Making of: Mein neues Buch – Teil 2

Ihr habt es natürlich schon alle bestellt: Mein neues Buch Madame Moneypenny – Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können„. 

Viele von euch haben sich total über meine Making-Of-Story bei Instagram (wenn ihr die nächste Story nicht verpassen wollt, solltet ihr mir da schleunigst folgen! ZU INSTAGRAM) gefreut und fanden die Einblicke super spannend. Daher dachte ich, ich verschriftliche den kompletten Entstehungsprozess für euch 🙂 Teil 1 gibt’s hier.

1. Die Deadline

Vertrag, Idee, Cover und Titel standen also. Und der Veröffentlichungszeitraum auch: Im Mai 2018 sollte das Buch erscheinen und meine Deadline zur Manuskriptabgabe wurde auf den 01.01.2018 festgelegt. Jetzt wirst du dich wundern, warum das Buch erst im August 2018 erschienen ist. Da habe ich mich auch etwas gewundert, als ich erfahren habe, dass mein Termin auf August verschoben wurde. War dann halt so.

Da es nun schon Anfang Juli war und ich ganz nebenbei ja noch einen Vollzeitjob und den normalen Madame Moneypenny Workload hatte, musste ich also hocheffizient sein. Dennoch habe ich mich nicht stressen lassen und erstmal alles in Ruhe durchgeplant und bis Mitte August kein einziges Wort geschrieben, sondern „nur“ geplant. Rückblickend war diese Planung absolut entscheidend. Ohne die ausführliche Planung und die übergeordnete Struktur wäre ich vermutlich vollkommen untergegangen und das Endprodukt wäre nicht ansatzweise so gut geworden.

2. Mein Vorgehen – inhaltlich

Ich wollte nicht nur übers Investieren schreiben, sondern vor allem um den generellen Umgang mit Geld. Fürs Investieren ist dann „Bali statt Bochum“ zuständig.

Zunächst habe ich mich in meine Lage damals zurückversetzt, als ich anfing mich selbst über das Thema zu informieren und bin meine persönlichen Aha-Momente erneut durchgegangen. Was waren die Augenöffner? Was die Fallstricke? Was sind die relevanten Unterthemen? Ich durchforstete Feedback-Emails und die Facebook-Gruppe nach resonanten Punkten.

So entstand eine Liste aller Inhalte, die ich gerne in dem Buch behandeln wollte. Nun ordnete ich diese Punkte den Charakteren im Buch zu. Wer hat welches Problem? Wer kann zu was etwas sagen? Auf diese Art entstand Stück für Stück eine Themenstruktur – zunächst auf einem DINA3 Blatt, aus dem aber ganz schnell ein komplettes Whiteboard wurde.

 

Zwischendurch sind natürlich immer neue Ideen hinzugekommen und andere wurden gestrichen. Aber alles schön an einem Ort gesammelt. Dieser Prozess dauerte einige Wochen und war bis zur Abgabe auch nie so richtig abgeschlossen. So ein Projekt lebt von neuen Ideen und Inspirationen. Daher habe ich nie notorisch an etwas festgehalten.

3. Mein Vorgehen – organisatorisch

Bei meinem Buch Release Event in Berlin wurde ich gefragt, wie ich arbeite. Neben zielorientiert und strukturiert, fiel mir mir direkt ein weiterer Aspekt ein, der meine Arbeit ausmacht: Extreme Selbstdisziplin. Keine Ahnung woher ich die habe, aber ich habe sie. Wenn ich ein Ziel vor Augen habe und daraufhin arbeite, kann mich so gut wie nichts davon abbringen, es durchzuziehen.

So war es bei diesem Buchprojekt auch. Hat es immer Spaß gemacht? Sicherlich nicht. War es immer entspannt? Hell no. Habe ich mich jeden Tag aufs Schreiben gefreut? No way, José. Hatte ich ein Ziel, eine Vision, eine Mission? Ja, ja und ja. Und das reicht mir.

Ich habe mir einen Zeitplan gemacht, Deadlines für die einzelnen Kapitel gesetzt, diese kommuniziert (so dass ich sie auch wirklich einhalten musste) und losgelegt.

Mitte/Ende August habe ich angefangen zu schreiben und ein paar Wochen später Gliederung, Einleitung und das 1. Kapitel abgeliefert. Rowohlt (in Form meiner Lektorin Susanne) war begeistert, also schrieb ich weiter. Dabei bin ich sehr stringent vorgegangen: Ein Kapitel nach dem anderen. Natürlich habe ich auch an den anderen Kapitel hier und da noch etwas geändert, aber grundsätzlich bin ich sehr stringent vorgegangen.

Der Schreibprozess in sich war natürlich sehr iterativ. Man schreibt ja nicht einfach ein Kapitel und dann ist es fertig. Man schreibt, liest, schmeißt weg. Schreibt, liest, macht alles anders. Schreibst, liest, schiebt es woanders hin. Schreibt, liest, findet alles scheiße. Und das gefühlte 800 Mal pro Kapitel. Ich glaube, ich habe mehr gelesen als geschrieben in der Zeit. Und mehr weggeworfen als behalten.

An manchen Tagen habe ich viel geschrieben, an anderen gar nichts. Manchmal habe ich sogar über mehrere Tage hinweg kein einziges Wort geschrieben. Das war aber okay. Ich hatte mir von vornherein keinen „X Seiten pro Tag“-Plan gemacht, weil kreative Arbeit einfach anders läuft, als eine Masterarbeit. Ich wollte innerhalb der Bahnen meiner Struktur flexibel und offen bleiben.

Zeitlich habe ich es so gemacht: Ich bin früher aufgestanden als normaler Weise (was in den Wintermonaten echt hart war) und habe direkt morgens angefangen an dem Buch zu arbeiten. Bin dann gegen 9:30/10 Uhr zu meinem eigentlichen Job (Geschäftsführung von wg-suche.de) gefahren und nach Feierabend dort ging es wieder ans Buch. Dazwischen den anderen Madame Moneypenny Kram und das Leben 🙂

Und ja, zwischendurch habe ich die Kontrolle über mein Leben verloren…

Meine Deadline war der 01.01.2018, aber für mich war klar: Ich nehme dieses Buch auf gar keinen Fall mit in die Weihnachtsfeiertage. Ich war letztendlich Mitte Dezember fertig und schicke das finale Manuskript pünktlich am 31.12. an Rowohlt.

4. Der Endspurt (und Dieter Bohlen)

Das Manuskript war also pünktlich beim Verlag. In der Zwischenzeit war das Buch schon lange bei Amazon vorzubestellen. Auch ein witziges Gefühl: Sein Buch, das es noch gar nicht gibt, bei Amazon zu sehen.

Was ich allerdings auch bei Amazon gesehen habe, war eine irgendwie komische Farbe meines Gesichtes auf dem Cover. Ich sah aus, wie Lederhaut Dieter Bohlen. Hier die Evolution vom Originalfoto, über das Cover mit meiner Freigabe bis hin zum Cover bei Amazon.

Ich fragte Susanne, wer da mit Photoshop rumgespielt hat und sie lies mich fix entbohlisieren. Tja, sowas passiert dann auch zwischendurch mal.

In der Zwischenzeit wurde mein Manuskript erneut lektoriert, korrigiert und in ein Buchformat gebracht. Das sieht dann so aus:

Dieses bekam ich Ende April zugeschickt und hatte nun drei Wochen Zeit noch letzte Änderungen vorzunehmen. Ich habe es erneut von ein paar Menschen in meinem Umfeld lesen lassen, die letzten Korrekturen eingearbeitet und zurückgeschickt.

Dann hörte ich eine Weile nichts mehr. Bis ich Susanne fragte, ob ich über die allerletzte Fassung vorsichtshalber noch einmal drüberschauen sollte. Und sie schrieb „Nö, nö. Das ist schon im Druck!“. Oha.

5. Das fertige Buch

Anfang August erhielt ich dann Post von Rowohlt. Einen Kartonumschlag. Was war drin? Mein Buch. Ein verrücktes, unwirkliches Gefühl war das. Da war es nun. 1,5 Jahre Arbeit. In einem kleinen Taschenbuch mit meiner Fratze vorne drauf.

Und jetzt, jetzt ist es (dank euch!!!) ein Amazon-Besteller, ein Spiegel-Bestseller und wird hoffentlich ganz, ganz viele Frauen dazu ermutigen, ihre Finanzen selbst in die Hand zu nehmen.

Hier gibt’s noch ein Video, in dem Susanne und ich über das Buch* sprechen:

Habt ihr noch weitere Fragen zum Entstehungsprozess? Schreibt sie in die Kommentare!

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