Finanzielle Ziele: Februar

So, meine Lieben. Der Februar ist vorüber. Er hatte einen Tag mehr als üblich, aber trotzdem immer noch zwei Tage weniger als der Januar. Haben sich diese zwei fehlenden Tage auf meine finanziellen Ziele 2016 im Vergleich zur Zielerreichung aus Januar ausgewirkt?! Zeit für den Check.

Human Kapital

1. Ein Buch pro Monat lesen

Did and done. Diesen Monat habe ich Zero to One von Peter Thiel gelesen. Und weil mir danach langweilig war, habe ich mir ebenfalls noch Die Grundlagen der Geldanlage von Malkiel gegeben. Beides schmale Büchlein, die man jeweils an einem oder zwei Regentagen inhalieren kann.

Zero to One von Peter Thiel

Peter Thiel ist kein Geringerer als der Gründer von PayPal, der sein Unternehmen für ca. 1,5 Milliarden an ebay verkauft hat.  Kann man machen. In seinem Buch beschreibt er, warum und wie innovative Gründerinnen und Unternehmerinnen ein Monopol aufbauen. Klingt easy. Einer seiner wichtigsten Grundsätze jedoch gilt nicht nur für Gründerinnen sondern für jede Frau, die etwas erreichen will – auch und besonders, wenn es um Finanzen geht: The most common contrarian thing of all is not to oppose the crowd but to think for yourself. In diesem Zusammenhang beschreibt er den Wahnsinn, der sich vor dem Dot-Com-Crash im Jahr 2000 im Silicon Valley zugetragen hat. Mein Lieblings-Wie-Bitte?!-Moment: Wenn ein Startup (ich nenne es absichtlich nicht Internetunternehmen, denn mit einem soliden Unternehmen hatten die meisten nichts zu tun) die .com-Internetadresse seines Namens oder Produktes kaufte, verdoppelte dies seinen Marktwert über Nacht. Durch den Kauf einer Internetdomain! Die 50 Cent pro Monat kostet! Watt is los? Ein Bekannter von Thiel, ein 40-jähriger Student (!), gründete innerhalb von wenigen Monaten 6 (!) Startups. Gründer schmissen Launchparty nach Launchparty und verprassten ihre Millionen, die sie nur auf dem Papier besaßen, für horrende Restaurant- und Clubbesuche. Manchmal versuchten sie anstatt mit Geld mit Anteilen ihrer unprofitablen Firmen zu bezahlen, was nicht nur manchmal sogar funktionierte.

Was dann kam, sah so aus:

NASDAQ Dot-Com-Crash

Patsch hat’s gemacht. Und warum? Weil alle den gleichen Anlegerfehler begangen haben und getan haben, was alle taten weil alle es taten.

Im restlichen Teil des Buches geht es hauptsächlich um die Geschichte von PayPal und darum, was erfolgreiche Unternehmen ausmacht: Du musst 10 Mal besser sein als die Konkurrenz; dein Produkt muss einen eingebauten Netzwerkeffekt haben (ein Nutzer zieht einen nächsten mit rein); dein Produkt muss skalieren und du brauchst ein starkes Branding.

Für alle, die selbst ein erfolgreiches Unternehmen gründen wollen oder die Geschichte eines Unternehmens interessiert, dessen Produkt wir alle mittlerweile ständig nutzen, ist dieses Buch höchstinteressant.

Die Grundlagen der Geldanlage von Burton G. Malkiel und Charles D. Ellis

Kurz und knapp, wie das Buch selbst: Sehr einfach gehaltene Grundlektüre zu den Themen Sparen, Schulden, Diversifikation und Anlegerfehler. Von dem Kapitel über Indexanlegen, wozu auch ETFs gehören, sollte man nicht zu viel erwarten. Dafür sind die Spartipps umso besser! Besonders für Einsteiger zu empfehlen!

Das Buch für den März ist ein Klassiker:

2. Informationsdiät

Im Februar gab es wenig Netflix dafür aber mehr Sport als im Januar. Bundesliga, Europa League und Wintersport sind wieder gestartet. Gefühlt, habe ich auf einmal viel zu viel Zeit auf Facebook verbracht, was im Januar definitiv nicht so war. Das muss und werde ich besser tracken und unterbinden.

3. Zweimal pro Woche meditieren und Yoga betreiben, um im Gleichgewicht zu bleiben.

Die Sache mit dem Meditieren klappt wunderbar. Meist meditiere ich zum Einschlafen. Ich kann euch die App Buddhify empfehlen. Sie liefert für viele Situationen (einschlafen, reisen, aufwachen, arbeiten, krank sein) passende geführte Meditationen. Auf Englisch, aber leicht verständlich.

Beim Yoga hänge ich hinterher. Aus „zweimal pro Woche“, ist im Februar leider „einmal pro Monat“ geworden. Ich hatte einfach keine Lust… Oh well.

4. Entrümpeln

Damit habe ich angefangen, indem ich mir Gedanken darüber gemacht habe, welche Teile meiner Wohnung entrümpelt werden müssen. Die Gewinner sind: Kleiderschrank, Keller, Küche und Krimskrams-Kommode. Ich weiß also, wo ich ran muss und warte auf gutes Wetter für den ersten Flohmarktbesuch!

Sparen

1. Sparrate von durchschnittlich 33% 

Mein Haushaltsbuch verrät mir: Meine Sparrate betrug im Februar 38%, also genau so viel wie im Januar. Im Vergleich zum Januar habe ich weniger für Transport und „sonstiges“ dafür mehr für Lebensmittel (100 vs. 140), auswärts essen (64 vs. 67,50) und Freizeit (15 vs. 36) ausgegeben. Neue Sachbücher haben um die 120 Euro gekostet. Die tauchen hier aber nicht auf weil meine Firma die für mich kauft. Das hat zwei Vorteile: Die Firma kann diese Kosten von den Steuern absetzen und spart dadurch Geld, das ich nicht privat ausgeben muss 😉 Alles vollkommen legal.

Das Verrückte an meinen Ausgaben für Lebensmittel ist, dass ich bis zur Monatshälfte richtig, richtig gut unterwegs war und bis zum 15.02. mit ca. 50 Euro voll auf dem 100er-Kurs lag. Dann auf einmal war ich fast jeden Tag einkaufen und habe auch pro Einkauf mehr als üblich bezahlt. Rückblickend kann ich die Ursache dafür benennen: Fastenzeit. Ich verzichte auf Haushaltszucker und auf alle Produkte, denen Haushaltszucker zugeführt wurde. Um nicht komplett auf süßen Geschmack verzichten zu müssen, habe ich also angefangen Ersatzprodukte zu kaufen: Honig, Ahornsirup, Bio-Kekse ohne Zucker, Trockenfrüchte, Kokosraspeln und so weiter. Das schlägt sich natürlich ordentlich nieder: Alleine der Ahornsirup hat 5 Euro gekostet…. Das muss ich bis Ostern durch eine bessere Planung günstiger hinbekommen.

variable Ausgaben Februar

2. Keine Kleidung!

Keine Kleidung gekauft und sogar nicht einmal daran gedacht. Im Gegenteil, ich verspüre den stetig wachsenden Drang den Inhalt meines Kleiderschrankes maßgeblich reduzieren zu wollen…

Sonstiges:

  • Ich habe mein Fahrrad verkauft! Und nutze es immer noch. How? Ich habe es meinem eigenen Unternehmen verkauft. Da ich es hauptsächlich für den Arbeitsweg nutze, gilt es als Firmenfahrrad und kann somit von der Steuer abgesetzt werden. Ein Geistesblitz, der meinem Unternehmen Geld spart und mir Geld eingebracht hat. Läuft.
  • Ich spare 5 Euro monatlich bei meinem o2 DSL-Vertrag. Angerufen, gefragt, ob es nicht günstiger geht, Tarif umgestellt. Ich habe nun eine schnellere Verbindung und zahle 5 Euro weniger. Möglich macht das der Kombivorteil, wenn man DSL- und Mobilvertrag bei denen hat. Habe ich zwar schon immer, der Vorteil daraus, ist mir aber jetzt erst aufgefallen… Vielleicht kannst du ja auch noch etwas rausholen? Check24.de ist dafür immer eine gute Anlaufstelle.

Investieren

Ich habe mich, wenn auch nur kurz, mit meiner privaten Rentenversicherung beschäftigt und bin zu dem ersten, vielleicht naiven, Entschluss gekommen, dass die Steuerersparnis im Vergleich zu den Kosten der Versicherung gar nicht soooo schlecht ist. Danach konnte ich erstmal ganz gut schlafen. Ich werde das ganze Vertragswerk aber nochmal komplett auf Herz und Nieren prüfen und einen Artikel (höchstwahrscheinlich inklusive Hilferuf) dazu schreiben.

Bild: Unsplash

3 Kommentare

  1. Hallo Natascha,

    Glückwunsch zu diesen tollen Ergebnissen, im Februar.
    Bin nach wie vor beeindruckt von deiner Konsequenz mit den Klamotten. Der Trick mit dem Fahrrad ist wirklich absolut genial. Sehr Geil 🙂

    Chapeau

    Liebe Grüße

    Christian

  2. „Im Gegenteil, ich verspüre den stetig wachsenden Drang den Inhalt meines Kleiderschrankes maßgeblich reduzieren zu wollen…“

    Oh das Gefühl kenne ich nur zu gut! Vor allem nach meinem Umzug habe ich radikal ausgemistet und vieles zu Tauschparties gebracht, was echt Spaß macht und auch Geld spart.
    Echt schrecklich, wie viel wir besitzen…

    • Madame Moneypenny

      Ja, oder? Und dieser ganze Kram verstopft den Kopf! So fühlt es sich für mich an.

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