geld im Urlaub sparen. Auf der Webseite neweuroptours.eu findet man Touren in 19 verschiedenen Metropolen, die komplett umsonst sind. Außerdem gibt es auch sogenannte Greeter, also Privatleute, die ehrenamtlich Führungen für Touristen machen. Einfach die entsprechende Stadt samt dem Begriff Greeter googeln und schon landet man auf entsprechenden Seiten mit Angeboten. Ansonsten empfehle ich, sich ein Tagesticket für Busse und Straßenbahnen zu kaufen und einfach auf eigene Faust draufloszugondeln.

Urlaubsfeeling mal anders

Zum Schluss hier noch ein paar exotische Varianten, wie man die Welt sehr günstig bereisen kann. Ob das dann Urlaub im eigentlichen Sinne ist, sei aber mal dahingestellt. Wie wäre es denn zum Beispiel mit House Sitting? Man passt auf das Heim einer anderen Person auf, oft auch in Kombination mit der Betreuung eines Haustiers. Im Gegenzug bewohnt man kostenlos die Unterkunft. Dazu kann man sich beispielsweise auf der Seite trustedhousesitters.com anmelden.

Eine aktuell angesagte Form vom klassischen Work & Travel ist die sogenannte Öko-Version Wwoofing, was so viel heißt wie „Working Weekends on Organic Farms“. Man arbeitet als freiwilliger Helfer auf Bio-Bauernhöfen überall rund um den Globus, etwa Australien, Neuseeland, Kanada oder Frankreich. Im Gegenzug lebt und isst man kostenlos bei den Farmbesitzern. Aber für Faulenzer ist Wwoofing wohl eher nichts…

Wie im wahren Leben: Ein Budget festlegen

Oftmals gibt man im Urlaub viel mehr Geld aus als man eigentlich wollte. Hier noch ein Eis, da noch ein Souvenir. Man scheint im Urlaub viel spendabler zu sein und Preise zu akzeptieren, die man im wahren Leben nie zahlen würde. (Ich komme gerade aus dem Ski-Urlaub und habe jeden Tag ca. 12 Euro für Mittagessen bezahlt!) Gegenmittel: Ein Urlaubsbudget festlegen. Das muss nicht sonderlich kleinteilig und in vielen Kategorien aufgeteilt sein. Einfach ein maximaler Betrag, den man für den und im Urlaub ausgeben möchte. So ist die Gefahr recht gering, dass man am Ende aus allen Wolken fällt, wie viel Geld man ausgegeben hat (auch hier spreche ich wieder aus Erfahrung).

Fazit

Es gibt einige Möglichkeiten im Urlaub Geld zu sparen. Dennoch solltet ihr euch vorab Gedanken machen, woran ihr wirklich sparen möchtest. Denn ihr wisst ja: Erlebnisse machen uns glücklich – also lieber nicht den Urlaub kaputt sparen 😉 Also dann: Gute Reise!

Was habe ich vergessen? Was sind deine besten Tipps zum Sparen im Urlaub? 

3 Kommentare

  1. Was ich noch sehr empfehlen kann, ist die Seite meetup.com! Ist leider nur in den größeren Städten verbreitet, aber auch noch eine tolle Alternative, gerade wenn es um kleine Ausflüge in die Umgebung geht. Ich war mal für ein paar Wochen in London und bin über die Gruppe immer sehr schön und günstig rausgekommen, weil ich mich über die Seite ein paar Wandergruppen angeschlossen habe: Man spart durch Gruppentickets und meist gibt es einen wirklich geringen Betrag für die Leute, die die Gruppe führen. Bei manchen Stadtführungen war es dann sogar nur über Spendenbasis.
    Plus: Man ist in einer Gruppe unterwegs und findet superschnell Anschluss 🙂

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