Meine Erfahrungen beim Honorarberater – Teil 2: Die versteckten Kosten meiner Rürup-Rente

Jetzt geht es Schlag auf Schlag! Nachdem ich herausgefunden habe, dass meine Rürup-Rente mich in meinem „Makler-Tarif“ knappe 4.000 Euro Gebühren kostet und ich ab Dezember 2016 schlappe 1.200 Euro monatlich dort einzahlen soll, habe ich mich an eine Honorarberatung gewendet (zum Artikel hier entlang). Eigentlich geht es ja mittlerweile weniger um meine Erfahrungen beim Honorarberater als um die versteckten Kosten meiner Rürup-Rente. Aber das ist ja auch spannender…

Die versteckten Kosten der Rürup-Rente

Mein To Do aus dem ersten Gespräch mit Frau Niklas (meiner Honorarberaterin) war es, eine komplette Kostenaufstellung von dem Versicherer anzufordern, aus der vor allem hervorgeht, wie viel Extragebühren im Zuge der Beitragserhöhung auf mich zukämen. Das entsprechende Schreiben hat mich zwischenzeitlich erreicht. Und es war kein Spaß es zu lesen. Gar kein Spaß. Ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht damit. Ein, zwei Tausend Euro oben drauf? Von wegen. Mit der Beitragserhöhung in Dezember 2016 würde ich Vertriebskosten (= Provision an die Maklerin, die mir die Versicherung verkauft hat) von knappen 18.000 Euro bezahlen. Achtzehntausend Euro. ACHTZEHNFUCKINGTAUSEND EURO. ACHTFUCKINGZEHNFUCKINGTAUSENDFUCKING EURO. FUCKING! Was ist los mit den Menschen?! Ihr Weihnachtsgeschenk hätte die Maklerin von MLP direkt im Dezember bekommen, denn dann wären die ersten 2.200 Euro auf einen Schlag abgebucht worden. Merry Fucking Christmas.

Rürup Rente Vertriebskosten

„Hallo Frau Niklas, im Anhang das Schreiben. Können wir dazu telefonieren?“ – „Hallo Frau Wegelin, Ja, das sollten wir. Und zwar am besten gleich morgen!“ Mit sowas hatte selbst Frau Niklas nicht gerechnet. Wie konnte das passieren?! Ihre Erklärung: Ich habe den ursprünglichen Tarif vor der neuen Unisex-Regelung abgeschlossen. Offensichtlich wurde mir die Beitragserhöhung inkl. der läppischen 18.000 Euro Mehrkosten untergeschoben als ich auf Unisex umgestellt habe. Bestimmt nur ein Versehen. Genau wie der Fakt, dass ich von der Dame von MLP seit meiner Bitte, die Beitragserhöhung zu verhindern, nie wieder gehört habe. Komisch.

Genug gegrämt. Wie geht es weiter?

To Dos an Frau Niklas:

  • SO TUN SIE DOCH ETWAS!
  • Mit dem Versicherer (Alte Leipziger) sprechen, ob es möglich ist, den Tarif zu wechseln und zwar
    1. in einen Honorarberatertarif (also ohne Vertriebskosten),
    2. in einen Nicht-Rürup-Tarif mit ETFs anstatt aktiven Fonds und
    3. ohne erneute Gesundheitsprüfung für die angekoppelte Berufsunfähigkeitsversicherung

To Do an mich:

  • nicht zur besten Kundin von Schenk-Scheiße werden. Jedenfalls noch nicht…

Alternative zur Rürup-Rente

Ein paar Tage später… Frau Niklas hat ganze Arbeit geleistet und konnte einen Tarif einer privaten Rentenversicherung (Nicht-Rürup) für mich rausschlagen.

Vorteile:

  • Ich kann jederzeit an das Geld.
  • Auf ETF-Basis.
  • In kann die Fonds jederzeit wechseln.
  • Keine erneute Gesundheitsprüfung für die BU.
  • Keine versteckten Kosten der Rürup-Rente.

Nachteil gegenüber Rürup: Beiträge können nicht steuerlich geltend gemacht werden.

Anbei die Kurzübersicht zum Angebot.

 

Frage an meine treuen Leser*innen: Habt ihr eine Meinung dazu? Wie seht ihr dieses Angebot? Besser als gar kein Schutz oder lieber alles selber machen und eigens in ETFs investieren, wenn es schon keine Steuervorteile gibt…? Ich freue mich über euren Input!

Und sorry für die Kraftausdrücke…

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