Moneytalk: Meine Büchertipps zur Unternehmensgründung

Im Zuge der Vorbereitungen auf den 5. Geburtstag von Madame Moneypenny, habe ich mich zurückerinnert, wie damals alles angefangen hat. Bevor aus einer Idee ein belastbares Konzept wird, mit dem frau Geld verdienen kann, müssen einige Fragen beantwortet werden. Weil es unmöglich ist, das Thema Unternehmensgründung in all seinen Aspekten in einem Blogartikel abzuhandeln, teile ich stattdessen heute meine Buchtipps dazu mit euch.  

Darum geht es konkret:

  1. Warum trotz Covid-19 genau JETZT die perfekte Zeit zum Gründen ist.
  2. Buchtipps: 
    1. Von der Idee zum Business Konzept
    2. So teilst du deine Idee mit der Welt (Marketing & Kommunikation)
    3. Langfristig mit eigenem Business überleben 
  3. Eure Fragen

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Die Podcastfolge kannst du dir hier direkt anhören:

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Gründen in der Krise

Macht das Sinn? Davon bin ich überzeugt. Denn gerade in Krisen entstehen die genialsten Businessideen. Wusstest du, dass Uber, Airbnb und Zalando in der letzten Finanzkrise geboren wurden? 

Genau jetzt haben wir die Möglichkeit innezuhalten und uns selbst zu hinterfragen. Und ich sage dir: Wer während einer Wirtschaftskrise gründet und dranbleibt, der schafft höchstwahrscheinlich auch alles andere. Schließlich zeigt sich gerade in schwierigen Zeiten, wie wetterfest ein Unternehmen wirklich ist. 

Wenn du also darüber nachdenkt zu gründen, dann go for it! Die Bücher, die ich dir nun vorstelle, können dir dabei helfen. Natürlich ist die Liste alles anderes als vollständig. Ich hoffe aber, dass sie dir den Einstieg in die einzelnen Themen ermöglichen. Von da aus wirst du immer neue Bücher finden.

Von der Idee zum Business Konzept

Wie du vielleicht weißt, ist eine Idee noch lange kein Geschäftsmodell. Wie du dir das erarbeitet – darum geht es in meinem ersten Buchtipp…

Business Model Generation* von Alexander Osterwalder & Yves Pigneur

Du hast schon mal eine Idee. Sehr gut. Fragst du dich: 

  • Wie du damit Geld verdienst?
  • Wie du Kunden findest?
  • Was deine Vertriebswege sein können?
  • Wer überhaupt deine Zielgruppe ist?

Alexander Osterwalder & Yves Pigneur führen dich durch die verschiedene Aspekte eines Businessmodells. Aufgebaut ist das Ganze wie eine Art Workbook. Du bekommst also alle möglichen Übungen an die Hand, um diese Fragen einmal richtig zu beantworten. Ein super Einstieg in der Anfangsphase.

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Die 4 Stunden Woche* von Tim Ferriss

Ein Buch, was ich vor etlichen Jahren gelesen habe und immer mal wieder aus dem Schrank hole. 

Es geht darum, ein smartes Konzept für ein einfaches, digitales Business aufzubauen, in das Unternehmer*innen bestenfalls nur 4 Stunden pro Woche investieren müssen. Weil es ein System gibt, das die Arbeit im Hintergrund erledigt. 

Um das zu erreichen, muss dein Konzept nicht kompliziert sein. Im Gegenteil. Tims Buch ist für mich vor allem ein Buch zur Inspiration. Es vermittelt das richtige Mindset und gibt Tipps für Anfänger.

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Kopf schlägt Kapital* von Günter Faltin

Untertitel: ‘Die ganz andere Art ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust ein Entrepreneur zu sein.’ 

Vielleicht hast du das Mindset, dass du zum Gründen erstmal eine ganze Stange Geld brauchst. Mit diesem Mythos räumt Günter Faltin in seinem Buch auf. Zur Umsetzung deiner Idee brauchst du vor allem erstmal eines: deinen Kopf. 

Sein Konzept dahinter ist, sich auf bestehende Komponenten zu fokussieren. 

Beispiel: Du willst einen zuckerfreien Schokoriegel produzieren. Ein Weg das zu tun, wäre es, einen riesigen Kredit aufzunehmen, um sich Maschinen dafür zu kaufen. Ein Anderer, sich zu überlegen, wer bereits Schokoriegel produziert. Vielleicht sind die Maschinen dieser Hersteller nicht voll ausgelastet und man könnte diese mitbenutzen. Auf einmal sprechen wir von variablen Kosten pro Riegel, der übers Band geht und einem wesentlich geringeren Anfangsinvestition. 
Es wird schnell deutlich, dass es viele kreative Ideen gibt, um sein Business voranzubringen, ohne auf Investorensuche zu gehen oder das eigene Sparbuch zu plündern. Im Buch findest du viele Beispiele von Unternehmer*innen, die bestehende Komponenten neu kombiniert haben und so ein innovatives Unternehmen auf die Beine gestellt haben.

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Wenn ihr diese Bücher gelesen habt, seid ihr ausgestattet mit einer ausgereifteren Idee, einem Businesskonzept und dem richtigen Mindset, um loszulegen. Eventuell habt ihr auch schon ein Produkt. Dann geht es im nächsten Schritt darum, den Menschen mitzuteilen, dass du das beste Produkt auf die Beine gestellt hast, das die Welt je gesehen hat.

So teilst du deine Idee mit der Welt (Marketing & Kommunikation)

Wie erreiche ich die richtigen Menschen und was sage ich denen überhaupt? Diese beiden Fragen haben mich eine ganze Weile umgetrieben. 

Diese Bücher helfen dir, deine Message so klar wie möglich zu machen. Damit deine Zielgruppe sofort versteht, worum es bei dir geht.

Start with Why* von Simon Sinek

Warum tun wir eigentlich, was wir tun? Wie tun wir das ganz genau? Das zu wissen, bringt Unternehmer*innen die Klarheit, die es braucht, um intern und extern die eigene Message zu kommunizieren. 

Das Konzept ist simpel. Am Anfang steht immer das ‘Warum’. Erst dann folgt das Wie und das Was. Was genau heißt das…

Warum: Warum machst du, was du machst? Warum braucht das die Welt? Was ist deine Mission?

Unsere Mission bei Madame Moneypenny ist beispielsweise diese: Frauen in ihre finanzielle Unabhängigkeit zu bringen. Warum? Weil unabhängige Frauen, starke Frauen sind und die Welt starke Frauen braucht. Letzteres ist eher die Vision, die hinter allem steht. Diese zu finden, hat ein paar Jahre gedauert.

Wie: Wie machen wir das?

Bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom. Durch die Frage nach dem Wie kommt ganz automatisch eine gewisse Differenzierung zustande. 

Es gibt nicht nur einen Weg, um Frauen in ihre finanzielle Unabhängigkeit zu bringen. Unser Weg bei Madame Moneypenny, um das zu erreichen, ist finanzielle Bildung. Ich hätte aber auch Finanzberaterin werden oder mein Wissen an Schulen teilen können.

Was: Was bietest du an?

Jetzt erst wird es konkret. Was bietest du deinen Kunden an, um das zugrundeliegende Ziel zu erreichen? Wir sprechen hier also zum Beispiel von Produkten. 

Bei Madame Moneypenny sind das Bücher, das Mentoring Programm & Online Kurse. Genau so aber auch der Podcast, die Facebook Gruppe und der Instagram Kanal

Mein Tipp: Wenn du mehr zu dem Thema wissen willst, dann schau dir Simons Ted Talk dazu an.

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Purple Cow* von Seth Godin

Bleiben wir beim Thema Marketing. Es wäre egal, welches Buch von Seth Godin ich hier vorstellen würde, sie sind alle brilliant.  Ich habe damals mit ‘Purple Cow’ angefangen und kann es sehr empfehlen. 

Es geht darum, aufzufallen. Es geht darum, mutig zu sein, Dinge anders zu machen und sich dadurch von der Masse abzuheben. 

‘Don’t try to make a product for everybody because that is a product for nobody.’

Nachdem du dieses Buch gelesen hast, weißt du, dass du dein Produkt für eine ganz bestimmte Zielgruppe gestalten solltest. Und damit in Kauf nimmst, dass viele andere damit nichts anfangen können. Kreiere also deine ganz eigene lilafarbene Kuh.

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Building a StoryBrand* von Donald Miller

Dieses Buch habe ich richtig auseinander genommen. Wenn du auf der Suche nach einer  Hands-On Anleitung bist, wie du deine Message überzeugend kommunizierst, dann bist du hier an der richtigen Adresse. 

Es ist sicherlich hilfreich, sich vorher Gedanken darüber gemacht zu haben, was dein Warum ist und wie du dich von der Masse abheben möchtest. Basierend darauf, hilft dir Donald dabei, deine Nachricht prägnant auf den Punkt zu bringen. 

Für alle neuen Produkte, die es bei Madame Moneypenny gibt, machen wir immer, immer eine StoryBrand. Wenn du wissen willst, wie das aussehen kann, dann schau dir die Seite zu meinem Mentoring Programm an.

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Langfristig mit dem eigenen Business überleben

Du hast eine Idee, ein Konzept & ein Produkt, das du vermarktest. Du bist also mittendrin in deinem Business.
Spätestens jetzt hast du wahrscheinlich mitbekommen, dass nicht alles so läuft, wie du dir das vorgestellt hast. Daran darfst du dich im übrigen ganz schnell gewöhnen. 

Was mir in diesen Phasen hilft, sind Geschichten von anderen Unternehmer*innen.

Shoe Dog* von Phil Knight

Wenn du die Geschichte vom Nike Gründer gelesen hast, zählt kein Gejammer mehr. Der Mann hat so krasse Rückschläge erlebt und ist so oft wieder aufgestanden, dass deine Probleme dir winzig klein vorkommen werden. 

Ich weiß nicht, ob ich so lange durchgehalten hätte, wie Phil, aber das Buch ist eine echte Inspiration!

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Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer* von Stefan Merath

Leider nicht gegendert, leider nicht sonderlich attraktiv (weder vom Titel, noch von der Aufmachung). Trotzdem ist es ein Buch voller AHA-Momente und vor allem dann für dich geeignet, wenn du nicht mehr komplett am Anfang stehst. 

Stefan Merath erzählt die Geschichte eines Unternehmers, der kurz vorm Burnout steht. Dieser gerät an einen neuen Business Coach, der sein ganzes Unternehmen auseinander nimmt.  

Als Unternehmer*in kann es mit der Zeit extrem viel werden. Nicht ohne Grund ist die Krankheitsrate bei Unternehmer*innen höher als bei Angestellten. Stefans Buch gibt wertvolle Tipps an die Hand, die helfen, dem entgegenzuwirken. 

Ein paar wichtige Erkenntnisse aus dem Buch möchte ich mit dir teilen..

Die Aufgaben ändern sich mit der Zeit

Hier geht es um den Unterschied zwischen Selbstständigen und Unternehmer*innen. “Ein Selbstständiger oder auch Freiberufler ist eine Fachkraft, die zum Teil die Aufgaben des Managers und des Unternehmens übernimmt. Ein Unternehmer hingegen übernimmt ausschließlich die Aufgaben des Unternehmers. Dafür muss er anders denken, anders fühlen, anders handeln als ein Selbstständiger.”

“Als Unternehmer haben sie Fachkraft- und Managementaufgaben bei der Gründung ihres Unternehmens nur zeitlich befristet übernommen, da niemand sonst zur Verfügung stand.”

Die unternehmerischen Wachstumshürden

“Die erste Hürde ist, auf die Startbahn zu kommen und zu beschleunigen. Die zweite Hürde, abzuheben und das Fahrwerk einzufahren. Auf der Startbahn und in der Luft gelten völlig unterschiedliche Regeln und Gesetze.” 

Die Quintessenz

Für mich war es die Erkenntnis, dass es eine Unterscheidung zwischen Fachkraft, Manager*in und Unternehmer*in gibt. 

Am Anfang macht man alles und übernimmt dementsprechend auch Aufgaben, für die man idealerweise Fachwissen bräuchte. Irgendwann stellt frau für diese Aufgaben eine Fachkraft ein und übernimmt eine Managementfunktion. Dazu gehört es, Ziele zu vereinbaren, anzuleiten und die Richtung vorzugeben. Die höchste Entwicklungsstufe ist die der Unternehmerin. Als solche arbeitet frau am und nicht mehr im Unternehmen. 

Diese Entwicklung ist notwendig, um langfristig zu überleben. Du kannst nicht für immer Fachkraft, Managerin und Unternehmerin in einem sein. Nicht, ohne, dass du daran kaputt gehst. 

Deshalb ist es wichtig, nach und nach Menschen einzustellen, die richtig Bock auf deine Vision haben. Dann kannst du dich wieder auf die Vision und die strategischen Projekte konzentrieren, die von Managern und Fachkräften umgesetzt werden können.

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The E Myth* von Michael E. Gerber

Nachdem du jetzt weißt, dass es einen Unterschied zwischen einer Fachkraft, einer Managerin und einer Unternehmerin gibt, gehen wir mit diesem Buch einen Schritt weiter. 

Am Beispiel einer Konditorin, die überlegt ein Café aufzumachen, beschreibt Michael Gerber, wie der Sprung von der Fachkraft- zur Unternehmerin gelingt. 

Er sagt: “If your business depends on you, you don’t own a business, you have a job.” Und weiter: “The purpose of going into business is to get free of a job so you can create jobs for other people.”

Wie das funktioniert? In dem du Systeme aufbaust, die unabhängig von dir als Person sind. 

Das Buch hilft dabei, zu reflektieren, an welcher Stelle du gerade stehst und was dein nächster Schritt sein sollte.

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Anything you want* von Derek Sivers

Zu guter Letzt ein Buch, das ich schon oft verschenkt habe. In diesem spricht Derek, der Gründer von CD Baby (das Unternehmen hat er 2008 sehr profitabel verkauft) über 40 Lektionen für Unternehmer*innen.

Was ich daraus mitnehme… Immer wieder finde ich mich in Situationen wieder, in denen ich nicht weiß, ob ich links oder rechts gehen soll. Als Unternehmerin gibt es niemanden, der mir diese Entscheidungen abnehmen kann. In diesen Momente denke ich an dieses Buch. Wenn ich nicht weiß, was die beste Entscheidung ist, mache ich es so, wie ich es selbst am liebsten hätte. Anything I want eben. 

Aus diesem Buch stammt übrigens auch das viel verwendete Zitat: “If it is not a hell yes, its a no.” Es gibt kein Ja.

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Bonus-Tipps

Zum Thema Mitarbeiter einstellen: Who* von Geoff Smart und Randy Street.
Zum Thema Finanzen: Profit First* von Mike Michalowicz

Eure Fragen:

Welche Funktion hättest du dir gewünscht als erstes eingestellt zu haben?

Wenn ich heute beim Thema Einstellungen nochmal anfangen könnte, würde ich als erstes eine persönliche Assistenz einstellen. Eine Person, die da richtig Bock drauf hat, wird euch den Rücken freihalten, bei den Milliarden Dingen, die täglich unsere Aufmerksamkeit fordern und uns langsam machen. 

Welche Biografien von Frauen kannst du empfehlen?

What I know for sure* von Oprah Winfrey, Girl Boss* von Sophia Amoruso und Million Dollar Women* von Julia Pimsleur.

Wie stehst du zum Thema Personal Brand in Bezug auf ‘Gebraucht werden im Unternehmen’?

Das versuche ich gerade herauszufinden. Stand heute würde das bei Madame Moneypenny wahrscheinlich nicht sonderlich gut funktionieren. Nichtsdestotrotz sind die Dinge, die ihr von mir seht (Moneytalks, Interviews, etc.) 5% meiner Arbeit. 95% des Tages verbringe ich mit anderen Dingen. Ein Großteil dieser kann ich zukünftig abgeben. 

Am Ende bin ich diejenige, die entscheidet, wie mein Unternehmen aussieht. Im Moment habe ich nicht das Bestreben, mich zu 100% aus dem Unternehmen rauszuhalten. Optimieren und Systematisieren: Ja. Alles abgeben: Nein.

Wie merkst du dir die wichtigsten Dinge aus Büchern?

Ich markiere sie, fotografiere sie ab (inkl. Seite und Buchtitel) oder mache mir Eselsohren rein. Dinge Rauszuschreiben nehme ich mir immer vor, mache es aber am Ende doch nie.

Hattest du zu Beginn deiner Gründung ein Tief?

Tiefs gab es sehr, sehr viele. Nicht unbedingt zu Beginn der Unternehmensgründung. Da war ich ganz im Gegenteil eher extrem Energiegeladen. Ein emotionales Tief hatte ich also nicht. Trotzdem ist natürlich nie alles so gelaufen, wie geplant.

Relevante Links:

Business Model Generation* von Alexander Osterwalder & Yves Pigneur
Die 4 Stunden Woche* von Tim Ferriss
Kopf schlägt Kapital* von Günter Faltin
Start with Why* von Simon Sinek + Simons Ted Talk 
Purple Cow* von Seth Godin
Building a StoryBrand* von Donald Miller
Shoe Dog* von Phil Knight
Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer* von Stefan Merath
The E Myth* von Michael E. Gerber
Anything you want* von Derek Sivers

Bonus-Tipps:
Zum Thema Mitarbeiter einstellen: Who* von Geoff Smart und Randy Street.
Zum Thema Finanzen: Profit First* von Mike Michalowicz
Zu meinem Mentoring Programm
What I know for sure* von Oprah Winfrey
Girl Boss* von Sophia Amoruso
Million Dollar Women* von Julia Pimsleur

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