Money Stories: Wie Nadine nach ihrer Scheidung voll durchstartet

„Die Scheidung nach 21 Jahren Ehe war hart. Aber auch wenn es gedauert hat, weiß ich heute: Alles ist möglich!”

In dieser Folge der Money Stories erzählt Nadine ihre Geschichte. 

Egal, ob Angestellte in Voll- oder Teilzeit, Selbstständige, (alleinerziehende) Mama oder Hausfrau – sie trug schon immer viel Verantwortung in ihrem Leben. Außer in Bezug auf die eigenen Finanzen. Da verließ sie sich eher auf andere. 

Heute hat Nadine ihre Finanzen fest im Griff, ist um einige Erkenntnisse reicher und arbeitet daran, ihr Einkommen stetig zu erhöhen. Welche konkreten Schritte sie ging, um loszulegen, was sie auf dem Weg gelernt hat & wie ihr Umfeld mit ihrem Erfolg klar kommt, erfährst du in diesem Artikel. 

Es geht ums Anfangen, um Mut, Eigenverantwortung und darum, wie unsere innere Welt unsere äußere Welt beeinflusst. 

Viel Spaß mit Nadines Money Story.

Das Video zur Money Story findest du hier:

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Steckbrief Nadine

Name: Nadine
Wohnort: Ludwigsburg
Alter: 44 Jahre
Kinder: 2 Söhne (9 und 11 Jahre) 
Job: Vollzeitangestellte als Einrichtungsleitung von Schulkindbetreuung, Life Coach, freiberufliche Traurednerin & Hochzeitssängerin und angehende Online-Unternehmerin
Teilnehmerin des Mentoring-Programms 2019

Die Scheidung als Weckruf

Die Trennung von ihrem Mann war ein Wendepunkt in Nadines Leben. Er führte ihr vor Augen, dass sie das Thema Finanzen in den letzten Jahren schleifen gelassen hatte. Wie bei vielen anderen auch, war es ein Thema, um das sich ihr Partner kümmerte. 

„Der macht das schon!”

Als 2018 nach 21 Jahren Ehe die Scheidung final ist, trifft Nadine eine Entscheidung. Ab sofort will sie mehr in die Eigenverantwortung gehen. Deshalb sucht sich die ausgebildete Sozialpädagogin (und Musicaldarstellerin) einen festen Job und baut zusätzlich ihr zweites Standbein als freiberufliche Traurednerin & Hochzeitssängerin weiter aus. Vor allem, weil sie die Arbeit mit Brautpaaren liebt – an die Ehe und vor allem die Liebe glaubt Nadine nämlich nach wie vor. 

Wie sie das als zweifache Mama alles unter einen Hut bekommt? „Das Verhältnis zu meinem Ex-Mann ist gut und wir wechseln uns ab mit der Kinderbetreuung.” Respekt!

So sah Nadines finanzielle Lage VOR dem Mentoring aus

Versorgungsausgleich, Rentenpunkte, Rentenlücke. 

Im Rahmen der Scheidung kam das Thema Rente das erste Mal auf, worüber Nadine heute heilfroh ist. Weil sie eine Zeit lang als Sängerin auf dem Kreuzfahrtschiff AIDA gearbeitet hatte, wurde sie der Knappschaft der Bahn-See-Kasse zugeordnet. Hinzu kam die Tatsache, dass sie schon immer angestellt und gleichzeitig freiberuflich tätig war und als Mama zwischenzeitlich überhaupt nicht arbeiten ging. 

Kurz: Es dauerte ein ganzes Jahr, bis ihre Rentenansprüche geklärt waren. 

Ansonsten hatte sie:

  • Eine kleine Betriebsrente
  • Einen Wohn-Riester-Vertrag
  • Einen Notgroschen von ca. 3 Monatsgehältern

Einen genauen Plan, was wie viel im Alter übrig bleiben würde, hatte sie nicht. So viel vorab: Weniger, als sie gehofft hätte. Aber dazu später mehr.

Geld war irgendwie immer da

Nadine wuchs mit dem Urvertrauen auf, dass das Geld schon reicht. Unter anderem, weil sparen in ihrer Familie groß geschrieben wurde. Schulden waren deshalb für Nadine nie ein Thema. 

„Ich war nie ein Mensch, der ins Minus gerät (und würde das auch nie tun).” Darüber hinaus interessierten sie die Finanzen allerdings wenig. 

Die Trennung war in ihren Worten „ein Schubs ins Erwachsensein”. Ihr Start in die finanzielle Eigenverantwortung. Klingt im Nachhinein toll, ist in der Situation selbst aber ziemlich anstrengend. Deshalb empfiehlt sie jeder Frau, früh anzufangen und sich nicht zu sehr auf andere zu verlassen.

Was sich seitdem bewegt hat

Natürlich hatte der Umbruch in ihrem Leben auch seine positiven Seiten. Bei Nadine war es die Entscheidung, in sich selbst zu investieren. Diese brachte nicht nur viele Erkenntnisse, sondern langfristig viele positive Auswirkungen auf ihr Leben mit sich. 

Investition #1: Zuerst war da die Entscheidung, sich zum systemischen Coach ausbilden zu lassen. 

„Ich bin Jahre lang mit vielen blinden Flecken durchs Leben gelaufen.” In ihrer Ausbildung lernte sie, auch den gemeinhin als negativ bezeichneten Emotionen, Raum zu geben. Dadurch schafft sie es, alte Muster loszulassen und ihr geschwächtes Selbstbewusstsein wieder aufzubauen.

Investition #2: Ab in die finanzielle Eigenverantwortung

Als sie im Frühjahr 2019 mit dem Mentoring begann, hatte Nadine kaum Überblick über ihre finanzielle Situation. Auch hatte sie keine Ahnung, was ein ETF ist, was ihn von einer Aktie unterscheidet oder was sich hinter der Bezeichnung MSCI World verbirgt. Losgelegt hat sie trotzdem.

Nadines größte AHA-Momente aus dem Mentoring

Auch als komplette Investitionsanfängerin hatte Nadine das 1×1 des Investierens schnell drauf. Viel erkenntnisreicher waren aber ganz andere Dinge.

1. Meine Rentenlücke ist viel größer als gedacht

Im Mentoring berechnen wir genau, wie viel Geld fehlt, um im Alter den eigenen Lebensstil halten zu können. Bei Nadine ca. 1000 € im Monat.

2. Strategie, um meine Rentenlücke zu schließen

Viel wichtiger noch als die Rentenlücke zu bestimmen, ist das Wissen, wie man sie schließt. Ihre Erkenntnis: Die Altersversorgung besteht aus mehreren Bausteinen.

3. Jede Situation ist anders

Allgemeine Tipps helfen niemandem, denn es gibt nicht die eine Lösung, die für alle passt. Abhängig von der individuellen Lebenssituation, dem Alter und z.B. der Risikobereitschaft, muss jede*r selbst entscheiden, welche Investmentstrategie bzw. Altersvorsorge-Strategie am besten passt. 

Ihr Lieblingsspruch aus dem Mentoring, der sie bis heute begleitet, ist übrigens folgender:

„If it is not a hell yes, it is a no.”

Diese Entscheidungshilfe unterstützt sie dabei, sich nur Dinge in ihr Leben zu holen, die auch wirklich zu ihr passen. Womit wir beim Thema Mindset wären.

„Heute weiß ich, dass ich alles schaffen kann.”

Ein wichtiger Teil des Mentorings sowie ihrer Coachingausbildung ist die Mindset-Arbeit. Wir alle erschaffen unsere eigene Realität. Umso wichtiger ist es, dass wir uns bewusst werden, mit welchen Glaubenssätzen wir durch die Welt laufen. 

Nur dann können wir – wenn wir das wollen – etwas daran ändern. Diese Glaubenssätze hat Nadine in Angriff genommen.

  • Man kann nicht alles gleichzeitig haben.
    Oder vielleicht doch? Nadine sagt heute, dass sie früher oft im klassischen ‘Schwarz/ Weiß-Denken’ gefangen war. Entweder man hat Familie oder Geld. Mittlerweile weiß sie, dass es dazwischen viele Grautöne gibt und es viel wichtiger ist, eine Balance zwischen den einzelnen Lebensbereichen zu haben. 
  • Existenzangst als Alleinerziehende
    Die Auseinandersetzung mit den eigenen Finanzen nahm Nadine die Angst davor. Für sie ist klar: Es gibt kein Aufgeben. Ich bin immer in der Lage, Geld zu verdienen. 
  • Der Blick ins Detail
    Nadine bezeichnet sich eher als Großdenkerin. Früher hieß das für sie, nicht genau hinzuschauen. Das ändert sich im Mentoring. „Um bewusste Entscheidungen zu treffen, muss man manchmal genauer hinschauen.” Nachdem man etwas einmal im Detail verstanden hat, kann man wieder entspannt rauszoomen. 
  • Das Leben ist Veränderung und nicht Stillstand. 
    Nach der Scheidung fiel Nadine erst einmal in ein Loch, aus dem sie sich langsam wieder herausarbeiten musste. Heute weiß sie, dass Veränderung zum Leben dazu gehören. 
  • Fehler gehören zum Leben dazu
    Nadine ist maximal lösungsorientiert. So zumindest nehme ich sie in unserem Gespräch war. Sie weiß, dass Fehler wichtig sind. Das lebt sie auch ihren Mitarbeiter*innen vor. „Mein Anspruch als Führungskraft ist es, dass meine Mitarbeiter*innen wissen, dass sie Fehler machen dürfen und sollen. Nur aus ihnen kann man lernen und sich weiterentwickeln.”

Schritt für Schritt in die Umsetzung

Auch wenn Nadine heute weiß, dass alles möglich ist, ist ihr bewusst, dass das nicht von ganz allein passiert. Sie übernimmt die volle Verantwortung und geht in die Umsetzung. 

Diese 4 Schritte geht sie nach dem Mentoring:

1. Vollzeit statt Teilzeit 

Auch wenn der Schritt zurück zur Vollzeitstelle für Nadine eine riesige Umstellung bedeutete, war er in ihren Augen ein extrem wichtiger Schritt. Vor allem als Alleinerziehende. Ihr Ziel: Falls – aus welchen Gründen auch immer – ihr Ex-Partner nicht mehr in der Lage sein sollte, den Kindesunterhalt zu bezahlen, will sie in der Lage sein, allein für die Lebenshaltungskosten aufzukommen. Das von sich behaupten zu können, gibt ihr einen echten Selbstbewusstseins-Boost.

2. Kosten senken

Ihr Lieblingstool aus dem Mentoring ist das Haushaltsbuch. Während sie vorher beim Anblick einer Excel-Tabelle schreiend davon lief (ich übertreibe), hat sie heute richtig Spaß am Umgang mit Zahlen.   

Das Buch half ihr, darauf zu achten, wofür sie Geld ausgibt und wofür nicht. Die neu gewonnene Transparenz führt dazu, dass sie achtsamer in Bezug auf ihre Ausgaben ist und Einsparpotentiale schneller erkennt. 

Das Resultat: reduzierte Fix- und variable Kosten.

3. Investmentstrategie entwickeln 

Die bessere Übersicht über ihre Finanzen macht deutlich, wie viel Nadine monatlich zur Seite legen kann. 

  • Für den Notgroschen, 
  • Für ihren ETF-Sparplan, 
  • Für den Kauf einer Immobilie
  • Für Urlaube, Investitionen in sich selbst & Ähnliches

4. Vollen Fokus auf die Steigerung ihres Einkommens

Der Unterbau steht. Nadine weiß ganz genau, wofür sie Geld ausgibt und hat eine klare Investmentstrategie. Jetzt geht es darum, einen weiteren Hebel des Vermögensaufbaus zu nutzen: Einnahmen erhöhen. 

Um das zu tun, baut Nadine beispielsweise ihr Hochzeitsbusiness aus. Sie arbeitet heute als Sängerin UND Traurednerin.

Die Teile fügen sich

Durch die Arbeit an sich selbst wird Nadine mehr und mehr zu der Person, die sie gerne sein möchte. Ihr Selbstbewusstsein wächst, je näher sie ihrem „wahren, inneren, authentischen Ich” kommt und dazu steht. 

Aus dieser Kraft heraus lebt sie ihr Leben heute, wie sie es sich gewünscht hat: Neuer Partner, genug Geld, um zu sparen und zu investieren und sich die schönen Dinge im Leben (Urlaub, Auto etc) leisten zu können. 

„Ich habe gemerkt, dass sie die Teile nach und nach fügen.”

So reagiert ihr Umfeld

Erfolg verändert Beziehungen. Auch wenn wir das nicht immer wahrhaben wollen.

Sie selbst weiß noch genau, dass sie vor ihrer Scheidung Dinge anders wahrgenommen hat. „Ich habe damals anders zugehört. Weil ich so im Problemfokus war, habe ich Dinge, die gesagt wurde, anders empfangen.”

Das Leben wird leichter, wenn man davon ausgeht, dass die Menschen/ dein soziales Umfeld/ das Leben für und nicht gegen einen sind. Weil man gelassener reagiert. 

Mit der neuen, gelassenen und vor allem erfolgreicheren Nadine kommen aber nicht alle klar. So kommen neue Menschen hinzu, Verbindungen intensivieren sich, andere verabschieden sich aus ihrem Leben. 

„Jede Perspektive hat ihre Berechtigung. Leider heißt das aber nicht, dass man immer einen gemeinsamen Nenner findet”, sagt Nadine.

Nadines Motivationskick an alle Frauen, die eigentlich auch gerne loslegen möchten.

„Mein Tipp an dich ist simpel: Fang an & bleib fokussiert. 

Mach dir am Anfang Gedanken über dein Ziel und lass dich nicht von deinem Umfeld oder anderen Dingen ablenken.

Und ganz wichtig: Sei im Vertrauen, dass alles kommt und gut wird!”

Relevante Links: 
Nadines Arbeit als freiberufliche Traurednerin & Hochzeitssängerin
Instagram: nadinestockmann.official
Facebook: https://www.facebook.com/nadinestockmann.official/

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1 Kommentare

  1. Julia Schönleiter

    Danke!

    Das habe ich gebraucht. Ich stehe kurz vor der Scheidung, bin dabei meinen ganzheitlichen Sing-Blog zu einer zusätzlichen Geldquelle auszubauen und nach 6 Jahren mehr oder weniger „nur“ Mama Sein wieder in die finanzielle Unabhängigkeit zu kommen. Trotz häufiger Versuche, mich finanziell zu bilden, blieben bisher meine Ziele aus. Von Nadine zu hören, wo sie gestartet ist und wo sie jetzt ist, macht mir Mut. Ich habe mich beim Mentoring-Programm angemeldet. Das Thema „Mindset“ in diesem Interview war ein besonderes AHA für mich. Danke nochmal!

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