Meine 10 Geldregeln [Moneytalk]

In diesem Moneytalk spreche ich über meine 10 ganz persönlichen Geldregeln. Es geht um meine Prinzipien zum Thema Geld. Ich erzähle unter anderem, wofür ich es ausgebe oder eben nicht und woran ich spare und woran nicht.

Hier kannst du dir Teil 1 des Moneytalks im Podcast anhören. Teil 2 folgt am Samstag:

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Und hier gibt’s das Ganze als Video:

Warum Geldregeln?

Ich definiere solche Regeln total gerne, um einen Entscheidungshorizont zu haben. Das hilft mir an Tagen, an denen ich emotionaler bin und Geldentscheidungen treffen möchte, mich auf diese Geldregeln als Entscheidungshilfe zu stützen. Das empfehle ich auch euch: Überlegt euch mal, anhand welcher Regeln ihr euer Geld handhaben wollt.

Prinzipien helfen, on track zu bleiben.

Sind diese Regeln einmal definiert, sind sie Leitplanken fürs Leben. Sie helfen uns den Kurs, den wir verfolgen, zu erhalten. Denn oftmals können wir durch nur kleine Abweichungen von unserem eigentlichen Ziel ganz woanders rauskommen.

Natürlich können sich Geldregeln im Laufe des Lebens je nach Phase auch ändern. Dazu später mehr.

Disclaimer: Ganz wichtig: Das sind MEINE Geldregeln – nicht deine. Klar, du kannst dich inspirieren lassen. Aber Geldregeln sollten in jeder Situation und Lebensphase unterschiedlich sein. Und ich bin vielleicht in einer anderen Lebensphase als du. Deswegen: Lass dich gerne inspirieren, aber erstell dann deine eigenen Geldregeln.

Meine 10 Geldregeln

1. 1 Jahr Notgroschen

Ich habe 1 Jahr Notgroschen Cash auf dem Konto liegen. Zur Erinnerung: Dein Notgroschen sollte mindestens 3 Gehälter betragen, sodass du und alle von dir finanziell abhängigen Personen 3 Monate davon überleben können.

Bei mir ist es 1 Jahr, weil ich ein Sicherheitsmensch bin und mich besser fühle, wenn genug Cash auf der hohen Kante liegt. Das ist bei mir privat und im Business so. Im Business bin ich sogar noch konservativer, denn da geht es dann nicht mehr nur um mich, sondern um die komplette Firma.

Warum ist mir der Notgroschen so wichtig?

Es gibt mir eine gewisse Entspanntheit und Flexibilität. Jetzt in Corona-Zeiten hat sich gezeigt, dass Personen mit einem Notgroschen finanziell entspannter waren. So war es auch bei mir.

Außerdem können potentielle Fehlentscheidungen leichter kompensiert werden. Denn ich habe genug Geld, um sie auszugleichen. Ich kann innovativer und mutiger sein und mehr Dinge ausprobieren, weil ich weiß, es ist genug Geld da.

2. Niemals an Gesundheit sparen

Bei Gesundheit, Sport und Ernährung achte ich nicht auf den Preis. Das Geld gebe ich sehr gerne dafür aus.

Ich leiste mir Dinge wie:

  • Personal Trainer
  • sehr gute private Krankenversicherung
  • wenn nötig zahle ich Heilpraktikerin oder Bluttests aus eigener Tasche

Ich weiß, das ist totaler Luxus. Dafür habe ich aber auch gearbeitet.

3. 10% spenden / 20% investieren

10% meines privaten Einkommens spende ich an 3-4 Organisation. Dafür habe ich einen Dauerauftrag für den 1. jeden Monat eingerichtet.

Auch im Business spende ich regelmäßig.

Warum regelmäßig spenden?

Ich fühle mich gut damit und ich finde, das gehört sich so. Das, was man hat weiterzugeben. Ich finde dieses Gefühl super schön, mein Geld wegzugeben und nichts als Gegenwert zu erwarten oder zu bekommen.

Das hat viel mit Mindset zu tun: Ich gebe mein Geld weg, ohne etwas dafür zu bekommen, weil ich das Urvertrauen habe, dass ich immer genug Geld haben werde.

20% investieren

Privat investiere ich hauptsächlich in ETFs und habe auch ein Businessdepot, wo ich mit der Firma investiere. Das Business ist sowieso ein Investmentrad, das sich in verschiedene Richtungen dreht.

4. Kein Limit für Bildung

Bei Bildung gibt es für mich kein Ausgabenlimit. Ich überlege nicht zweimal, ob ich ein Buch oder einen Onlinekurs kaufe.

Ich habe zum Beispiel dieses Jahr sehr viel Geld für Coaching ausgegeben und habe auch verschiedene Coaches, die mich begleiten. Der Return on Investment ist exorbitant hoch. Die Renditen sind nirgendwo so riesig wie bei Investitionen in Bildung und Humankapital.

5. Die beste Qualität gewinnt

Wenn ich die Wahl zwischen zwei Dingen habe, wähle ich Qualität. Wie die Amerikaner sagen würden: „Don‘t be cheap!“ Ich schaue mir das Preis-Leistungs-Verhältnis an, aber auch, was länger halten wird. Sachen, die ich kaufe, behalte ich in der Regel sehr, sehr lange.

6. Praktiziere Großzügigkeit

Damit meine ich zum Beispiel

  • Freunde zum Essen einladen
  • Schöne Geschenke kaufen

An Geschenken möchte ich nicht sparen. Ich möchte nicht knauserig oder geizig sein. Ich mache gerne Geschenke. Ich praktiziere Großzügigkeit gegenüber anderen, aber auch gegenüber mir selbst.

Das ist für mich die Balance zwischen sparen und Geld ausgeben. Ich gönne mir auch hin und wieder Luxus und fahre beispielsweise in ein schöneres Hotel.

Generell ist meine Einstellung: Champagner statt Sekt. Wenn es was zu feiern gibt, dann feiern wir richtig.

7. So viel Geld verdienen, dass ich nur mit Menschen arbeite, die ich mag

Das ist für mich sehr wichtig. Ich will mit Menschen arbeiten, auf die ich Bock habe und die Bock auf mich haben. Die motiviert sind, wachsen wollen, neue Sachen ausprobieren wollen, lösungsorientiert sind – mit denen ich auf einer Wellenlänge bin.

Es gibt Menschen, bei denen das nicht so ist und die mich energetisch dann runter ziehen und das möchte ich nicht.

Das muss man sich natürlich leisten können, Kundinnen abzulehnen, weil man denkt, es passt nicht zusammen.

Daran arbeite ich gerade.

8. Kein Sparen an Komfort und Bequemlichkeit

Diese Geldregel hat mich Überwindung gekostet. Es hat sich ein bisschen so entwickelt. Es geht vor allem darum, was mein Leben in dem Moment einfacher macht.

Zum Beispiel:

  • Car2Go oder Taxi anstatt nachts mit der Bahn
  • Reisen: Ich kaufe den Direktflug, der 200 Euro mehr kostet, anstelle des Fluges mit 3 Zwischenstopps.

9. Im Restaurant nicht auf den Preis schauen

Früher habe ich im Restaurant ganz oft auf den Preis geschaut und oftmals das günstigste Essen genommen. Heute ist das anders. Wenn ich im Restaurant bin, schaue ich nicht mehr auf den Preis. Ich nehme das, worauf ich Lust habe, weil mir gutes Essen wichtig ist. Das ist ein Luxus, den ich mir erlaube. Ich kann es mir leisten und bin großzügig zu mir selbst.

10. Ich tausche meine Zeit nicht gegen Geld

Wenn es ein 1:1 Zeit gegen Geld – Tauschgeschäft ist, dann mache ich es nicht. Mit Zeit gegen Geld meine ich pro Stunde oder Tag bezahlt werden, zum Beispiel bei Vorträgen oder Einzelcoachings.

Oft gibt es aber bei Vorträgen andere Benefits, wenn es beispielsweise coole Marken sind, der Vortrag in einer tollen Stadt ist, etwas anderes daraus entstehen könnte oder es Reichweite für mich bedeutet.

Ich mache: Produkte gegen Geld. Ich fokussiere mich darauf, Produkte zu schaffen, die skalierbar sind.

Bonusregel: 11. Entspannen und genießen

Lasst euch davon inspirieren. Bei dem Thema Finanzen ist Disziplin ein entscheidender Faktor. Trotzdem ist es wichtig, es entspannt anzugehen. Eure Weiterentwicklung und gewisse Ausgaben auch genießen. Dann macht das Ganze auch mehr Spaß. Achtsames Geld ausgeben, ist das Stichwort.

Einen entspannten Umgang mit Geld pflegen und sich davon nicht so superhart stressen lassen. Nicht verkrampfen, wenn es mal nicht so gut läuft.

Das waren meine 11 Geldregeln und jetzt beantworte ich noch eure Fragen.

Eure Fragen

Aller Anfang ist immer der Notgroschen, oder?

Ja! Deswegen ist es auch meine erste Geldregel. Schuldenabbau und dann Notgroschen aufbauen, sind die ersten Schritte.

Wieviel Prozent vom Netto “sollte“ man spenden?

Bei mir sind es 10%, das finde ich auch gut. Das ist vertretbar.

Zählt zu Spenden auch Kleider und Spielzeuge von den Kids?

Klar! Das ist auch eine super Spende. Ich spende auch Bücher oder andere Sachen, wenn ich mal wieder ausmiste.
Decluttering ist sowieso ein tolles Thema. Wenn ihr Sachen verkauft, könnt ihr noch ein bisschen was dazu verdienen oder eben spenden, das ist auch super.

Worin bildest du dich momentan weiter?

Gesundheit war in den letzten Monaten ein riesiges Thema.
Aktuell bilde ich wieder im Businessbereich: Unternehmensstrategie, Produktstrategie, Teamaufbau, Strukturen im Unternehmen, usw.

Wohin mit dem Notgroschen?

Aufs Tagesgeldkonto. Es geht um Sicherheit, nicht um Rendite. Bitte nicht investieren.
10% das ist viel Kohle bei hohem und noch mehr bei weniger Einkommen.
10% sind 10% 😉 Wenn du 10% nicht hinbekommst, kannst du auch 5 oder 8 % machen.

Sparst du noch oder investierst du nur noch?

Ich habe keine großartigen Sparziele (Immobilie, Weltreise, etc.). Ich habe meinen Notgroschen und so noch etwas Cash und den Rest investiere ich.

Wie kommt man an entsprechende Coaches?

Durch Empfehlung. Fragt Leute, ob sie gute Coaches kennen. Die Coaches kennen dann wieder andere Coaches. Bei Coaching-Programmen mit gesundem Menschenverstand herangehen, um unseriöse Angebote zu vermeiden.

Gehört für dich „zur Massage gehen“ zu den Gesundheitsausgaben?

Ja, aber auch Großzügigkeit mir selbst gegenüber und mir etwas gönnen.

Ich möchte eine Weiterbildung über mehrere Hundert Euro machen, mein Notgroschen ist aber noch nicht voll. Wie würdest du entscheiden?

Ich ganz persönlich würde die Fortbildung machen, wenn der Notgroschen schon ein bisschen gefüllt ist. Die Fortbildung ist eine Investition in dich selber. Mit der Fortbildung wirst du ja auch besser und kannst dann potentiell mehr Geld verdienen.
Trotzdem: Notgroschen aufbauen nicht aus den Augen verlieren. Am besten automatisieren.

Wenn man schon 2000 Euro an Miete als Familie zahlt, kann man wenig Anfang des Monats sparen.

Warum nicht? Warum kannst du nicht Anfang des Monats sparen? Klingt eher so, als könntest du dann gar nichts sparen 😉 Wenn 2000 Euro Miete zu hoch ist, dann kannst du vielleicht über eine kleinere Wohnung nachdenken. Oder alternativ versuchen, mehr Geld zu verdienen. Gerade als Familie und mit Kindern sollte der Notgroschen gut gefüllt sein.

Wie stehst du zum Thema Immobilie mieten vs. kaufen?

Kommt auf dein Ziel an. Ist die Immobilie ein Vermögenswert oder eine Verbindlichkeit? Vermögenswert ist sie dann, wenn sie dir Cash einbringt. Verbindlichkeit, wenn sie dir kein Cash bringt. Buchempfehlung dazu: „Kaufen oder Mieten’ von Gerd Kommer“*.

Kannst du deine Bücher zeigen?

Dazu gibt es eine Story in den Highlight bei Instagram. Auf meinem Blog gibt es auch Buchtipps.

Nur mit Leuten arbeiten, die du magst. Ist das auch für Angestellte eine empfehlenswerte Regel?

Denke ich schon. Es ist aber möglicherweise ein bisschen schwerer umzusetzen und kann vielleicht nur mit einem Team-oder Arbeitgeberwechsel zu lösen sein. Finanzwesir Albert sagt das immer sehr schön: Leben und arbeiten in der arschlochfreien Zone.

Gibt es nächstes Jahr wieder ein Mentoring-Programm? Wenn ja, hast du schon einen ungefähren Startzeitpunkt?

Da ich mich gerade mit der Produktstrategie beschäftige, wird es wahrscheinlich ein paar Änderungen geben, die auch das Mentoring betreffen. Deswegen kann ich auch noch nicht genau sagen, wann es los geht. Ihr seid auf der sicheren Seite, wenn ihr euch hier auf die Warteliste setzen lasst (kostenlos & unverbindlich). Ihr bekommt dann Infos zum Mentoring per Email.

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2 Kommentare

  1. Schönen Guten Tag (-;

    ich verfolge deinen Blog schon eine Weile, wir mal Zeit kurz hallo und danke zu sagen für deine Beiträge, die immer sehr inspirierend und hilfreich sind. Ich freue mich immer wenn es was neues zum Lesen gibt…

    Viele Grüße und weiter so!

    Damian

  2. Ulrike Heitz

    Ich bin angestellt. Und habe endlich mein „Traumteam“ gefunden. Es hat sehr lange (30 Jahre) gedauert, sich aber total gelohnt. Und es herrscht nicht nur Friede, Freude Eierkuchen. Zur Zeit knatscht es wieder einmal , aber wir haben es immer wieder hinbekommen und sind durch die Corona-Zeit relativ unbeschadet durchgekommen, auch finanziell. Ich kann trotz Rentenalter noch mitarbeiten. Unser Team ist sehr froh, dass ich noch tageweise mitmache und unser Chef strahlt mich jedes Mal an, wenn ich komme.

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