5 Dinge, die wir unseren Kindern über Geld beibringen sollten

Dieser Artikel ist ein Auszug aus meinem Ebook „Bali statt Bochum – Wie jede Frau ihr Ticket in die finanzielle Unabhängigkeit löst„, in dem du Schritt-für-Schritt deine finanzielle Unabhängigkeit aufbauen wirst. Wenn du also nicht nur mehr Geld sparen sondern auch noch mehr Geld verdienen und dieses Geld für dich arbeiten lassen willst, damit du deine Zeit (dein wertvollstes Gut!) mit wichtigeren Dingen als arbeiten verbringen kannst, solltest du mal hier vorbeischauen: Zum Ebook.

Was Kindern über Geld beibringen?

Leider lernen unsere Kinder in der Schule rein gar nichts über Finanzen. Auch nicht übers Unternehmertum. Im Gegenteil: Sie werden alle zu kleinen Ärzten, Polizisten und Versicherungsangestellten getrimmt. Alles läuft in geregelten Bahnen, nach- und hinterfragen nicht erwünscht. Natürlich muss es auch Ärzte und Polizisten geben, aber die sind nicht diejenigen, die eines Tages unsere Welt mitgestalten und allein durch das Nachgehen ihres Berufes vermögend sein werden.

Schlimmer noch: Die Schule lehrt unsere Kinder, dass es schlecht ist, Fehler zu machen. Fehler werden bestraft. Das hat nicht nur zur Folge, dass die Kleinen nicht lernen aus Fehlern zu lernen anstatt sich unterkriegen zu lassen sondern auch, dass sie Angst haben Risiken einzugehen und alles tun, um Fehler zu vermeiden. Durch diese limitierten Denk- und Verhaltensweisen entgehen ihnen und unserer Gesellschaft große Chancen. Thomas Edison, Erfinder der Glühbirne, hat über seine vermeintlichen Fehlexperimente gesagt: „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1.000 Wege, wie es nicht funktioniert.“ Warum sind die Einserschüler*innen, von denen damals alle dachten sie würden groß Karriere machen, auf dem Abiturtreffen oft diejenigen, die im Mittelmaß versunken sind? Weil sie gelernt haben Risiken zu scheuen, Fehler zu vermeiden und somit auch nicht aus ihnen lernen können.

Kinder ohne finanzielle Bildung werden ihr Leben im Hamsterrad verbringen. Auf die Schule ist kein Verlass. Die finanzielle Bildung deiner Kinder musst du übernehmen. Doch was sollten wir unseren Kindern über Geld beibringen?

Das absolut Wichtigste hierbei ist die Vorbildfunktion, die du unweigerlich ausführst. Wir alle lernen durch Nachahmung. Kein Tipp und keine pädagogische Maßnahme prägen so sehr wie ein Vorbild. Kinder von „normalen“ Eltern haben eine Chance von 1 zu 500 Millionär zu werden. Bei Kindern von Millionären liegt diese Chance bei 1 zu 5. Wenn du vermögend bist, hat dein Kind also eine 100mal größere Chance es ebenfalls zu werden.

1. Geld ist real

Eine der wichtigsten Grundregeln, die du deinen Kindern über Geld beibringen solltest, ist, dass Geld real und endlich ist. Das hört sich für uns zunächst einmal selbstverständlich an. Dennoch gibt es genug Menschen, die diesen Fakt auszublenden scheinen und Kredit nach Kredit aufnehmen als gäbe es kein Ende. Dabei ist unsere Generation grundsätzlich mit Geld vertraut. Wir kennen Geldscheine und das Gefühl einen davon abgeben zu müssen und ihn dann nicht mehr zu haben.

Aufgrund des technologischen Fortschritts kommen Kinder hingegen immer weniger mit echtem Geld in Berührung. Sie tätigen In-App-Purchases auf dem iPhone oder iPad mit nur einem Klick, sie laufen durch Disneyland und halten ihr Magic Band, das als Bezahlkonto fungiert, an die Kassen und stauen so riesige Rechnungen für ihre Eltern an. Geld wird immer mehr zu einer Illusion. Sie sehen das Geld dahinter ja nicht, für sie es unwirklich und ohne Konsequenzen. Sie geben aus und sammeln Kosten ohne zu realisieren, was das eigentlich bedeutet. PayPal und Kreditkarten erfüllen einem so ziemlich jeden Wunsch und wenn nicht, wird eben ein Kredit aufgenommen, der aber nun mal Zinsen kostet.

Diese unwirkliche Einstellung zu Geld kann und wird dramatische Folgen für ihre spätere finanzielle Zukunft haben, wenn die Eltern nicht mehr zur Stelle sind. Die Statistiken sind bereits jetzt alarmierend: In Deutschland haben rund 1,75 Millionen Deutsche unter 29 Jahre Schulden. Von 2004 bis 2014 ist die Zahl junger Überschuldeter um 68 Prozent gestiegen! Laut Statistischem Bundesamt haben Schuldner im Alter von 20 bis 25 Jahren im Durchschnitt 7.500 Euro Schulden (bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 725 Euro). Das Geld fließt in Smartphones, Möbel und das eigene Auto – alles auf Pump. Die Schuldenfalle schnappt zu. Aus die Maus.

via GIPHY

Was kannst du tun? Gib deinen Kindern ein limitiertes Taschengeld – in bar. Dieses Geld können sie ausgeben, wie sie wollen. Wenn es weg ist, ist es weg und sie müssen bis zum nächsten Monat ohne Geld auskommen. Sie sollen physisch spüren, wie das Geld durch ihre Hände rinnt, wie sie es übergeben müssen, es dann weg ist und sie irgendwie ohne zurecht kommen müssen. Lass sie Geldfehler lieber früh im kleinen Rahmen machen als dass sie später von ihnen umgehauen werden. Zu diesem Thema kann ich dir den TED-Talk von Adam Carroll „When money isn’t real: the 10.000$ experiment“ empfehlen, in dem Carroll erzählt, wie er seine Kinder mit echtem Geld hat Monopoly spielen lassen.

2. Sparen

Eine gewisse Sparsamkeit ist einfach essentiell für eine sichere finanzielle Zukunft. Daher solltest du deine Kinder so früh wie möglich ans Sparen heranführen und natürlich mit gutem Beispiel voran gehen! Zahle ihnen ein Taschengeld aus und ermutige sie einen Teil davon zu sparen. Der gesparte Teil kommt in eine Traumdose, von deren Inhalt besondere Dinge gekauft und kleine Träume erfüllt werden können. Für jede x Euro, die gespart wurden, legst du weitere x Euro als Belohnung und Ansporn oben drauf.

3. Vermögenswerte vs. Verbindlichkeiten

Bringe deinen Kindern den Unterschied zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten bei. Vereinfacht ausgedrückt, sind Vermögenswerte Dinge, mit denen du Geld verdienst. Verbindlichkeiten sind Dinge, die dich Geld kosten. Bildung, Aktien und ein Mietshaus sind Vermögenswerte. All das arbeitet für dich, steigt tendenziell im Wert und/oder generiert Einkommensströme. Ein Eigenheim, ein Boot, ein Auto und ein Golfschläger kosten Geld und verlieren stetig an Wert. „Reiche“ Leute besitzen Vermögenswerte, arme Menschen und Angehörige der Mittelschicht besitzen Verbindlichkeiten. „Arme“ Menschen arbeiten für Geld, „reiche“ Menschen lassen ihr Geld für sich arbeiten.

4. Unternehmertum als Chance

So wie Menschen Angst vor Aktien haben, haben sie auch Angst vor einer Selbstständigkeit, Unternehmertum und Geschäften. Sie denken es sei riskanter als ein Angestelltendasein. Dass dies ein Trugschluss ist, weißt du bereits aus dem Artikel über passives Einkommen. Ermutige deine Kinder Dinge auszuprobieren, zu machen, große Ziele zu haben, anders zu sein. Es macht doch viel mehr Spaß eine Macherin zu sein als ein Hamster in seinem Rad. Ein eigenes Unternehmen zu gründen und zu führen ist etwas Erstrebenswertes, kein Tabu. Natürlich kann es schief gehen, ganz klar. Aber das macht nichts – im Gegenteil. Nur so lernt man und nur so kommt man weiter, entwickelt sich und wird immer besser. Die meisten unserer Fähigkeiten haben wir nur anhand von Fehlern erlernt. Oder bist du aufs Fahrrad gestiegen und einfach losgefahren? Nein, du bist hingefallen. Oft. Du hast schmerzhaft erfahren, wie es nicht geht und daraufhin gelernt, wie es funktioniert.

Meine Eltern haben mir immer alle Freiheiten gelassen, die ich brauchte. Sie haben mir stets vertraut, dass ich „schon das Richtige“ mache. Aufgrund dieses Vertrauens und Rückhalts war ich in der Lage mit 26 Jahren ein Unternehmen zu gründen, das heute sechsstellige Umsätze erzielt. Sie haben nicht etwa die Nase gerümpft als ich sagte, ich würde dann jetzt meinen Job kündigen und nach Berlin ziehen, um dort eine Firma zu gründen. Sondern sie haben mir beim Umzug geholfen. Führe deine Kinder ans Unternehmertum heran oder weise sie zumindest nicht ab, wenn sie damit auf dich zukommen. Bringe deinen Kindern daher lieber bei, wie sie sinnige Geschäftsideen entwickeln anstatt wie sie einen tollen Lebenslauf schreiben, um eine gut bezahlte, vermeidlich sichere Stelle bei einem Arbeitgeber zu ergattern. Denn so geht Unabhängigkeit. Wenn du das nicht kannst, findest du vielleicht jemanden, der die Fähigkeiten dazu hat. Vertraue ihnen, sie werden schon das Richtige tun.

5. Positive Einstellung zum Geld

„Über Geld spricht man nicht!“ Warum eigentlich? Das habe ich bis heute nicht verstanden. Und warum werden reiche Menschen immer als habgierig, hart, falsch und über Leichen gehend dargestellt? Diese Mentalität festigt negative Glaubenssätze über Geld und Geldhaben in den Köpfchen deiner Sprösslinge. Deine Kinder sollten lernen und glauben, dass es in Ordnung und sogar erstrebenswert ist, Geld zu haben und, dass Geld einiges im Leben angenehmer macht. Sie sollten lernen zu hinterfragen, wie jemand es geschafft hat viel Geld zu verdienen – höchstwahrscheinlich durch Cleverness, Risikobereitschaft und Durchhaltevermögen. Zeige deinen Kindern, dass Geld nichts Schlechtes, sondern eine Belohnung darstellt. Eine Belohnung für Menschen, die andere Wege gehen, die bereit sind kalkulierte Risiken einzugehen und die es verstanden haben ihres eigenen Glückes Schmied zu sein.

Kinderbücher über Geld

Es gibt mittlerweile ein paar Kinderbücher über Geld und Unternehmertum. Vier, die sich lohnen sind:

Dir als erwachsene Frau und gegebenenfalls Mutter, Tante oder Oma kann ich das Buch „Rich Dad, Poor Dad. Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen“ von Robert T. Kiyosaki ans Herz legen. Der Titel ist ein wenig irreführend, denn das Buch fungiert ebenso für Erwachsene als großartiger Ratgeber für die wichtigsten Grundlagen im Umgang mit Geld.

Foto: https://www.pexels.com/photo/kid-children-playing-girl-11523/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.