Was für ein Quartal(sbericht) Q1/2020

Im Quartalsbericht reflektiere ich meine persönlichen und beruflichen Highs & Lows der letzten drei Monate sowie meine Erkenntnisse über mich selbst, das Leben und die Menschen.

Im Quartalsbericht Q1/2020 spreche ich darüber, wie es bei mir mit dem Loslassen klappt, warum ich ganz bestimmte Ernährungsbücher lese, wie das Mentoring 2020 gelaufen ist, wie sich die Corona-Krise auf mich und mein Business ausgewirkt hat, warum die Krise eine Lupe ist und warum Geld keine Geldprobleme löst. Viel Spaß damit!

Hier kannst du dir die Podcast-Folge direkt anhören

Jetzt anhören und abonnieren auf

Persönliche Highs & Lows

Los geht‘s mit den Personal Highs

Im Januar verreiste ich ziemlich spontan nach Sri Lanka. Auch wenn sich das mit dem Corona-Ausbruch in China überschnitt, bekam ich davon nichts mit. Es war eine super schöne Reise in einem tollen und unberührten Land. Ich hatte einige schöne spirituelle Erlebnisse: Beim Schnorcheln schwamm ich minutenlang einem Fisch hinterher. Mir wurde die Hand gelesen und mir wurden viele gute Sachen erzählt (die schlechten wollte ich auch gar nicht wissen). Ich las super viel. Ziel der Reise war es, mal richtig herunterzufahren. Da ich eine der beiden Wochen auch komplett alleine war, konnte viel lesen und Journaling betreiben.

Unglaublich, wie schnell die Erholung danach dann weg war, sobald ich wieder in Berlin war. Deshalb war ein großes Learning für mich: Ich muss noch daran arbeiten, mehr Ruhe und Reflexion in meinen Alltag einzubauen.

Mein Jahreshoroskop für Steinbock stand unter dem Motto: Ohne Ende kein Anfang. Das Thema: Loslassen. In den ersten Monaten des Jahres erledigten sich ein paar Themen von alleine und ich musste gar nicht so viel loslassen. 1-2 großen Themen stehen noch auf der Agenda, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass ich sie dieses Jahr lösen werde und meine Energie wieder auf die Dinge fokussieren kann, die mir wirklich wichtig sind.

Personal Lows

Bei Bluttests Anfang des Jahres stellte sich heraus, dass ich einen Hang zu Hashimoto habe. Das ist ein großes Thema in meiner Familie und überraschte mich dementsprechend wenig. Hashimoto wird auch genetisch vererbt und es sieht so aus, als würde sich bei mir gerade ein Hashimoto entwickeln. Dementsprechend ist das ein Thema, mit dem ich mich gerade sehr beschäftige und worüber ich viel lese. Vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an Auto-Immunerkrankungen, zu denen auch Hashimoto zählt.

Zum Thema Hashimoto kann ich euch diesen tollen Blog empfehlen. Der Ansatz dieses Blogs ist es, Hashimoto durch Bewegung und Ernährung in den Griff zu bekommen. In der Schulmedizin wirst du einmal eingestellt und musst dein Leben lang Tabletten nehmen. Der Blog zeigt einen anderen Weg mit einem ganzheitlichen Gesundheitskonzept ohne Schulmedizin und Tabletten. Es geht darum, nur natürliche und unverarbeitete Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.

Die auf dem Blog vorgestellte Therapie ist das Paleo-Autoimmunprotokoll. Ein Ernährungsplan, der aufzeigt, wie man sich aufgrund der Krankheit ernähren sollte. Zunächst wird auf ganz viele Lebensmittel verzichtet. Diese werden dann Stück für Stück wieder eingeführt. Es geht darum, auf den Körper zu achten und zu beobachten, was diese Lebensmittel in uns auslösen (Müdigkeit, Gereiztheit, Energie, mehr/weniger Schlaf). Also sehr ganzheitlich auf den Körper zu hören. Das ist etwas, was wir tendenziell nicht (mehr) machen. In den USA ist das eine ziemlich große Bewegung.Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, gibt es einige Bücher, die du dir dazu anschauen kannst. Bei mir ist das gerade ein sehr wichtiges Thema, da ich keine Lust habe, dass Hashimoto bei mir ausbricht. Ich muss noch einiges lernen, aber der Blog und die Bücher sind meine Quellen, durch die ich mich gerade arbeite. Im nächsten Quartalsbericht kann ich euch sicherlich mehr dazu erzählen.

Highs & Lows im Business

Business Highs

Wir hatten eine tolle Aktion für alleinerziehende Mütter und Väter. Ziel war es, steuerliche Ungerechtigkeiten gegenüber Alleinerziehenden aufzuzeigen und für das Thema zu sensibilisieren. Das Ganze wurde von einer Spendenaktion gekrönt. Ihr konntet einen von uns designten Beutel kaufen und alle aus dem Verkauf entstandenen Gewinne spendeten wir an den Verband Alleinerziehender Mütter und Väter in Berlin. Wir haben stolze 10.000 Euro zusammen bekommen! Das war wirklich eine super schöne Aktion!

Außerdem ist das Mentoring 2020 vorbei. Im Januar waren wir noch in der heißen Sales Phase, die super anstrengend war, noch anstrengender als im Vorjahr. Trotzdem war der Druck beim zweiten Mal weniger, da wir jetzt schon Learnings aus dem ersten Mentoring hatten. Wir hatten dieses Mal aber auch höhere Ziele und haben diese auch erreicht. Und 50% der heißen Sales Phase war ich nicht im Land und auch nicht wirklich erreichbar. Ich habe das meinem Team mehr oder weniger komplett überlassen. Das war eine komplett neue Erfahrung für mich und passte gut zum Thema ‚Loslassen‘.

Das Mentoring war der absolute Oberknaller. Wir hatten Teilnehmerinnen aus Spanien, Singapur, den USA, Dänemark, Niederlanden, Österreich, Schweiz, Kanada. Weltweit verstreut. Das war wirklich sehr besonders.

Im Mentoring zeigte sich wieder: Geld vermehren, Geld managen funktioniert in jedem Land und auch in jedem Alter. Die älteste Teilnehmerin war 63. Gerade die älteren Teilnehmerinnen waren super proaktiv mit dabei. Eine Teilnehmerin musste sich sogar entscheiden, ob sie am New-York-Marathon teilnimmt oder das Mentoring macht – sie entschied sich für das Mentoring. Insgesamt gab es viele solcher berührender Geschichten.

Auch zu Beginn der Corona-Krise lief das Mentoring noch. Tatsächlich fiel sie direkt in die Woche, in der es darum ging, ETFs auszusuchen. Die Teilnehmerinnen konnten also von günstigen Preisen profitieren und hatten mich und Ingo als Ansprechpartner für etwaige Fragen.

Von den Mentoring-Teilnehmerinnen im letzten Jahr hörte ich gar nichts. Das macht mich stolz, denn es zeigt mir, dass sie nicht zittrig geworden sind und genau wussten, dass Krisen dazu gehören.

Dagegen bekam ich viele Nachrichten von Frauen aus der Community, die noch nicht durch meine Schule gegangen sind, die in Panik verfielen.

Sowohl privat als auch im Business bin ich während der Krise entspannt. Ich habe die letzten Jahre gut gewirtschaftet und war sehr sparsam. Ich bin sehr froh, ein digitales Business zu haben, auch wenn es natürlich Zufall ist, dass die Krise vor allem Offline-Unternehmen getroffen hat. Ich generiere weiterhin Umsätze und kann antizyklisch investieren. Werbung ist beispielsweise gerade sehr günstig, weil keiner Geld für Werbung hat. Auch im Arbeitsmarkt gibt es Veränderungen: Viele Freelancer, die vor einigen Monaten noch ausgebucht waren, sind frei geworden. Das sind gute Business Opportunities für Unternehmen, die gerade Cash haben. Und als Unternehmerin ist das natürlich auch ein schönes Gefühl, wenn man diesen Personen Arbeit anbieten kann.Ein weiteres Highlight: Mein Taschenbuch „Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können“ wird ins Russische übersetzt.

Kommen wir zu den Business Lows

Das Mentoring-Abschlussevent konnte wegen Corona nicht stattfinden. Das ist sehr sehr schade, aber natürlich nicht super schlimm. Auch hier hatte ich glücklicherweise genug Cash, um Fotografen, Caterer und Moderatorin schonmal zu bezahlen und die Leistung dann zu späterer Zeit in Anspruch zu nehmen.

Generell bin ich einfach nur dankbar, dass ich in den letzten Jahren gut vorgesorgt habe und jetzt in der Krise keinen Agenturen oder Mitarbeiter*innen kündigen muss. Das ist ein großes Privileg, das ich mir natürlich auch erarbeitet habe. Trotzdem bin ich einfach nur dankbar, dass ich bis dato von dieser Krise komplett verschont blieb.

Meine größten Erkenntnisse

Erkenntnisse über mich selbst

Ich glaube, in der Corona-Zeit haben wir alle sehr viel über uns selbst gelernt. Hier sind meine Top-Learnings:

Wie schnell sich das Denken ganz persönlich innerhalb weniger Tage gedreht hat: Von „Die sollen sich mal nicht so anstellen“ hin zu „Oh shit, ich muss einkaufen gehen“. Ich hatte aufkommende Existenzängste. Selbst bei mir als rationalen Menschen kamen Panikgefühle auf. Und viele Gedanken, die ich mir in den letzten 34 Jahren nie machen musste. Plötzlich konnte man Dinge, die total normal sind, nicht mehr machen. Im Bio-Laden stand ich vor leeren Regale. Das alles berührte mich sehr und machte mich emotional auch ein Stück weit fertig. Was mir in dieser Phase half, war zu wissen, dass ich und meine Familie uns finanziell keine Sorgen machen müssen. Es ist natürlich viel entspannter zu wissen: Ich bin finanziell gut aufgestellt.

Jetzt sollten auch die allerletzten unter euch sich für die Zukunft besser aufstellen. Wenn du noch keinen hast, spar dir einen Notgroschen an. Dieser sollte mindestens 3 Monatsgehälter umfassen. Wer das jetzt noch nicht gemacht hat: Machen!

Es war auch meine erste Wirtschaftskrise am Finanzmarkt, bei der es so richtig tief runter ging. Als ich das erste Mal in mein Depot schaute, dachte ich mir auch: Verdammt, es ist echt nicht so geil, solche vorübergehende Verluste zu sehen. Das war alles sehr rot. Aber ich war entspannt. Ich nutze die niedrigen Kurse, um nachzukaufen und freue mich auf die guten Zeiten, wenn es wieder nach oben geht.

Meine Erkenntnisse über das Leben

Unsicherheit gehört dazu. Für mich als jemanden, der nach maximaler Kontrolle strebt, ist das eine schwierige Erkenntnis. Es ist also für mich gerade sehr lehrreich, zu akzeptieren, dass ich nicht alles kontrollieren kann. Was ich allerdings immer kontrollieren kann, ist meine Reaktion. Wie ich mit der Situation oder den äußeren Umständen umgehe. Es gilt in Szenarien zu denken und verschiedene Pläne in der Schublade zu haben. Pläne zu machen macht trotz Unsicherheit Sinn, denn sie geben Sicherheit und Struktur. Dadurch hat man ein gutes Fundament und ist in der Lage, flexibel zu reagieren.

Es kommt darauf an, wie man mit dem Leben und äußeren Umständen umgeht. Das Leben ist nicht böse zu uns. Ich glaube, dass hinter allem eine gute Absicht steht. Wenn man das so sieht, sieht man auch mehr Chancen als Grenzen und Hindernisse.

Wahrscheinlich kann man die Menschheit in zwei Lager teilen: Die, die an der Krise gescheitert sind, die nur Grenzen gesehen haben und diejenigen, die sie als Chance gesehen haben und aufblühen. Es liegt also weniger an den äußeren Umständen als an der inneren Haltung, wie man durchs Leben gehen möchte.

Die Krise ist auch eine Lupe: für unseren Charakter, unsere Einstellung zum Leben, für unser Sozialverhalten, für unseren Glauben und unsere Werte. Wir bekommen hier gerade ganz viele Einblicke in uns selber und unser Umfeld. Das hilft uns selbst und die Menschen in unserem Umfeld noch besser zu verstehen.

Meine Erkenntnisse über Menschen

Menschen sind nicht in der Lage, langfristig zu denken. Sie können nicht kurzfristig auf etwas verzichten, um langfristig etwas Erstrebenswertes zu bekommen. Das gilt übrigens für alle Lebensbereiche. Ich glaube: Wer in der Lage ist, langfristig zu denken und zu handeln, ist ein langfristiger Gewinner – in jeder Hinsicht.

Stichwort: Herdenverhalten. Eine rennt und alle rennen mit. Zu diesem Thema empfehle ich euch das Buch: Psychologie der Massen. Durch Herdenverhalten entstehen beispielsweise Hamsterkäufe. Das ist an der Börse dasselbe und so entstehen Börsenkrisen: Einer schreit verkaufen, noch einer schreit verkaufen und alle gehen mit.Eine weitere Erkenntnis in diesem Quartal: Geld löst keine Geldprobleme, sondern Wissen. Viele Privatmenschen kommen gerade in die Bredouille, weil sie nicht gelernt haben, wie man mit Geld umgeht und das Fundament nicht stimmt. Das gilt übrigens auch für viele Unternehmen. Denn die Krise bringt ans Licht, wie manche Unternehmen in den letzten Jahren gewirtschaftet haben. Bei manchen fehlt schlichtweg die betriebswirtschaftliche Grundlage.

Meine Buchtipps

Wie versprochen gibt es zum Abschluss noch einige Buchtipps von mir:

Shaolin – Du musst nicht kämpfen, um zu siegen* – Bernhard Moestl
The subtle art of not giving a fuck* – Mark Manson
In der Stille liegt dein Weg* – Ryan Holiday
Alle von Vera Birkenbihl

23 Shares

2 Kommentare

  1. MELANIE

    Ich werde jetzt in 5 Wochen 70 Jahre jung.
    Habe mein ganzes Leben nach der Devise gelebt, weniger ist mehr.
    Jeder Konsum verlangt nach immer mehr. Deshalb abwarten, bis der Trend vorbei ist und plötzlich wird es dir „nachgeschmissen“.
    Wohne im schuldenfreien Haus und konnte meinem Sohn auch noch ein Haus schenken.
    Fahre nur Rad und verpesten keine Umwelt.
    Ständig Geld ausgeben, zeugt von Unzufriedenheit.
    Liebe Grüße Melanie

Schreibe einen Kommentar zu MELANIE Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.