Making of: Mein neues Buch – Teil 1

Ihr habt es natürlich schon alle bestellt: Mein neues Buch Madame Moneypenny – Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können„. Dank eurer Vorbestellungen sind aktuell schon über 1.000 Euro an Spendengeldern zusammengekommen – love, love, love!

Viele von euch haben sich total über meine Making-Of-Story bei Instagram (wenn ihr die nächste Story nicht verpassen wollt, solltet ihr mir da schleunigst folgen! ZU INSTAGRAM) gefreut und fanden die Einblicke super spannend. Daher dachte ich, ich verschriftliche den kompletten Entstehungsprozess für euch 🙂 Teil 1 gibt es heute, Teil 2 in ein paar Tagen.

1.Wie es dazu gekommen ist, dass ich ein weiteres Buch geschrieben habe.

Tja, lustige Geschichte: Ich wollte gar kein weiteres Buch schreiben. Ursprünglich habe ich „Bali statt Bochum“ mehreren Verlagen angeboten und fast nur Absagen kassiert. Ein (großer) Verlag hatte Interesse, doch mit ihm konnte ich mich in den Verhandlungen schlussendlich doch nicht einigen (vielleicht erzähle ich dazu ein anderes Mal mehr) – rückblickend: Zum Glück!

Dann hielt ich im April 2017 auf Einladung ein Webinar für EditionF zum Thema finanzielle Unabhängigkeit. Es war mein erstes Webinar überhaupt und das direkt vor über 100 Menschen!

Ihr werdet es nicht glauben, aber nach dem Webinar kamen gleich zwei Lektorinnen von zwei Verlagen auf mich zu. Sie hatten aus privatem Interesse an dem Webinar teilgenommen und wollten mich für ihren jeweiligen Verlag als Autorin gewinnen. Das Blatt hatte sich also vollkommen gedreht: Von etlichen Absagen hin dazu, dass die Verlage auf mich zukamen. Verrückt.

Ich musste nicht lange überlegen und habe mich nach ein paar Telefonaten für Rowohlt entschieden. Die Lektorin, die mich im Webinar gesehen hatte, brannte für das Thema, war gleichzeitig selbst meine Zielgruppe und konnte mir ihre Idee vom gänzlichen neuen Buch als Taschenbuch (gegenüber eines Hardcovers) schmackhaft machen.

2. Vertragsverhandlungen mit dem Verlag

Bevor es so richtig losging, gab es einiges mit dem Verlag zu verhandeln. Da geht es um Deadlines und natürlich um Geld. Beim Geld es es genauer um die Provision pro Verkauf und um den sogenannten Vorschuss, den man unabhängig von den Verkaufszahlen bekommt.

Da die Deadline sehr eng und der Vorschuss nicht hoch genug war, so dass ich ein halbes Jahr nur hätte das Buch schreiben können, schlug ich vor, einen Lektor vor Ort in Berlin zu bekommen, um meine Effizienz zu steigern und direkt vom ihm lernen zu können. So kam es dann auch.

Den endgültigen Vertrag unterschrieb ich im Juli 2017.

3. Buchidee und Konzept

Der Rahmen stand also. Doch bis dato wusste ich noch gar nicht, worüber ich genau schreiben würde. Ich definierte also zuerst Zielgruppe, Ziel und Mehrwert des Buches – vor allem auch gegenüber „Bali statt Bochum“. Das Ziel war schnell gefunden:

  • Frauen die Angst vor dem Thema zu nehmen,
  • aufzuzeigen, dass das alles gar nicht so schwierig ist, wie uns gerne suggeriert wird
  • und sie dazu inspirieren, sich über das Buch hinaus weiter mit ihrem Geld zu beschäftigen.

Es sollte ein Buch für Zwischendurch werden, für alle, die sich nie ein Finanzbuch kaufen würden. Ein Taschenbuch, für ’nen Zehner, das man in der Bahnhofsbuchhandlung mitnimmt. Von der Stimmung her, sollte es erzählerisch, lustig und authentisch sein – auf keinen Fall oberlehrerhaft und gaaaaanz vorne bei Adam und Eva anfangen. Das war meine Vision.

So weit, so gut. Aber was bedeutet das konkret für das Buch? Die konkrete Buchidee kam mir im Urlaub in Italien und fühlte sich spontan richtig gut an: Ich bin auf Heimatbesuch bei meinen Eltern, meine Schwester ist auch da. Wir grillen – weil wie immer grillen, wenn ich da bin – und ich verwickle meine Mama und meine Schwester in Gespräche zu verschiedenen Geldthemen. Das Gespräch entwickelt sich zusammen mit dem Grillabend.

Und ohne es zu merken, haben meine Schwester und meine Mama einen ganzen Abend über Geld geredet und diskutiert – was sie vorher nicht mal eine Stunde getan hätte – und erleben einige Aha-Momente, neue Sichtweisen und Umsetzungsideen. So wie die Leserinnen hoffentlich auch.

Durch diese Kombination wäre ich in der Lage, so meine Idee, Frauen in verschiedenen Phasen abzuholen: Die Mitte/Ende 20-jährige Berufseinsteigerin (meine Schwester) und die Mitte/Ende 50-jährige berufstätige Mutter, die lange in Teilzeit gearbeitet hat. Mein Papa würde die Rolle des ehemaligen leitenden Angestellten einnehmen, der einiges aus der Perspektive eines Arbeitgebers erzählen kann.

Zusätzlich würde ich Frauen aus meiner Community zu ihrer, wie ich es nenne „finanziellen Transformation“ befragen und die Interviews im Buch veröffentlichen.

Ich habe diese Konzeptidee mit meiner Lektorin bei Rowohlt abgestimmt und sie war sofort begeistert. Idee und Konzept standen also!

4. Titel und Cover

Bevor ich auch nur eine Zeile geschrieben hatte, wurden bereits Titel und Cover festgelegt, damit der Verlag es früh bei den Händlern vorstellen konnte.

Beim Titel war ich sehr unschlüssig. Zunächst fiel die Wahl auf „Mehr Geld, mehr Zeit, mehr Leben“. Dieser Titel steht sogar im Vertrag. Doch nachher war mir das irgendwie zu wischiwaschi. Rowohlt wollte gerne den Begriff „Madame Moneypenny“ im Titel haben, ich war mir da nicht so sicher… Also brainstormte ich und fragte die Frauen in meiner Facebook-Gruppe. Es wurde heiß und lustig diskutiert.

 

 

 

 

 

 

Am Ende lief es doch auf etwas eher neutrales und mit „Madame Moneypenny“ im Namen hinaus. Es stand noch „Warum Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen sollten“ im Raum, aber ich wollte im Buch nicht nur das „Warum“, sondern vor allem das „Wie“ herausstellen. Heute bin ich mit dem Titel einigermaßen zufrieden. Vielleicht würde ich heute „Finanzen“ durch „Geld“ ersetzen.

Früh stand fest, dass ich auf dem Cover zu sehen sein soll. Oha. Dafür mussten natürlich vernünftige Fotos her. Also: Fotografin suchen, ab zum Friseur, Setting überlegen, passende Location suchen, Shooting machen, Fotos auswählen, bearbeiten lassen, für eins entscheiden, Verlag schicken. Puh. Und das alles innerhalb weniger Tage, selbst organisiert, selbst finanziert.

Die ersten Entwürfe (vor dem Fotoshooting) sahen übrigens so aus:

 

 

 

 

 

 

Dann näherten wir uns langsam der Endvariante:

 

 

 

 

 

 

So viel zu den Anfängen. Ihr seht schon, da steckt einiges an Arbeit in so einem Buch 🙂 In Teil 2 erzähle ich euch gerne mehr von meinem Schreibprozess, Zeitmanagement, Höhen und Tiefen, Schreibblockaden, Korrekturscheifen und so weiter!

Viel mehr Fotos, Stories und Hintergrundvideos zum Buch gibt’s bei Facebook und Instagram!

Und hier gibt’s nochmal mehr Infos zum Buch!

4 Kommentare

  1. Liebe Natascha,

    ist denn Bali statt Bochum noch „aktuell“? Ich frage mich ob ich die Tipps von 2016 jetzt noch anwenden kann, vor allem wenn es um konkrete ETFs etc. geht.

    Vielen Dank!
    Anna

  2. Pingback: Frauen und Finanzen? Die inspirierende Moneypenney-Bewegung - VERLOSUNG - Einfach Carolin

  3. Vielen Dank für die Veröffentlichung des Entstehungsprozesses und überhaupt die Transparenz. Bin schon gespannt auf den zweiten Teil!

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