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Was ist finanzielle Freiheit?

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Zunächst einmal kann „finanzielle Freiheit“ für jede unter euch etwas anderes sein: 1 Million auf dem Konto, auf Bali zu leben, jeden Monat 2.000 Euro „einfach so“ zu bekommen. Je nachdem, was dich zufrieden macht und was dir ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit gibt.

Was hingegen finanzielle Freiheit ganz bestimmt NICHT ist: Die finanzielle Abhängigkeit von jemand anderem. Sei es der Arbeitgeber, die Eltern, der Partner/Partnerin oder der Staat. Denn das ist gefährlich. Warum? Weil diese einzige vorhandene Einnahmequelle jeder Zeit wegbrechen kann – auch ein Angestelltendasein ist nicht sicher. Oder wer garantiert dir, dass du nächsten Monat noch einen Job hast, die Firma nicht pleite geht oder Stellen abbauen muss? So richtig kann das leider niemand.

Wie kannst du also dieses finanzielle Risiko minimieren und unabhängig werden? Es ist eigentlich recht simpel: Du musst deine Finanzen selbst in die Hand nehmen und somit die Verantwortung für dein Einkommen selbst tragen. Du musst dafür sorgen, dass niemand sonst, keine einzelne Person oder Institution über dein Schicksal entscheiden kann. Wie macht man das?

Das Erreichen finanzieller Freiheit setzt sich pauschal aus drei Komplexen zusammen:

  1. Geld verdienen mit passivem Einkommen
  2. Geld sparen (was nicht gleich verzichten ist!)
  3. Geld rational investieren & vermehren

1. Geld verdienen mit passivem Einkommen

Geld verdienen ist immer gut. Doch, wie ich oben bereits erwähnt habe, geht es viel mehr darum, WIE du Geld verdienst. Sprich, mit wie viel Aufwand. Das Zauberwort lautet „passives Einkommen„. Das bedeutet, Geld zu verdienen obwohl du verhältnismäßig wenig bis gar keinen Aufwand investierst. Ein kurzes Beispiel veranschaulicht, worauf ich hinaus will: Anna ist freiberufliche Personal Trainerin in einem Fitness Studio und wird pro Stunde bezahlt. Fährt sie nicht raus zum Kunden um zuarbeiten, bekommt sie natürlich kein Geld. Ihr Einkommen ist an ihren Zeiteinsatz gekoppelt. Sie kann nur mehr verdienen, indem sie mehr Stunden arbeitet. Die bittere Erkenntnis mit einfacher Mathematik: Anna wird so nie reich werden. Um eine Million Euro ansparen zu können, müsste sie bei einem Stundenlohn von 35 Euro und falls sie davon 80% zum Leben braucht, unglaubliche 142.000 Stunden arbeiten. Das sind ca. 372 Jahre. Fail.

Lisa dagegen ist Personal Trainerin, die ihr Geld mit YouTube-Videos und einem eBook verdient. Sie bekommt Geld obwohl sie nirgendwo anwesend ist. Wie das? Sie hat ein System geschaffen: Videos, die immer da sind, die sich alle Leute immer ansehen können. Ihr eBook ist auch immer verfügbar – jeder kann es sich zu jeder Zeit herunterladen. Dazu muss sie ja nicht präsent sein. Ihr Modell ist somit also skalierbar – denn sie muss nicht mehr ihrer kostbaren Lebenszeit investieren, um mehr Views oder Downloads zu erzeugen. Ihr Einkommen und ihr Zeiteinsatz sind quasi entkoppelt. Sie hat einmal Zeit investiert und kassiert nun ab da Geld für jeden View bzw. Download. Das ist ein passives, unabhängiges, skalierbares Einkommen.

Viele sagen, Unternehmerin (Achtung, das ist nicht das gleiche wie Freiberuflerin!) zu sein, ist ein (zu) großes Risiko. Das ist Quatsch. Bleiben wir bei unseren Personal Trainerinnen. Was ist, wenn Anna krank ist? Verdient sie dann Geld? Natürlich nicht. Lisa schon. Was passiert, wenn das Fitness Studio, in dem Anna tätig ist, Personal streichen oder sogar ganz schließen muss? Dann bricht von heute auf morgen ihre einzige Einkommensquelle weg. Bei Lisa müsste schon das komplette Internet „kaputt“ gehen, um in eine ähnliche bedrohliche Situation zu geraten.

Auszahlungen von Dividenden aus Aktien sind natürlich ebenfalls eine Quelle für passives Einkommen. Denn auch hier gilt: Du investierst einmal Zeit in Planung und Erstellung deines Wertpapierportfolios und schaust zu, wie es durch das 8. Weltwunder, den Zinseszins, immer mehr wird.

2. Geld sparen

Logisch, je mehr Geld du sparst, desto mehr kannst du anlegen damit es sich vermehrt. Du kannst es beispielsweise in dein eigenes oder in andere Unternehmen investieren (bspw. durch Aktien). Sparen heißt: Geld nicht auszugeben. Im Sale einen Mantel für 150 Euro anstatt 200 Euro zu kaufen, ist nicht sparen – denn du hast 150 Euro ausgegeben.

3. Geld rational investieren & vermehren

Du verdienst also Geld und sparst viel – was nun? Du investierst dein Geld natürlich damit es mehr wird! Ist ein Giro- oder Tagesgeldkonto also eine Investition? Nein, denn du bekommst dort keine Zinsen. Sind ein Auto oder neue Schuhe eine Investition? Auch nicht. Du sollst natürlich ein Girokonto haben und dir meinetwegen ein Auto und Schuhe kaufen, aber dies sind keine Investitionen – denn dadurch vermehrt sich dein Vermögen im Normalfall nicht, es reduziert sich. Investitionen sind beispielweise Anleihen, Aktien, Immobilien, aber auch deine eigene (Aus- und Weiter-) Bildung. Welche Formen es genau gibt und welche ich dir empfehle, wenn du ein eher geringes Risiko eingehen willst, erfährst du genau auf diesem Blog. Also stay tuned 🙂

Gedanken dazu? Was bedeutet finanzielle Freiheit für dich? Lass‘ es uns alle wissen! Gerne in den Kommentaren und in unserer Facebook-Gruppe!

Soweit, so gut. Aber warum ist das für dich als Frau besonders wichtig? Die Antwort gibt’s hier.

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14 Kommentare
  1. Liebe „Madame Moneypenny“, die Ankündigung der Podiumsdiskussion „Wege zur finanziellen Unabhängigkeit“ bei der S IMMO AG am 9.5., hat mich auf Ihre Seite geführt. Finanzielle Freiheit? Die so verlockend als Möglichkeit in den Raum gestellte finanzielle Freiheit, sprich: Das „Eslein streck dich“, gibt es gerade eben nicht. Allein schon der Versuch dorthin zu kommen, begründet doch die höchstmögliche Abhängigkeit von Geld und lässt dagegen alle sonstigen Möglichkeiten zur Werteschaffung verblassen. Die Vermarktung und Verführung zu solchen Träumereien ließe sich wohl auch anders ausdrücken: „Lassen Sie uns die Konstruktion der Geldordnung zu unseren Gunsten ausnützen. Vergessen Sie Ihre Skrupel, vergessen Sie gesellschaftliche Werte, und vergessen Sie vor allem der Frage nachzuspüren, auf wessen Verschuldung Sie Ihre finanzielle Unabhängigkeit begründen“. Klingt das denn nicht schon ganz anders und trifft das denn nicht den eigentlichen Kern? Ziel einer finanziellen Unabhängigkeit kann doch nur die Unabhängigkeit von „Gesellschaft“ sein, bzw. die Erlangung einer Machtposition die mir gestattet, über das Beziehungsverhalten anderer mir gegenüber, ohne Rücksichtnahmen bestimmen zu können.

    Ihr persönlicher Erfolg sei Ihnen vergönnt. Sie haben „Geld“, von dem Sie hochgradig abhängig sind, weil es ja gerade jene, von denen Sie unabhängig sein wollen, erarbeiten müssen, zu Ihrem Lebenszweck erkoren. Das ist für mich OK. Eine halbwegs funktionsfähige Gesellschaft muss solche Einzelerscheinungen aushalten können. Als bedauerlich erachte ich jedoch, dass Sie dieses pyramidale Lebenskonzept nicht nur als nachahmenswert weiter empfehlen, sondern vorspiegeln, dass dieser Weg für alle gangbar wäre, die auf Sie hören.

    Vielleicht mit Ausnahme von Bernhard Heinzlmaier, werden Sie sich am 9. Mai jedoch in bester Gesellschaft befinden und selbst den Moderator Frey ganz auf Ihrer Seite haben.

    Mit besten Grüßen
    Dr. Günther Hoppenberger
    LIFESENSE-Zirkel Linz
    Schmökern auf
    http://www.lifesense.at
    lohnt immer

    • Natascha 1 Woche ago
      Antworten

      Lieber Herr Dr. Günther Hoppenberger,

      bei finanzieller Freiheit geht es nicht um Unabhängigkeit vom Geld (wie soll das funktionieren?!) sondern darum, seine Zeit frei einteilen zu können.
      Warum soll ich meinen Leser*innen denn nicht den Weg zeigen, der für mich funktioniert (hat)? Und warum soll er nicht für jeden funktionieren können? Was ist denn an mir anders als an anderen? Und was ist schlimm daran, dass ich Geld habe und warum leidet die Gesellschaft darunter? Das verstehe ich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht. Gegenfrage: Wem nützt es denn, wenn ich kein Geld habe?

      Mit besten Grüßen
      Madame Moneypenny

  2. Marius 4 Wochen ago
    Antworten

    Hey,

    auf jeden Fall sehr interessanter und gut geschriebener Beitrag – danke!

    Weiter so

    LG
    Marius

    • Natascha 3 Wochen ago
      Antworten

      Sehr gerne! Freut mich, dass er dir gefällt 🙂

  3. Jan 1 Monat ago
    Antworten

    Hallo Natascha,
    ein schöner Beitrag über die finanzielle Freiheit. Ich finde es immer wieder wichtig zu betonen, dass der Fokus eher auf der Freiheit liegen sollte. Die Wörter finanzielle Freiheit wurden leider lange Zeit von irgendwelchen „schnell reich werden“-Versprechen missbraucht. Was wir doch aber eigentlich wollen ist einfach ein bisschen mehr Freiheit. Morgens einmal liegen zu bleiben wenn uns danach ist. Vielleicht mal an einem regnerischen Samstag arbeiten oder auch mal spät am Abend, einfach weil einem danach ist. Die Finanzen sind nur das Mittel zum Zweck.

    VG
    Jan

  4. Per 3 Monaten ago
    Antworten

    Toller Artikel. Ich teile deine Ansichten über finanzielle Freiheit. Für mich bedeutet es auch in erster Linie, tun zu können „was ich will“. Nur so kann ich selber Dinge tun, die mich erfüllen und auch langfristig die Welt bereichern. Jeder sollte finanzielle Freiheit anstreben. 😉

  5. Hallo,
    Habe gerade Deinen Blog durchstöbert und fand ihn sehr interessant! Ich frage mich nur gerade was an der finanziellen Unabhängigkeit für Frauen anders ist als jener für Männer?
    Ich schreibe selbst zum Thema finanzielle Freiheit: https://meinefinanziellefreiheit.com
    Melde Dich gern, wenn Du Interesse an gemeinsamen Projekten hast!
    Viele Grüße
    Finanzielle Freiheit

    • Madame Moneypenny 10 Monaten ago
      Antworten

      Hallo,

      anders ist daran im engen Sinne erst einmal nichts. Allerdings geht es bei Frauen nicht nur um die finanzielle Unabhängigkeit von Arbeitgebern und Staat sondern ebenfalls von Männern, denen wir ja gerne mal die Verantwortung zuschieben. Plus: Es geht auch einfach um die Positionierung dieses Blogs und somit die gezielte Möglichkeit das Thema an Frauen heranzutragen, die sich aktuell vor der eigenen Verantwortung drücken und nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Manchmal muss man Dinge von Frau zu Frau erörtern und erarbeiten 😉

      Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog!
      Natascha

      • Verstehe ich gut, dass Du die Zielgruppe Deines Blogs gezielt auswählst, sehr sinnvoll! Schau Dir mal den Blog Klunkerchen (https://meinefinanziellefreiheit.com/links-zu-interessanten-blogs/ — dritter featured Blog) an, ihr könnt Euch bestimmt austauschen!
        Andererseits sehe ich so manchen Mann auch von seiner Sugar Mama abhängig, weshalb das wohl in alle Richtungen relevant ist 😉
        Viel Spass weiterhin und freue mich immer von Dir zu hören/lesen!
        LG,
        FF

        • Madame Moneypenny 9 Monaten ago
          Antworten

          Hallo!

          Klunkerchen lese ich auch gerne und durfte die Initiatorin sogar schon mal offline treffen!
          Ja, das stimmt. Ein paar Männer haben wohl auch ihre Sugar Mamas. Aber ich würde denken, dass diese eher in der Minderheit sind 😉
          Egal ob mit oder ohne Sugar Daddy oder Mama: Jede(r) sollte sich um seine/ihre Finanzen selbst kümmern, um Durchblick, Plan und Sicherheit zu haben.

          Viele Grüße
          Natascha

  6. Caro 1 Jahr ago
    Antworten

    Hallo,
    ich finde auch Punkt 1 nicht ganz so einfach wie oben dagestellt. Ein Ebook zu erstellen oder einen youtube Kanal zu führen ist nicht gleich „Passives Einkommen“. Bis ein passives Einkommen generiert wird,muss man ewig viele Stunden hinein investieren. Es muss PR betrieben werden, es muss aktualisiert werden, es müssen neue ebooks oder Videos produziert werden, es muss ständig Kontakt mit den potentiellen Käufern gehalten werden (Blog, Newsletter) und so weiter und sofort. Zusätzlich musst du auch die Gabe haben, Menschen für dich und deine Passion zu begeistern. Um richtig Geld damit zu verdienen ersetzt es fast einen Job. Und wenn du nicht am Ball bleibst, sinken deine Klickzahlen rapide.
    Viele Grüße Caro

    • Madame Moneypenny 1 Jahr ago
      Antworten

      Hallo Caro,

      das ist richtig, es steht aber auch nirgends, dass es einfach ist. Wenn es einfach wäre, würde es ja jeder tun 😉
      Ein passives Einkommen zu generieren, heißt ja auch nicht Geld geschenkt zu bekommen. Natürlich muss man viel Arbeit und Zeit investieren und sich ggf. neue Fähigkeiten aneignen!
      Die Absicht ist aber dennoch Arbeitszeitaufwand und Ertrag von einander zu entkoppeln und das funktioniert bei einem „normalen“ Job nunmal nicht.
      Um finanziell unabhängig zu sein, muss man zwangsläufig verdammt hart arbeiten – um es ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr zu müssen.
      In einem 9-to-5 Job arbeitest du auch den ganzen Tag – nur leider (fast) dein ganzes Leben lang um dann im Alter immer noch keine Sicherheit zu haben.

      VG Natascha

  7. Matthias 1 Jahr ago
    Antworten

    Hallo.
    Thema DIVIDENDE.
    Am Ende von Punkt 1 wird gesagt, dass die Dividende ein Einkommen darstellt.
    Das ist absolut falsch. Denn die Dividende IST KEIN GESCHENKTES GELD. Sie gibt es nicht umsonst, nicht for free, nicht für Umme. Die Dividende wird dir ausgezahlt und dafür fällt der Wert der Aktie um eben diesen Dividendenwert.
    Es findet lediglich eine VERSCHIEBUNG statt.
    In den meisten Fällen, wird auf die Dividende die Steuer fällig, die üblicherweise die Bank einzieht. Am Ende hat man sogar noch weniger Geld , wie vorher.
    Dass die Aktie des Unternehmens dieses im weiteren Verlauf wieder ausgleicht, ist niemals sicher.

    • Madame Moneypenny 1 Jahr ago
      Antworten

      Hallo Matthias,

      danke für deinen Kommentar. Dennoch verstehe ich nicht ganz, warum Dividenden kein Einkommen darstellen sollen und was ein Einkommen mit geschenktem Geld zu tun hat. Wenn ich Dividenden ausgezahlt bekomme, ist das doch ein Einkommen – manche Menschen leben ausschließlich von Dividendenzahlungen. Dass darauf Abgeltungssteuer sowie Soli-Zuschlag und Kirchensteuer anfallen, macht es ja nicht weniger zu einem Einkommen. Auf mein Gehalt (auch ein Einkommen) zahle ich ja auch Steuern. Und warum hat man am Ende weniger Geld als vorher? Man zahlt ja nicht über 100% Steuern…
      Vielleicht kannst du noch ein wenig genauer formulieren, was du genau meinst 🙂

      VG Natascha

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