Blogparade: Was brauche ich wirklich?

Die Ex-Studentin Jenny hat zu einer Blogparade zum Thema „Was brauche ich wirklich?“ aufgerufen. Hier also mein Senf dazu:

Materielle Güter

Ich gehe mal ganz pragmatisch an die Sache heran und fange mit materiellen Gütern an, die dich brauche oder von denen ich zumindest denke, dass ich sie brauche. Da ich eher eine introvertierte Person bin und meine Energie also aus Ruhe und Zeit mit mir selbst beziehe, brauche ich einen ruhigen Rückzugsort – das ist momentan meine 1,5-Zimmer Wohnung in Berlin Kreuzberg. Ich brauche genug Geld um mich „normal“ versorgen zu können, hier spreche ich von ca. 200 Euro für Lebensmittel pro Monat. Zusätzlich brauche ich Zugang zu Bildung: Bücher und das Internet. Reisen, Entspannung und Sport spielen für mich ebenfalls eine große Rolle. Auf was ich ohne weiteres verzichten kann und auch tue, sind Alkohol, jedes Wochenende feiern gehen, fernsehen, ein Auto, extravagantes Essen und Luxusartikel. Für dieses Jahr habe ich mir sogar vorgenommen mir keine Kleidung zu kaufen.

Was wirklich zählt

Was für mich wirklich zählt und was ich brauche um sein zu können, wie ich möchte, sind Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit.

Unter Unabhängigkeit verstehe ich vor allem eine Unabhängigkeit von Arbeitgebern. Ich habe mein eigenes Unternehmen, teile mir Zeiten und Gehalt selbst ein. Ich kann direkt beeinflussen, wie viel Geld ich bekomme und schaffe Werte, die irgendwann vielleicht einmal einen zusätzlichen finanziellen Gegenwert erzielen. Das, was ich tue, tue ich für mich, für niemanden sonst. Als Angestellte könnte ich locker drei bis vier Mal so viel verdienen. Aber das ist es mir nicht wert dafür meine Unabhängigkeit aufzugeben: Ausführen, was andere sagen. Fest von 9 bis 6 arbeiten. Begrenzte Urlaubstage. Anwesenheitspflicht. Mit Leuten arbeiten, die ich nicht leiden kann. Dinge tun, die ich für falsch halte. Mein Einkommen nicht beeinflussen können. Eingeschränktheit. Abhängigkeit.

Mit Selbstbestimmtheit meine ich die Fähigkeit eigene Entscheidung treffen zu können und zwar nicht organisatorisch weil es mir jemand erlaubt sondern weil ich dazu emotional und intellektuell in der Lage bin. Weil ich Wissen und Erfahrungswerte gesammelt habe und weiß, wo ich hin will und wo nicht, zu welchem Preis und zu welchem nicht, mit wem und mit wem nicht. Womit wir beim Thema Beziehungen angekommen sind. Es gibt nur ein paar wenige Menschen, die um mich herum und mir wirklich nah sind. Hier bevorzuge ich ganz intuitiv Qualität vor Quantität. Die, die es gibt, brauche ich aber ausnahmslos alle in meinem Leben. Auf nur einen von ihnen verzichten zu müssen, wäre sehr schmerzhaft. Ich bin mittlerweile auch soweit zu wissen und entscheiden zu können, welche Arten von Menschen ich um mich haben möchte und welche nicht und letzteren einfach den Zugang zu verwehren oder sie rauszuschmeißen.

Mein höchstes Gut

Letztendlich lässt sich alles auf nur einen Faktor runterbrechen: Zeit. Mein allerhöchstes Gut ist für mich meine Zeit. Ich ärgere mich mehr über Zeit- als über Geldverschwendung. Wenn ich beispielsweise dann doch mal feiern gehe und es – wie schon erwartet – nicht so toll ist, ärgere ich mich nicht so sehr über die verplemperten 20 Euro sondern über meine Zeit, die ich sinnvoller hätte einsetzen können. Ich möchte meine Zeit für das aufwenden, was mir wichtig ist, auf was ich Lust habe, sie mit Aktivitäten füllen, die mir sinn- und wertvoll erscheinen und vor allem möchte ich sie mit den Menschen verbringen, die mir wichtig sind. Das entscheide allein ich. Und diese Freiheit brauche ich unbedingt.

Achso, und Pommes! Hatte ich Pommes schon erwähnt?! POMMES!

Foto: https://unsplash.com/photos/IJ25m7fXqtk

Du bist dran: Was brauchst du wirklich?

4 Kommentare

  1. Pingback: Zusammenfassung meiner Blogparade: Was brauche ich wirklich? (2/2) | Lifestyle, Finanzen und Lebensfreude

  2. Du hast einen sehr sympathischen Blog! Hier muss ich noch ein wenig mehr stöbern. 🙂 Den Vorsatz, das ganze Jahr keine Klamotten zu kaufen, ist hoch gesteckt, aber machbar. Bei mir würde es an den Schuhen scheitern, da die bei mir meist nur 6-9 Monate leben. Die Zeit als höchstes Gut zu nennen, finde ich ziemlich zutreffend. Geld kann man jederzeit verdienen, aber seine Zeit bekommt man nie wieder. Diese Feststellung stimmt mich nun ein wenig nachdenklich..

    • Madame Moneypenny

      Hallo Ex-Studentin,

      danke 🙂
      Ja, Zeit ist das höchste Gut, aber Geld ist das Mittel um sich Zeit zu kaufen…

      VG NAtascha

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