Warum in Aktien investieren?

Der größte Hebel im Vermögensaufbau: Aktien.

Die Antwort darauf ist eigentlich so einfach und doch verstehen sie die meisten nicht: Weil es keine Alternative gibt. Auf ein Giro- oder Tagesgeldkonto erhältst du keine Zinsen, die Inflation frisst dein Guthaben auf. Dein Geld wird weniger wert, von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr. Die Zahlen bleiben gleich, der Wert dahinter schmilzt like ice in the sunshine. Aktien hingegen waren laut aktuellen Berechnungen der Bundesbank in den vergangene Jahren ganz klar der Renditetreiber. Seit 1991 brachten sie durchschnittlich eine jährliche reale Rendite von 8% ein und waren damit laut Bundesbank auch „die renditestärkste Anlageform“. (Quelle: Handelsblatt)

Du kannst deinen Stundenlohn fast vervierfachen

Auch hier stellt sich wieder die Frage nach Aufwand vs. Ertrag, der Kern von passivem Einkommen und finanzieller Freiheit. Mit Hilfe von schlauen Investments kannst du deinen Stundenlohn fast vervierfachen.

Hier ein einfaches Rechenbeispiel:

  • Angenommen, du verdienst 50.000 Euro brutto im Jahr = 30.000 netto
  • du arbeitest dafür 1.920 Stunden (40 Stunden pro Woche mal 52 Wochen minus 4 Wochen Urlaub)
  • du brauchst zur Arbeit 30 Minuten, zurück auch. Sind also plus 240 Stunden = 2.160 Stunden insgesamter Zeitaufwand.
  • du verdienst also 13,80 Euro pro Stunde.

Nun könnte man sagen: „13,80 Euro Stundenlohn sind doch gar nicht so schlecht“. Naja, es kommt drauf an, was du mit gleichem Zeitaufwand eigentlich hättest verdienen können.

Gegenbeispiel:

  • du verdienst das gleiche: 30.000 Euro netto
  • zum Leben brauchst du 20.000 Euro, hast also 10.000 Euro übrig
  • du nutzt 10 Stunden deiner Zeit um diese 10.000 Euro an der Börse zu investieren
  • am Ende des Jahres hast du einen Gewinn von 5% erwirtschaftet (was durchaus realistisch ist) = 500 Euro.
  • das ist ein Stundenlohn von 50 Euro also 3,6 mal so viel.

Schmankerl zum Schluss:
Wenn du dich weiterbildest, Erfahrung sammelst und daher stetig schlauer investierst, könntest du diesen Wert noch toppen. Hast du diese Steigerung in deinem 9to5-Job auch?

Frauen sind die erfolgreicheren Anleger!

Wie die unten stehende Grafik zeigt, erzielen Frauen im Schnitt höhere Renditen als Männer. Das wird damit begründet, dass Frauen geduldiger sind und ungleich der Männer, die als „overconfident“ gelten, Aktien eher halten anstatt viel hin- und her zu verkaufen. Denn das kostet jedes Mal Gebühren, was die tatsächliche Rendite ungemein schmälert (näheres dazu erfährst du später). Beim Aussuchen der Aktien sind beide wohl gleich gut, aber Frauen geraten bei zu erwartenden Verlusten nicht in Panik – sie verhalten sich rationaler als Männer. Verkehrte Welt, oder? Eine gute Rendite liegt uns quasi in den Genen 😉

Frauen sind die besseren Anleger

Angst vor Aktien? Deine Eltern sind Schuld!

Du wirst wahrscheinlich – wie die meisten Deutschen – (irrationale) Bedenken und Skepsis gegenüber Aktien, Börse und Investments haben. Das ist nicht deine Schuld, sondern höchstwahrscheinlich die deiner Eltern. Unsere Eltern sind zu Zeiten aufgewachsen als 8% Zinsen auf ein Girokonto die Regel war – man konnte sich wortwörtlich reich sparen. Sie mussten nicht über Alternativen nachdenken und haben sich dennoch verleiten lassen Telekomaktien zu kaufen und sind damit ganz gehörig auf die Nase gefallen. Das war ganz einfach ein sehr, sehr dummes Investment. Ich zeige dir warum und vor allem wie du es besser machen kannst – mit rationalen Entscheidungen und reduziertem Risiko. Also: Höre nicht auf deine Eltern!

„Aber Aktien sind gefährlich…?“ – „Risikominimierung!“

Nein, sind sie nicht. Nicht per se jedenfalls. Klar, Aktieninvestments gehen mit einem gewissen Risiko einher – sonst würden sie nicht so hohe Renditen abwerfen, denn „Rendite kommt von Risiko“. Auf deinem Girokonto ist das Risiko gleich Null, daher gibt es auch kein Risiko zu vergüten, also keine Zinsen für dich. Logisch.

Ja, viele Menschen haben schon viel Geld an der Börse verloren. Man denke an das Fiasko mit den Telekom-Anteilen… Es kommt aber immer darauf an, wie man sich verhält. Du gehst ja auch nicht mit verbundenen Augen über die Ampel und wunderst dich dann, dass du überfahren wurdest. Genauso gibt es Regeln und Verhaltensweisen, die es gilt im Umgang mit Aktien und anderen Anlageformen zu berücksichtigen. Letztendlich geht es immer um die Minimierung von Risiko – wie überall im Leben! Die Lösung lautet: Diversifikation = Risikostreuung. Wenn ich 10.000 Euro habe und die ganzen 10.000 Euro in VW stecke, muss ich mich nicht wundern, wenn beim nächsten Skandal mein gesamtes Vermögen weg ist. Wenn ich aber jeweils 1.000 Euro in 10 verschiedene Unternehmen investiere, ist es nicht so schlimm, wenn eins davon unter die Räder kommt, denn die anderen 9 werden die 1.000 Euro des Fehlkaufes wieder egalisieren. Das war jetzt eine sehr vereinfachte Darstellung und wir werden schon ganz bald sehr detailliert auf das Thema Risiko und Risikominierung eingehen, aber ich denke, du hast das Grundprinzip bereits jetzt verstanden – Glückwunsch, du bist schon schlauer als 90% der Deutschen!

Grundsätzlich gilt: Aktien sind nicht gefährlich, Unwissenheit schon.

Welche Ängste und Zweifel hast du oder von welchen hast du schon mal im Freundeskreis gehört? Das würde mich wirklich sehr interessieren! Du kannst alles in den Kommentaren und in unserer Facebook-Gruppe loswerden.

Im nächsten Artikel lernst du die 4 Grundpfeiler der finanziellen Freiheit kennen – denn in Aktien investieren ist nur ein Teil vom Ganzen.

Wichtiger Hinweis: Achte beim Kauf von Aktien und ETFs unbedingt auf die Kosten des Brokers. Hier findest du eine Übersicht, welcher Broker welche Gebühren verlangt: Die günstigsten Broker.

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