Moneytalk: Erfolgsfaktor (Selbst-)disziplin

Beim Wort Selbstdisziplin denkst du als allererstes an Verzicht? Dann ist dieser Moneytalk für dich. In meinen Augen bauen nicht nur viele andere Erfolgsfaktoren auf ihr auf, richtig angewendet ist sie der Schlüssel zur Erreichung deiner Ziele. In diesem Blogartikel teile ich meine 9 besten Tipps, um disziplinierter zu werden. Ich erzähle dir auch, wieso ich finde, dass Selbstdisziplin richtig Spaß machen kann. Zum Schluss beantworte ich wie immer eure Fragen. 

Darum gehts:

  • Was ist Selbstdisziplin? 
  • Warum ist Disziplin wichtig? 
  • Was hat Disziplin mit finanziellen Erfolg zu tun? 
  • Meine 9 besten Übungen, Gedankenanstöße und Hacks, um disziplinierter zu werden.
  • Eure Fragen

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Was ist Selbstdisziplin?

“Self-discipline is the ability to do what you should do, when you should do it, whether you feel like it or not.”

Ein Zitat aus Brian Tracys Buch ‘No Excuses’*, das sehr schön zusammenfasst, was Selbstdisziplin eigentlich bedeutet.

Damit ist Selbstdisziplin die Basis für alle anderen Erfolgsfaktoren. 

Die grandioseste Idee bringt dir nichts, wenn du nicht die Disziplin an den Tag legst, die es braucht, um diese auf den Weg zu bringen.

Aber woran merkst du, ob du diszipliniert bist oder nicht? Frag dich selbst, ob bereit bist, Belohnungen zu vertagen. 

Ob es der Kuchen ist, auf den du verzichtest, weil du weißt, dass es nicht auf dein Ziel einzahlt, dich gesünder und besser zu fühlen. Oder die ersten Gewinne in deiner Selbstständigkeit, die du in dein Business und nicht sofort in den nächsten Urlaub investierst. Die Regel lautet: “Erst das Gemüse essen, dann das Dessert!” Kannst du das? 

Vielleicht denkst du jetzt, dass das Leben zu kurz ist, um auf irgendetwas zu verzichten. EAT DESSERT FIRST. Echt jetzt? Iss doch mal den ganzen Tag nur Nachtisch und sag mir, was dabei rauskommt. 

Vielleicht denkst du jetzt, dass du das Leben in vollen Zügen genießen willst. Darfst du. Gerade reden wir aber darüber, wie du dir das Leben erschaffst, das du dir wünschst. Wie du also deine Ziele erreichst. Dass eine Balance zwischen Disziplin und Genuss im Leben wichtig ist, bestreitet keiner. 

Außerdem: Warum wird Genuss immer nur im Zusammenhang mit Dingen genannt, die schlecht für uns sind? Alkohol (“ein gutes Glas Wein”), Zigaretten (“die gönn ich mir”), faul sein … Wie wäre es, ein Buch, gesundes Essen, die Stille, gespartes Geld zu genießen? 

Deshalb: Tue, was du tun musst, dann, wenn du es tun musst – auch wenn du gerade keinen Bock drauf hast.

Warum ist Disziplin wichtig?

Was bringt es dir, den Kuchen nicht sofort zu essen?

Erfolg ist direkt an Disziplin gekoppelt

Ich kenne niemanden, zu dem es sich lohnt aufzuschauen, der undiszipliniert ist. Egal, ob Eltern, Unternehmerinnen, Sportlerinnen, tolle Angestellte – schau dir an, wie diese Menschen, dort hingekommen sind, wo sie sind. 

Oprah, Cher, Serena Williams, Sheryl Sandberg, Ellen DeGeneres – diese Frauen sind Ikonen auf ihren jeweiligen Gebieten. Ich bin mir sicher, dass keine von ihnen immer Lust darauf hatte, zu tun, was notwendig war, um zu erreichen, was sie erreicht haben. Es wird immer Menschen geben, die talentierter sind als du. Die Disziplin (neben anderen wichtigen Punkten) dranzubleiben, macht den Unterschied. 

Voraussetzung ist natürlich, dass du etwas machst, das dir Spaß macht. Der erste Sport-Milliardär der Welt, Tiger Woods (dessen Biografie* ich übrigens empfehlen kann), würde nicht seit seinem dritten Lebensjahr Golf spielen, wenn er keine Leidenschaft dafür hätte.  

Diese Beispiele zeigen eines ganz deutlich: Du bekommst raus, was du reinsteckst.

Wenn du also etwas hast, auf das du Bock hast – ganz unabhängig vom Beruf – dann ist Disziplin der Schlüssel zur Erreichung deiner Ziele. 

Eines noch zum Schluss. Verwechsle Disziplin nicht mit ‘Durcharbeiten, ohne Pause zu machen’. Wir spielen ein langfristiges Spiel und da gehört der Wechsel von An- und Entspannung einfach dazu. Sonst bist du Morgen ausgebrannt. Auch Pause sollten diszipliniert eingehalten werden. 

Disziplin tut dir gut

Selbstdiszipliniert zu sein, stößt ganz neue Entwicklungsprozesse in dir an. 

Je mehr du dich in Selbstdisziplin übst,

… desto mehr schätzt du dich selbst wert
… desto größer wird dein Selbstrespekt und Stolz auf dich selbst
… desto positiver wird dein Selbstbild.

Das alles trägt dazu bei, dass dein Selbstvertrauen stetig wächst. Beim nächsten Projekt, das ansteht, wirst du schon viel mutiger sein, glaub mir. Genau so gestaltest du dir Stück für Stück das Leben, das du dir wünscht. 

Kurzer Selbstcheck

Was fühlt sich besser an? 

  1. Du bist (schon wieder) auf dem Sofa liegen geblieben, anstatt laufen zu gehen, obwohl du es dir vorgenommen hast. 
  2. Dieses Mal hast du dich aufgerafft. Du hast die Laufschuhe angezogen und spürst, wie deine Muskeln arbeiten. Danach hast du Muskelkater, aber du hast es gemacht.

Ich hoffe, dass auch für dich die Antwort darauf eindeutig ist. 

Erinnere dich einmal zurück an einen großen Erfolg in deinem Leben. Vielleicht hast du eine Präsentation vor der Geschäftsführung gerockt, einen wichtigen Kunden gewonnen, eine Bachelorarbeit geschrieben, den Keller ausgeräumt, you name it. 

Welche Gefühle kommen hoch, wenn du an diese Erfolge denkst? 
Wahrscheinlich warst du stolz und hast dich gefühlt, als könntest du die ganze Welt umarmen. Geschafft, aber glücklich. 

Erinnere dich im zweiten Schritt daran, wie du das geschafft hast. Ich bin mir sicher, dass hier eine gehörige Portion Selbstdisziplin im Spiel war.

Was hat Disziplin mit finanziellem Erfolg zu tun?

In diesem Zusammenhang kommt mir vor allem eines in den Sinn: das Thema Sparen. Das fällt nämlich verdammt vielen Menschen schwer. 

Reiche Menschen sind allerdings sehr oft sehr gut darin, ihr Geld bei sich zu behalten. Ob du nun 250.000 € oder 50.000 € im Jahr verdienst, ist dabei erstmal zweitrangig. 
Wichtig ist nämlich nicht, wie viel du verdienst, sondern wie viel du davon behältst. 

Ein Vermögen entsteht dadurch, dass du einen gehörigen Teil dessen, was du verdienst sparst und (ganz wichtig) investierst. Wenn du also Lust hast, ein Vermögen aufzubauen, lohnt es sich, ab sofort beim Sparen ein wenig Selbstdisziplin an den Tag zu legen. 

9 Übungen, Gedankenanstöße und Hacks, um disziplinierter zu werden

1. Wofür machst du das Ganze?

Bleiben wir beim Beispiel Sparen. Wenn wir nur sparen, um zu sparen, ist es nicht verwunderlich, dass uns die Lust schnell wieder vergeht. Hier ist ein Tipp, um dranzubleiben: Frag dich, wofür du das Ganze eigentlich machst. In den allermeisten Fällen geht es darum, Zeit zu haben. Vor allem Zeit, die du mit deinen Liebsten verbringen kannst. Aber auch, um zu reisen oder in der Natur zu sein. Selbst der schicke Sportwagen bringt dir nichts, wenn du mit 70 Jahren noch den ganzen Tag arbeiten musst. 

Sobald dir dein Ziel klar ist, ist es wesentlich einfacher diszipliniert zu sein, weil du weißt, wofür du Geld zur Seite legst. Warum machst du das & vor allem für wen? Versuch das wirklich an Personen zu koppeln, die dir wichtig sind.

Die wirklich emotionalen Ziele sind meist nicht schon morgen zu erreichen und setzen dementsprechend langfristig diszipliniertes Verhalten voraus. Setz dir deshalb unbedingt Meilensteine auf dem Weg zum Endziel. Erfolgserlebnisse helfen dir, dranzubleiben.

2. Beschreibe dein ideales Leben in den einzelnen Lebensbereichen.

Setz dich hin und überleg dir, wie du dir dein ideales Leben vorstellst. 

Hier einige Beispiele:

  • Business & Karriere: Wie & wo arbeitest du? Wie viel Geld würdest du verdienen? Was genau machst du? Wie viele Stunden arbeitest du? Leistest du einen Beitrag für eine Welt, in der du leben möchtest? 
  • Familienleben: Bist du verheiratet? Hast du Kinder, wenn ja, wie viele? Lebst du in einem Haus? Bist du in einem Verein tätig? 
  • Gesundheit: Wie fit willst du sein? Was willst du essen? Gehst du regelmäßig zum Sport?
  • Finanzen: Wie viel Vermögen möchtest du dir aufbauen? Was möchtest du dir unbedingt leisten können? Wie sicher/ unabhängig/ frei möchtest du dich fühlen? 

Diese Fragen sind ein super Ausgangspunkt, um sich zu überlegen, was du tun musst, um das Realität werden zu lassen. Auch dann brauchst du wieder eine gehörige Portion Disziplin, aber du weißt, dass es sich lohnt. 

3. Wenn du zaubern könntest…

Wenn du in einem Lebensbereich komplett diszipliniert sein könntest, welcher wäre das? Welcher Bereich hätte die größte positive Auswirkung auf dein Leben? 

Du weißt, was diese eine Sache ist? Dann schau dir nochmal Punkt 1 & 2 an.

4. Übung macht den Meister

Disziplin kann man üben! Genau wie fokussiert zu arbeiten oder Nein zu sagen, kannst du lernen disziplinierter zu sein. 

Damit du dir das besser vorstellen kannst, gebe ich dir ein Beispiel aus meinem Leben. Jedes Mal, wenn ich etwas Süßes sehe, auf das ich so richtig Bock hätte, führe ich einen inneren Dialog und wäge die Pros und Cons ab. Damit mache daraus eine aktive Entscheidung und esse nicht einfach unbewusst etwas, was meinen Ernährungszielen diametral entgegensteht. Mich selbst auf diese Art zu challengen, macht richtig Spaß. 

Ich möchte damit verdeutlichen, dass du nicht direkt mit den schwierigsten Dingen anfangen musst, um Selbstdisziplin zu üben. Es muss nicht sofort der Marathon sein, für den du monatelang jeden Tag laufen gehen musst, um fit genug zu sein. 

Versuch dich an kleinen Dingen im Alltag und achte mal ganz bewusst darauf, was dich in Versuchung führt. Kurz: Kämpfe die kleinen Kämpfe mit dir selbst. Weil du es dir wert bist.

5. Lass die Ausreden weg

“Eigentlich wollte ich laufen gehen, aber mein kleiner Zeh hat schon heute Morgen ein wenig gezwickt.”

Auch hier gilt das gleiche Prinzip: Gehe achtsam durch dein Leben und schau dir genau an, wann du dir Ausreden zurecht legst. Sie interessieren am Ende niemanden. 

Verarsch dich nicht selbst (und die Menschen in deinem Umfeld), in dem du mit Ausreden um die Ecke kommst. Du willst deine Ziele erreichen. Niemand anderes. Deshalb: Tu es oder lass es bleiben

Wenn du im Gegenteil dazu ständig von deinen Freunden zu hören bekommst, dass du zu viel machst/ zu diszipliniert bist/ … , dann stell dir die Frage, ob diese Menschen dort sind, wo du hinwillst oder nicht. So einfach ist das. Es passiert zu oft, dass andere versuchen, ihre eigenen Ausreden auf uns zu übertragen.

6. Schau auf dein Umfeld

Bring dich selbst in die Lage erfolgreich und diszipliniert zu sein. Mach es dir dabei so einfach wie möglich. 

Was ich damit meine:

  • Sportsachen am Abend vorher rauslegen, damit du dir selbst keine Möglichkeit gibst, doch noch eine Ausrede zu finden.
  • Gitarre in die Mitte des Raumes stellen, um dich selbst daran zu erinnern, dranzubleiben.

Mit kleinen Hacks wie diesen, schaffst du die Voraussetzungen dafür, diszipliniert dranzubleiben. 

7. Such dir einen Accountability Buddy

Meinen Mentoring-Teilnehmerinnen stelle ich immer einen Buddy zur Seite, mit dem sie das Programm gemeinsam durchlaufen kann. Die Erfahrung zeigt, dass frau erfolgreicher ist, wenn es jemanden gibt, dem frau Rechenschaft schuldig ist, der einen mitzieht und motiviert. 

Gemeinsam sind die Erfolgschancen so viel höher, als wenn man sich allein durch etwas durchkämpfen muss. 

Mein Tipp: Such dir jemanden, der ein ähnliches Ziel hat wie du und geht den Weg zusammen. Am besten jemanden, der keine lahmen Ausreden zählen lässt.

8. Mach Undiszipliniertheit schmerzhaft

Wenn es richtig weh tut, nicht diszipliniert dranzubleiben, steigen die Chancen auf Erfolg. Wie in Punkt 7 beschrieben, kann ein Buddysystem super dabei helfen. Ich selbst bin in einer Gruppe, in der wir monatlich unsere SMARTEN Ziele festlegen. Für jedes nicht erreichte Ziel müssen 20 € gezahlt werden. Autsch. 

Was auch gut funktioniert, ist, Geld in die Hand zu nehmen. Wenn du monatlich für einen Personal Trainer zahlst, wirst du höchstwahrscheinlich auch trainieren. Aus dem Kurs, in den du 5000 € investierst, wirst du versuchen so viel wie möglich rauszuholen…

9. Automatisiere alles, was geht

Auch hier geht es wieder darum, dir die Dinge so einfach wie möglich zu machen. Wenn du du jedes Mal aufs Neue überlegen musst, ob und wie viel du diesen Monat sparst, machst du es dir unnötig schwer. Überleg dir einmal, wie viel du abknapsen kannst und richte dann einen Dauerauftrag ein. Ab dem Zeitpunkt wird die von dir festgelegte Summe am Anfang des Monats (nicht am Ende!) abgebucht, ohne dass du auch nur ein bisschen Disziplin aufbringen musstest. Am besten machst du dir auch ein für alle Mal einen Plan für deinen Vermögensaufbau. Dann sparst du nicht nur, sondern lässt dein Geld direkt für dich arbeiten. 

Ich hoffe, dass auch du spätestens jetzt Selbstdisziplin nicht mehr nur als etwas siehst, was dich davon abhält dein Leben zu genießen. Vielmehr ist sie ein Weg, deine Ziele zu erreichen und dein Leben so zu gestalten, wie du es wirklich leben willst.

Eure Fragen

Ist Disziplin in deinen Augen gleich Zielstrebigkeit?

Für mich ist Zielstrebigkeit nochmal eine eigene Tugend. Und zwar das Verlangen, ein Ziel unbedingt erreichen zu wollen. Das hilft ungemein, um zu wissen, WO du hin willst. Sie garantiert aber noch nicht, dass du den Weg auch wirklich gehst. Disziplin ist im Vergleich dazu das WIE, mit dem du die Erreichung deines Ziels auch möglich machst. 

Hast du jeden Tag einen Plan, an den du dich hältst und trackst, was du machst?

Nein. Ich habe meine To-Do-Liste in Trello, meinen Kalender für Termine. Das dient als Guideline. Meine Tag sind aber meist nur zu 50 % verplant, der Rest ist reserviert für Unvorhergesehenes. Es habe tatsächlich eine Zeit wo ich alle Aktivitäten getrackt habe, um herauszufinden, wo ich Zeit sparen kann. Das ist aber eine dieser Übungen, die man einmal macht und dann lange davon zehrt.

Wie schafft man es nach einer motivierten Hochphase nicht wieder ins “Egal” abzurutschen?

Hier kommen wieder die Erfolgserlebnisse ins Spiel. Gerade, wenn du eine motivierte Hochphase hast, ist es wichtig, Resultate zu sehen und zu feiern. Dadurch baust du ein Momentum auf und das hilft dranzubleiben. Stell dir eine Lokomotive vor. Sie einmal in Gang zu bringen kostet unheimlich viel Kraft. Sobald sie aber Fahrt aufgenommen hat, braucht es nicht mehr viel, um sie am Laufen zu halten. 

Was tun, wenn die Batterie leer ist? 

Wenn wir beim Bild der Batterie bleiben, ist die Antwort ganz einfach: Du lädst sie auf. Das gleiche machst du hoffentlich mit dir genauso. 

Erzähl mal, wann dich die Disziplin das letzte Mal verlassen hat.

Auch wenn ich mein Leben ziemlich cool finde, läuft noch lange nicht alles so, wie ich mir das vorstelle. Wenn ich mir zu oft die Frage stelle, warum ich mir dies oder das eigentlich antue, merke ich, dass es an der Zeit ist, nochmal genauer hinzuschauen. In den allermeisten Fällen bin ich undiszipliniert, weil mindestens eines von zwei Dingen nicht gegeben ist. Mein Ziel war nicht klar oder die Erfolgserlebnisse fehlten. Das neu zu definieren kostet Kraft, aber danach läuft es meist wieder. 

Kann Disziplin Spaß machen? 

JA! Disziplin gibt dir Selbstbewusstsein, Power und den Mut, den du für die nächsten Abenteuer brauchst. Mir zumindest macht das Spaß.

Wie schaffst du es durchzuhalten, wenn die Erfolge ausbleiben?

Ich glaube nicht, dass die Erfolge ausbleiben. Frag dich nochmal, ob du dein Ziel richtig definiert hast oder vielleicht zu ungeduldig bist. Wenn du dir vornimmst, in 3 Wochen Millionärin zu sein und dich nach einer Woche wunderst, warum noch das noch nicht geklappt hat, wird es natürlich schwierig. 

Also: Passt das Ziel? Passt der Zeithorizont? Gibt es wirklich keine Erfolgserlebnisse?

Mein Problem: Ich bin diszipliniert, aber nicht fokussiert genug, weil ich immer alles erledigen will. Hast du Tipps?

Schau dir mal die Eisenhower Matrix an. Hier teilst du Aufgaben in ‘dringlich’ und ‘wichtig’ ein. Oder meinen Moneytalk zum Thema Fokus.

Ausbleibender Erfolg trotz eiserner Disziplin, warum?

Dann machst du wahrscheinlich irgendetwas falsch. Vielleicht bist du total effizient im abarbeiten deiner Aufgaben, machst aber von vorne herein die falschen Aufgaben. Disziplin ist ein Erfolgsfaktor, auf dem mehrere andere aufbauen. Wenn du also bereits diszipliniert bist, hast du vielen anderen einiges voraus! Was sonst könnte also nicht stimmen? 

Schau dir nochmal an, was dein Ziel ist und welche Aufgaben am allermeisten darauf einzahlen. Setze diese anschließend weiterhin diszipliniert um. 

Du sagst kleine Schritte sind hilfreicher, um Erfolgserlebnisse zu haben. Steht das nicht im Widerspruch zum Groß-Denken, das du sonst immer predigst?

Überhaupt nicht. Es ist nur eine andere Ebene. Du definierst große, emotionale Ziele (du willst schließlich großes erreichen) und brichst diese herunter in erreichbare Meilensteine. So kannst du mittel- bis kurzfristig Erfolge feiern, die dich motivieren, langfristig diszipliniert an der Erreichung deines übergeordneten Ziels zu arbeiten.

Gelingt es dir auch bei Haushaltsthemen so diszipliniert zu sein?

Uh, nee, ich hasse alles, was mit Haushalt machen zu tun hat. Was ist das größere Ziel dahinter? Eine saubere Wohnung… Da gibt es genug Dinge, bei denen es sich mehr lohnt, diszipliniert zu sein. Weil es zum Beispiel kein anderer für dich übernehmen kann. Den Marathon musst du schon selbst laufen, während du den Haushalt nicht selbst machen musst. 

Ich habe Disziplin immer als Synonym für knallharte Routine gesehen. So klingt das bei dir überhaupt nicht. Siehst du den Weg zur Zielerreichung eher spielerisch?

Ich finde, dass Routinen dir dabei helfen können, diszipliniert zu sein. Mein Beispiel der gepackten Sporttasche oder auch der Accountability Partner, mit dem du einmal die Woche telefonierst, sind Routinen. Aber klar, das Mindset ist ein anderes. 

Relevante Links: 
Brian Tracys Buch ‘No Excuses’*
Eisenhower Matrix 

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