Nachhaltige Aktien – So investierst du mit gutem Gewissen!

Dieser Artikel ist ein Auszug aus meinem Ebook „Bali statt Bochum – Wie jede Frau ihr Ticket in die finanzielle Unabhängigkeit löst„, in dem du Schritt-für-Schritt deine finanzielle Unabhängigkeit aufbauen wirst. Wenn du also nicht nur mehr Geld sparen sondern auch noch mehr Geld verdienen und dieses Geld für dich arbeiten lassen willst, damit du deine Zeit (dein wertvollstes Gut!) mit wichtigeren Dingen als arbeiten verbringen kannst, solltest du mal hier vorbeischauen: Zum Ebook.

Nachhaltige Aktien für eine bessere Welt

Viele Frauen interessiert besonders die Vereinbarung des Kapitalmarktes mit unseren ethischen Grundsätzen. Börse und Aktieninvestments haben einen schlechten Ruf, nicht zuletzt weil eine Horde wildgewordener Investmentbanker uns die letzte Finanzkrise eingebrockt hat. Manche dieser Leute gehen an die Grenzen des Erlaubten, um am Ende des Jahres einen solch hohen Bonus einzusacken, den du und ich höchstwahrscheinlich in unserem ganzen Leben nicht verdienen werden. Aber mit denen hast du nichts gemeinsam und auch nichts zu tun. 

Dennoch ist es eine sehr gute Idee dir vor deiner Laufbahn als Privatanlegerin Gedanken über deine persönlichen Werte und Grundsätze zu machen. Da spielen nachhaltige Aktien natürlich eine große Rolle. Denn letztendlich unterstützt du mit jedem Investment ganz aktiv ein bestimmtes Unternehmen einer bestimmten Branche. Möchtest du tatsächlich Unternehmen aus der Rüstungs-, Pharma- und Tabakindustrie unterstützen? Ich persönlich versuche einen Bogen um Rüstung, Pharma, Tabak, Banken und (als Vegetarierin) alles, was mit der Produktion und Verarbeitung von Fleisch zu tun hat, zu machen. Natürlich kann man sich das bei Fonds-Investments nur bedingt aussuchen – Bayer und die Deutsche Bank gehören nun mal zu den im Index EUROSTOXX 50 enthaltenden Unternehmen. Es gibt aber auch ETFs, die bestimmte Branchen stärker gewichten als andere. Der MSCI WORLD CONSUMER STAPLES TRN INDEX ETF 1C (WKN: DBX0G6)  beispielsweise konzentriert sich zum Großteil auf Tabakunternehmen und beinhaltet auch explizit Unternehmen aus dem Pharmasektor. Während der Lyxor ETF New Energy (WKN: LYX0CB) sich auf den World-Alternative-Energy-Index (WAEX) bezieht, in dem die 20 größten Firmen der Welt vertreten sind, die im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind. Daher lohnt sich, wie immer, der Blick in die Anlegerinformationen!

Wie du nachhaltige Aktien und ethische Investments findest

Neben der Branche gibt es weitere Faktoren, die du in deine Überlegungen miteinbeziehen kannst. Diese lassen sich im sogenannten ESG = Environment, Social, Government zusammenfassen. „Environment“ umfasst Energie- und Wasserverbrauch des Unternehmens, Umweltverschmutzung sowie Müllproduktion eines Unternehmens. „Social“ beinhaltet Menschenrechte, Arbeitsrecht sowie Innovationskraft und Supply Chain Management. Beim Faktor „Government“ geht es darum, wer eigentlich in Geschäftsführung und Aufsichtsrat des Unternehmens sitzt und wer die größten Investoren sind. Ich empfehle dir dazu den TED-Talk von Chris McKnett. Wenn du diese Faktoren eines Unternehmens recherchiert und geprüft hast und zu einem positiven Ergebnis kommst, kannst du von nachhaltigen Aktien und ethischen Investments ausgehen. Interessant ist hier konkret der Natur-Aktien-Index (NAI). Er umfasst 30 internationale Unternehmen, die nach besonders konsequenten Kriterien als erfolgreiche Öko-Vorreiter ausgewählt werden.

Nachhaltige Aktien liefern mehr Rendite!

Natürlich soll auch die finanzielle Komponente stimmen. Du investierst ja nicht zum Spaß, sondern letztendlich, um dein Geld zu vermehren. Gute Nachrichten: Ein Vergleich der Performance der 30 größten US-Unternehmen mit der von nachhaltigen Unternehmen zeigt, dass letztere in den Jahren 2005 bis 2013 durchgehend besser performt haben – und zwar zeitweise sogar um ein Drittel. Die nackten Zahlen zeigen: Aus einem 1993 in nachhaltige Unternehmen investierten US-Dollar wurden bis zum Jahr 2013 28 US-Dollar. Bei einem Investment in Unternehmen mit wenig Verantwortungsbewusstsein für Nachhaltigkeit wurden daraus nur 14 US-Dollar – gerade mal die Hälfte!

Wenn du neben deinem Weltportfolio zusätzlich in nachhaltige ETFs investieren möchtest, findest du hier eine Liste mit ETFs, die dafür in Frage kommen könnten: http://www.die-klimaschutz-baustelle.de/etf.html.

Wie kaufe ich nun nachhaltige Aktien und ETFs?

Alles, was du brauchst, ist ein Depot bei einer Online-Bank. Ich empfehle dir hierfür die Comdirect oder OnVista. Wenn du dein Depot eröffnet hast und weißt, in welche Aktien oder ETFs du investieren möchtest, brauchst du diese nur suchen (bei Comdirect oder OnVista) und auf „kaufen“ klicken. Noch eingeben, wie viele Anteile du kaufen möchtest, mit eine mobileTAN bestätigen und das war’s dann schon – du hast eins oder mehrere nachhaltige Unternehmen unterstützt!

Fazit: Mit wohl überlegten und gut recherchierten Investments kannst du ganz gezielt nachhaltige Unternehmen fördern und somit etwas für unseren Planeten sowie deine Mitmenschen tun und dabei auch noch eine vergleichsweise hohe Rendite einfahren. Hat da jemand Win-Win-Situation gesagt?

Bild: Pexels

3 Kommentare

  1. Hi Natascha,
    erst einmal ein Riesenkompliment: Deine Webseite ist großartig und das Beste, was mir zum Thema „Finanzielle Freiheit für clever investierende Frauen“ über den Weg gelaufen ist!

    Eine kleine Anmerkung zu Deinem heutigen Post, der für mich bei aller Vorliebe für nachhaltige und wert(e)volle Aktien und ETFs einen sauren Beigeschmack enthielt: Du schließt Pharmaaktien per se aus. Hm… Damit verdammst Du auch all jene Unternehmen, denen insulinpflichtige Diabetiker ihre Lebensqulität verdanken, die MS-Betroffenen dabei helfen, ihre Spastiken zu lindern oder die meinen (leider zahlreichen) von Brustkrebs betroffenen Freundinnen Chemotherapien oder Operationen bieten, die nun mal ohne Narkotika u.ä. nicht umzusetzen wären. Ich nehme DIch sonst als reflektierte Frau wahr, die generelle Verurteilung der „immer bösen“ Pharmaindustrie passt da nicht ins Bild.

    Sicherlich sind wir uns jedoch dazu einig: Es gibt schwarze Schafe, leider und überall. Auch in der Pharmaindustrie. Auch im Öko-Bio-Sektor. Auch bei den socials.

    Liebe Grüße,
    Ulrike

  2. Hey! Ich überlege, ob ich den 7% Anteil des Weltportfolios für Rohstoffe lieber in eine der grünen ETFs stecken soll, also in erneuerbare Energien. Zumal mir die ETFs, die ich bei den Rohstoffen finde, immer irgendwie nicht zusagen, die Charts sind so schlecht. Aber ist dann mein Weltportfolio noch genügend diversifiziert? Den Rest hab ich wie in der Kommer-Vorlage verteilt. Was meinst du?

    • Madame Moneypenny

      Hi Annabell,

      ich finde das eine gute Idee!
      Erneuerbare Energien sind ggf. nicht soooo breit diversifiziert wie ein Rohstoff-Mix, aber ich denke nicht, dass das groß ins Gewicht fällt.
      Wenn du es dir gut überlegt hast und weißt, warum du dieses Investment tätigst, spricht nichts dagegen.
      Allerdings würde ich nicht dazu raten ETFs rein nach Charts zu beurteilen, denn die vergangene Entwicklung sagt nichts über die zukünftige aus. Rohstoffe sind in der Regel recht volatil, das Bild kann sich also schnell ändern 😉

      Aber wie gesagt, Rohstoffe durch erneuerbare Energien ersetzen, ist bestimmt keine verkehrte Idee.

      Viele Grüße
      Natascha

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