Finanzielle Ziele: Juli

Nach meiner miesen Sparrate von 13% im Juni, konnte der Juli ja nur besser. Doch auch in diesem Monat hat meine Reisekasse ordentlich gelitten. Aber: Mit ein paar wenigen, gezielten Maßnahmen, habe ich es geschafft meinen Fixkostenanteil sehr stark zu reduzieren, was mir durchaus Hoffnung für die nächsten Monate gibt. Plus: Nie wieder Rentenversicherung!

Human Kapital

1. Drei Bücher pro Monat lesen

Dieses Ziel habe ich nach meiner Halbjahresanalyse aus dem Juni angehoben: Von einem auf drei Bücher pro Monat. Und es hat erstaunlich gut geklappt. Ich habe alle drei Bücher gelesen und hatte sogar die Zeit für jedes einen „5-Lehren-aus“-Artikel zu verfassen. Am spannendsten fand ich „Die Kunst des Krieges“ weil es sehr andersartiges, eher subtiles Buch ist, in dessen Inhalt man, je nach aktueller Lebenssituation, viel selbst hineininterpretieren kann.

5 Lehren aus dem Buch „Die Kunst des Krieges“

5 Lehren aus dem Buch „Reicher als die XXX“

5 Lehren aus dem Buch „Der Weg zur finanziellen Freiheit“

Für den August stehen diese drei Bücher auf der Agenda:

Finanzen:                              Spiritualität/Persönlichkeit:           2nd round:

                                         

2. Informationsdiät

Kein TV zu schauen, ist weiterhin überhaupt kein Problem. Außerdem habe ich meine Arbeits-Emails komplett aus meinem Sichtfeld auf meinem Smartphone verbannt. Ich bekomme nur noch eine Benachrichtigung und die kleine rote Bubble zu sehen, wenn ich Emails an meine private Email-Adresse erhalte. Früher hat es bei Arbeits-Emails wenigsten noch vibriert, jetzt bekomme ich Nachrichten an diese Adressen gar nicht mehr mit. Anfangs denkt man noch man würde etwas total wichtiges verpassen. Aber so wichtig sind wir alle gar nicht. Und erst recht nicht unser Job.

3. Zweimal pro Woche meditieren und Yoga betreiben, um im Gleichgewicht zu bleiben.

Seitdem ich meine Morgenroutine eingeführt habe, die 10 Minuten Yoga fest miteinschließt, erreiche ich dieses Ziel spielend. Nachdem ich im Juni das Buch „Setze dir größere Ziele: Die Geheimnisse erfolgreicher Persönlichkeiten“ gelesen habe, in dem Rainer Zitelmann autogenes Training empfiehlt, probiere ich auch das zusätzlich aus. Wenn ich nachmittags nach Hause komme, baue ich eine ca. 30-minütige Pause ein, in der ich autogenes Training und Extreme-Dösing betreibe.

4. Meine Zeit von 49 Minuten beim 10,5 km Lauf schlagen

Ich habe mich nun offiziell für den Lauf am 21.08. in Berlin-Steglitz angemeldet und reiße fleißig meine Kilometer (im Juli knappe 150). Das ist ganz schön anstrengend und zeitintensiv, aber ich finde es faszinierend, wie schnell man Fortschritte sieht. Oft denke ich an Bodo Schäfer, der schreibt, man müsse 110% geben. Das bedeutet noch einen draufzulegen, wenn man schon am Ende ist und nicht mehr kann. Dennoch versuche ich die Balance zu finden und auf meinen Körper zu hören. Aber nervös werde ich bei dem Gedanken auf den Lauf durchaus bereits.

Sparen

1. Sparrate von durchschnittlich 33%

Nach meinem Rekordtief von 13% aus dem Urlaubsmonat Juni konnte der Juli ja nur besser werden. Oder etwa doch nicht?! Irgendwie war auch der Juli wieder ein Reisemonat…

Das Positive zuerst: Ich konnte den Anteil meiner Fixkosten von knapp 52% auf 43% drücken! Wie habe ich das gemacht?

  1. Rentenversicherung gekündigt: Ich bin seit dem 01.07. nicht mehr rentenversichert. Wie sich das anfühlt? Super! Fixkostenersparnis: 277 Euro!
  2. Arbeitgeberzuschuss Krankenkasse: Bis dato habe ich die Kosten für meine private Krankenversicherung komplett selbst getragen. Doch seit Anfang Juli übernimmt meine Firma einen Teil der Kosten. Fixkostenersparnis: 132 Euro!
  3. Kein Netflix mehr: Ich habe Netflix gekündigt weil ich es einfach nicht mehr nutze. Fixkostenersparnis: 7,99 Euro
  4. Stromkosten verringert: Da ich anscheinend unheimlich wenig Strom verbrauche, hat mein Versorger meinen Beitrag erneut heruntergestuft. Fixkostenersparnis: 3 Euro.

Durch diese Maßnahmen habe ich nun monatlich fix über 400 Euro mehr zur freien Verfügung. Da freut sich mein Sparplan! Leider nimmt mir die eingesetzte Staffelmiete wieder 10 Euro weg, aber die kann ich angesichts der anderen Einsparungen durchaus verschmerzen.

Na, dann müsste ich doch im Juli eine ganz hervorragende Sparquote gehabt haben! Leider nein. Denn auch in diesem Monat war ich wieder viel unterwegs: Ein verlängertes Wochenende in Budapest, das mich insgesamt 331 Euro gekostet hat sowie ein Kurztrip in die Heimat inkl. Festivalbesuch, der mit 140 Euro (Danke, Mama für das „Eisgeld“!) zu Buche schlägt. Hinzu kommen die Startgebühr für den Lauf von 30 Euro sowie eine Zahnarztrechnung von 253 Euro. Puh. Macht eine Sparrate von traurigen 27%… Da in den nächsten Monaten (fast) keine Trips auf dem Plan stehen, bin ich jedoch weiterhin zuversichtlich was dieses Ziel angeht.

Mein Variable-Kosten-Diagramm sieht also fast genauso aus wie im Juni.

Variable Ausgaben Juli

2. Keine Kleidung. 

Easy.

Investieren

Rentenversicherung checken

Wie oben schon erwähnt: Ich bin sie los! Ich bin meine Rürup-Rente los. Somit konnten die horrenden versteckten Gebühren von 18.000 Euro gerade noch abgewendet werden. Das ist für mich persönlich ein kleiner bis mittelgroßer Durchbruch. Dieses flaue Gefühl im Magen, das ich fast 4 Jahre mit mir herumgetragen habe, ist nun weg. Das ist dann wohl der berühmte Stein, der einem vom Herzen fällt. Ich werde in einem separaten Artikel noch genau berichten, an welche Stelle ich welche Entscheidung getroffen habe und warum.

Die Maklerin, die mir diese Versicherung verkauft hat, hat sich bis dato noch nicht bei mir gemeldet obwohl sie wahrscheinlich von dem Versicherer darüber informiert worden ist, dass sie aus diesem Vertrag nun keinerlei Provisionen mehr kassieren wird. Aber vielleicht hat sie inzwischen meinen Blog entdeckt und traut sich nicht mehr mich zu kontaktieren.

Das Geld, das nun nicht mehr in die Versicherung fließt, läuft ab jetzt in meinen monatlichen Sparplan. Ich mache meine Altersvorsorge somit komplett selbst. Und das, liebe Leute, ist ein ziemlich groovy Gayfühl!

via GIPHY

Foto oben: https://www.pexels.com/photo/nature-field-summer-quantity-2602/

5 Kommentare

  1. Ich finde die GIFs auch top. Bin seit 10 Jahren in einer deutschen Funcommunity unterwegs und habe auch schon überlegt, ob ich am Ende jedes Artikels ein lustiges Bild anhängen sollte. Einfach so, damit am Ende jeder was zu lachen hat.. 🙂

    Ich habe mich bis vor einem Jahr noch total gewehrt, mich mittels Büchern weiterzubilden. „Da steht eh nix Neues drin“, „Das gleiche finde ich im Internet auch irgendwo kostenlos.“, aber ich merke so langsam, dass Bücher durchaus einen Mehrwert haben können. Man muss sich zwar nun nicht jedes auf der Welt anlachen, aber dank deinen Buchrezensionen kann ich nun besser abschätzen, welches Buch einen Mehrwert für mich haben könnte. Da ich das Thema Finanzen nun als „Läuft bei mir.“ abgehakt habe, steht bei mir nun die Persönlichkeitsentwicklung im Fokus.

  2. Hallo Natascha,

    deine Reise durch die Welt der Bücher ist spannend! Werde mir hier bei dir wohl noch viele gute Buchtipps abholen. Habe eben mal deinen Blog durchstöbert. Das Format der Buchvorstellungen machst du ja noch nicht so lange, oder bin ich in den Jahren einfach nicht soweit nach hinten gegangen?

    LG
    Johannes

    • Madame Moneypenny

      Hi Johannes,

      ja, das stimmt, das Format mache ich noch nicht lange. In jedem monatlichen Post zu den finanziellen Zielen habe ich immer ein Buch angeschnitten und erst seit diesem Monat stelle ich alle drei ausführlicher in den „5 Lehren aus …“ – Artikeln vor. Jahre gibt es eh nicht, mache den Blog erst so richtig seit Januar diesen Jahres 😉
      Freut mich, wenn du dich inspiriert fühlst! Bin gespannt, ob du das ein oder andere auch liest und was du dann davon hältst!

      VG Natascha

  3. Dummerchen

    Daumen nach oben für den Haken am Thema Rentenversicherung – war ja eine schwere Geburt. Oder sollte ich sagen eine schwierige Beerdigung? Ich finde es aber super, dass Du da jetzt Nägel mit Köpfen gemacht hast. Haken dran und bitte vergessen, bzw. nur noch die neuen Erkenntnisse a la „sowas schließe ich nie wieder ab“ behalten. Dass Dich die Maklerin noch beschäftigt („die ruft gar nicht an“), solltest Du bald überwinden – die Trulla merkt bei ausreichend vielen Kunden vermutlich noch nicht mal, wenn (aus ihrer Sicht!) „ein faules Ei“ dabei war ;-).

    Als ich meine KLV irgendwann gekündigt habe, war das übrigens auch ein cooles Gayfühl! (Ich liebe Deine GIFs!)

    Liebe Grüße
    Dummerchen

    • Madame Moneypenny

      Hallo Dummerchen,

      danke! Du hast mir ja schließlich auch sehr bei der Entscheidungsfindung geholfen 🙂 Also nochmals vielen Dank dafür!
      Ich hatte mich schon ein wenig auf ihre Nachricht gefreut, um ihr eine knackige Ansage zu machen. Aber du hast recht, sie merkt es wahrscheinlich gar nicht.
      Ist ja auch wurscht. Thema erledigt.

      Freut mich, dass du dich an den GIFs erfreust! Ein passendes raus zu suchen ist auch immer mein kleines Highlight 😉

      Liebe Grüße
      Natascha

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.