Neben dem Job ein Business aufbauen

Ich wurde von Sarah Desai für ihren The Mindful Sessions Podcast interviewt. Wir sprechen darüber, wie man ein Business neben dem Job aufbauen kann und über achtsames Geld ausgeben. 

Sarah machte vor Kurzem eine Umfrage mit den Personen aus ihrer Community und wollte wissen, in welchem Bereich diese noch nicht das Leben leben, das sie leben wollen? Die Top-Antwort war: im Beruf. Viele wünschen sich eine berufliche Veränderung. Gleichzeitig nannten viele Geld als Grund, diesen Schritt nicht einfach zu wagen. Die große Frage lautet: Wie soll ich das finanziell stemmen?

Du kannst dir die Podcastfolge hier anhören:

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Träume erfüllen ja – aber wer finanziert es?

Hierfür gibt es verschiedene Ansätze: Es gibt die Einnahmen und die Kosten. Wenn ich von etwas nicht leben kann, heißt das, dass meine Einnahmen zu niedrig für meine Kosten sind.

Es gibt dann 2 Möglichkeiten: 

  • Einnahmen erhöhen (zum Beispiel: Mehr verdienen) 
  • Kosten verringern

Nehmen wir das folgende Beispiel: Frau verdient 2000 Euro netto und kann davon gerade so leben. In ihrem Traumjob würde sie nur 1500 Euro netto verdienen. Dann stellt sich die Frage: Was ist wichtiger? Die große Wohnung, das Auto oder ist frau bereit, für den Traumjob erst einmal zurück zustecken?

Schau dir nicht nur die Einnahmen an, sondern auch die Kosten.

Ich finde, wir schauen tendenziell zu viel auf das, was reinkommt. Dabei ist der Kostenblock mindestens genauso relevant  und teilweise noch einfacher zu beeinflussen. 

Deswegen mein erster Tipp: Schaut auf die Kosten! Eine typische Kostenfalle ist: Wenn die Einnahmen steigen, steigen auch die Kosten! 

Wenn du in die Selbstständigkeit möchtest, ist mein Tipp: Behalte deinen Vollzeitjob erstmal, nimm die Kohle weiterhin mit und zieh am Wochenende und abends dein eigenes Business hoch. Sobald das Side Business kostendeckend ist, kannst du deinen Job kündigen. So habe ich es auch gemacht und es ist für mich die sicherste Variante. 

Ich würde niemandem empfehlen: Folge deiner Leidenschaft, es wird schon alles gut gehen und dann geht’s vielleicht nicht gut. Den Stress braucht man als Gründer*in nicht.

Eine Idee kann auch sein, in Teilzeit zu arbeiten, zum Beispiel anstatt 5 Tage nur noch 4, um einen Tag mehr fürs eigene Business zu haben.

Finanzielle Unsicherheit als Gründerin oder wenn du dich beruflich umorientierst, ist sehr schwierig. Denn wenn man gleich zu Beginn Geldsorgen hat, kann das die Kreativität blockieren.

Wie bekomme ich einen Überblick über die Kosten?

Du solltest dir alle Kosten aufschreiben, zum Beispiel in einer Excel-Tabelle, und ausrechnen, wie viel jeden Monat übrig bleibt.

Fixkosten sind besonders interessant, denn wenn du hier etwas einsparen kannst, sparst du jeden Monat aufs Neue (zum Beispiel: Handyvertrag, Miete, etc).

Du solltest aber auch deine variablen Kosten wie Klamotten, Essen, Kosmetika, etc. aufschreiben.

Wichtig ist es, einen Überblick zu bekommen und danach Sparpotenziale zu identifizieren.

Wenn frau anfängt, ein Haushaltsbuch zu führen, gibt es Überraschungen. Denn oftmals sind es viele kleine Beträge, die sich am Ende des Monats zu einer großen Summe anhäufen.

In dem Moment, in dem frau anfängt, sich ihre Kosten aufzuschreiben, fängt die Veränderung des Mindsets an. Bei Ausgaben wird mehr hinterfragt, ob es wirklich nötig ist, und Kosten werden sich bewusster gemacht.

Ist sparen ein langfristiges Thema?

Wir denken beim Thema sparen oft zu kurzfristig und unterschätzen kleine Beträge. 50 Euro über Monate und Jahre summieren sich auch. Man kann gut mit einem kleinen Betrag starten und dann hochschrauben. Wenn einmal Sparpotenziale entdeckt wurden, kann sicherlich auch noch mehr gespart werden. Wenn frau anfängt, ihre Denk- und Handlungsweisen zu ändern, kann sie auch mehr sparen! Die Veränderung beginnt bei dir! 

Wenn alle Sparpotentiale identifiziert wurden, kannst du dir deine Einnahmen anschauen. Mach’ dir bewusst, dass du nur so viel sparen kannst, wie du verdienst. Einkommen ist auch eine Schraube.

Eine weiterer Hebel sind Investitionen, wie zum Beispiel an der Börse in ETFs und Aktien. Das sind aber wirklich langfristige Investitionen (15 Jahre plus). Das ist ein Tool für Altersvorsorge und Sicherheit im Alter.

Die 3 Hebel sind also: Geld verdienen, Geld sparen und investieren. Wenn diese 3 Schritte aufeinander abgestimmt sind, um deine Ziele zu erreichen, hast du ein gutes Fundament gelegt.

Ein bewusster Umgang mit Geld ist wichtig

Geld betrifft uns alle und trotzdem setzen wir uns viel zu wenig damit auseinander. Auch in der Partnerschaft sollte man über Geld sprechen.

Geld beeinflusst indirekt und direkt auch andere Lebensbereiche wie Gesundheit (kann ich mir bestimmte Lebensmittel oder Medikamente leisten?), Zeit und Karriere, Partnerschaft, Beruf, Körpergefühl, usw. Geld kann sehr viel beeinflussen.

Unter den Deutschen sind Geldsorgen immer auf Nummer 1 der Sorgen: Sorgen nicht über die Runden zu kommen, Sorgen vor Altersarmut, usw. Das Thema Geld ist trotzdem in unserer Gesellschaft immer noch unterrepräsentiert.

Mit diesen Schritten kannst du noch heute mit dem Thema Geld anfangen

Egal, was dein Ziel oder deine Träume sind (weniger arbeiten, 2x im Jahr in den Urlaub fahren, mehr Zeit mit den Kindern verbringen): Mit diesen 3 Schritten kannst du noch heute anfangen, dich um dein Geld zu kümmern.

  1. Was ist dein Ziel und wann möchtest du es erreichen?
  2. Was kostet das? Wie viel brauchst du im Jahr zum Leben?
  3. Rückwärts rechnen

Da sind wir dann wieder bei Einnahmen, Ausgaben und Investitionen. 

Das funktioniert sowohl für langfristige als auch kurzfristige Pläne. Es ist aber natürlich ein Unterschied, ob du 2 oder 20 Jahre Zeit hast, zu sparen, das hängt alles zusammen.

Ich hoffe, du konntest ein paar hilfreiche Tipps aus meinem Gespräch mit Sarah mitnehmen. Wenn dem so ist und du noch mehr Tipps & Tricks und Neuigkeiten aus dem Madame Moneypenny Universum möchtest, melde dich hier für meinen kostenlosen Newsletter an.

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