Der Mai-Report

In diesem Jahr begleiten wir Moneypenny Geli bei ihrer Zielerreichung. Die Marschrichtung: Verdoppelung ihres Jahresumsatzes und eine Sparrate von durchschnittlich 50 Prozent. Falls du Geli noch nicht kennst, kannst du hier alles über ihr Ziel und diese neue Rubrik lesen. Es folgt nun Gelis Mai-Report!

Erzähl uns von deinem Mai, Geli!

Der Mai war unser bester Monat bis jetzt. Wir konnten ein Umsatzplus von 350 Prozent hinlegen! Dafür waren zum einen der Muttertag und zum anderen einige Berichterstattungen in Zeitschriften verantwortlich. Es wurde über uns in der Freundin geschrieben, im Feel Good Magazin und im Slow Food Magazin. Außerdem wurden wir von dem Start-Up-Portal „Gründerszene“ interviewt. Und wir haben gemeinsam mit der Betreiberin einer Facebook-Gruppe eine Gutscheinaktion durchgeführt. Das ging auch gut ab!

Die Leserinnen einer physischen Zeitschrift können nicht per Klick zu euch gelangen. Merkt ihr dennoch einen Effekt?

Ja, auf jeden Fall! Wir merken direkt, wenn wir irgendwo – auch offline – erwähnt wurden. Anscheinend merken sich die Leute unseren Namen und schauen dann im Internet nach. Oder die zücken direkt das Smartphone während sie den Artikel über uns lesen. So oder so: Wir erfahren immer ein starkes Wachstum, wenn wir irgendwo erwähnt wurden.

In den letzten Monaten hattet ihr Schwierigkeiten die große Nachfrage zu bedienen. Wir war es dieses Mal?

Leider ganz genau so. Ich dachte ja, der April sei eine Ausnahme gewesen. War er aber nicht. Wir wurden gerade zu mit Bestellungen überschwemmt. Bereits nach dem Muttertag waren wir komplett leer gekauft. Und danach kamen erst die Berichte in den Zeitschriften.

In unserem Geschäft bedeuten ja mehr Bestellungen auch mehr Arbeit. Nicht, wie bei dir mit deinen Online-Produkten, die du einmal erstellt hast und nun verfügbar sind. Dir macht die 1.000 Bestellung deines Online-Kurses nicht mehr Arbeit. Bei uns ist das anders: Je mehr Bestellungen reinkommen, desto mehr müssen wir verpacken und verschicken. Mehr Umsatz bedeutet bei uns mehr Arbeit.

Hinzu kommen noch logistische Herausforderungen. Ich habe letztens die doppelte Menge an Stoffen und Wachs gekauft. Nun ist aber die Frage: Wohin mit dem Zeug? Wir operieren ja aus unserem Wohnhaus. Wir haben kein Lager oder so. Das sind alles so Details, die einen zusätzlich beschäftigen.

Wie wollt ihr für Entlastung sorgen?

Wir werden weiter personell wachsen. Ich habe vor ein paar Tagen mein erstes richtiges Vorstellungsgespräch geführt – allerdings auf der anderen Seite des Tisches. Das war sehr komisch! Wir haben nun insgesamt drei Helferlein in Teilzeit, die uns im täglichen operativen Geschäft Arbeit abnehmen. Da geht es vor allem ums Packen, Verschicken, aber auch die Pflege unserer Bienen.

Ich bin ja recht entspannt, denn bis jetzt war es tatsächlich immer so, dass uns das Universum genau die richtigen Ressourcen gebracht hat, wenn wir sie brauchten. Die junge Frau, mit der ich das Vorstellungsgespräch hatte, zum Beispiel. Wir haben keine Stelle ausgeschrieben, nichts. Ich sagte nur zu meiner Mama: So langsam könnten wir noch jemand Drittes gebrauchen. Und was passiert? Am nächsten Tag klingelt das Telefon und sie ruft an! Ich habe sie nach dem Gespräch direkt eingestellt. Alles, was wir brauchen, kommt irgendwann. Man muss diese Gelegenheiten nur wahrnehmen und ergreifen.

Im April hattet ihr euch euer erstes Gehalt ausgezahlt. Habt ihr das im Mai auch gemacht?

Ja, haben wir. Dieses Mal war es sogar ein richtiges Gehalt. Mama hat ganz glänzende Augen bekommen und sagte: „So viel Geld habe ich zuletzt direkt nach dem Studium verdient.“ Das war natürlich total schön.

Das hat sie sich auch mehr als verdient. Denn sie hatte eine richtig gute Idee: Bis vor kurzem haben wir im Online-Shop alle Produkte immer angeboten und kaufbar gemacht. Oftmals mussten wir die bestellte Ware dann erst noch produzieren. Nun haben wir den Prozess umgedreht. Wir haben Inventur gemacht und nur die Waren in den Online-Shop gestellt, die wir auch da haben. Wenn es ein Produkt nicht mehr in einer bestimmten Ausführung gibt, kann man es halt nicht mehr kaufen. Die Kunden entscheiden sich dann meist einfach für ein anderes. So haben wir das Steuer in der Hand. Wir müssen nicht mehr Waren je nach Bestellung produzieren, sondern es werden Bestellungen für die verfügbare Ware produziert. Das gibt uns viel mehr Zeit für andere Sachen.

Zum Beispiel?

Zum Beispiel für die Entwicklung neuer Produkte. Zwar habe ich dafür immer noch nicht so viel Zeit, wie ich gerne hätte. Aber eins, zwei Nebenbei-Produkte stehen schon in den Startlöchern bzw. gibt es sogar schon zu kaufen. Mit Nebenbei-Produkten meine ich Produkte aus Rohstoffen, die wir eh haben. Wachs zum Beispiel. In einer anderen Form mit einem anderen Nutzen, entsteht ein ganz neues Produkt. Für uns ist es nicht viel Arbeit, wir generieren Mehreinnahmen und für die Kunden ist es ein schöner Zusatzmehrwert.

Vielen Dank, Geli. Wir freuen uns schon auf den Juni mit dir!

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