Das Einmaleins für deinen Vermögensaufbau [Moneytalk]

Ich gehe mal davon aus, dass die meisten von uns im Alter ihren Lebensstandard beibehalten möchten. Das ist heute fast unmöglich, wenn du den Aufbau deines Vermögens nicht selbst in die Hand nimmst. Hast du schon angefangen? 

Wenn nicht, dann bekommst du heute einen vollen Rundumschlag zu dem Thema. Ich spreche darüber:

  • Was der Unterschied zwischen Versicherungen und Vermögensaufbau ist
  • Warum das Thema Vermögensaufbau so unglaublich wichtig ist
  • Welche 10 Grundregeln du kennen und beachten solltest
  • Welche Mythen über Aktien, Börse & Vermögensaufbau kursieren 
  • Was die konkreten 7 Schritte des Vermögensaufbaus sind

Viel Spaß beim Lesen. 

Wenn du dir das Ganze lieber anhören willst, gehts hier zum Podcast:

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Hier findest du das Video dazu:

Was ist der Unterschied zwischen Versicherungen und Vermögensaufbau?

Die kurze Antwort: Beide verfolgen komplett unterschiedliche Ziele und sollten deshalb nicht verwechselt werden. 

Das Ziel einer privaten Rentenversicherung ist es, sicherzustellen, dass du im Alter eine Art Grundversorgung hast, für den Fall, dass du dein Erspartes überlebst. Wie der Name schon andeutet, geht es bei einer Versicherung darum, dir Sicherheit zu bieten. Das ist der Grund, warum es hier keinen großen Gewinn gibt. Du zahlst monatlich dein Geld ein und bekommst im Gegenzug im Alter Geld zurück. Meist reicht das für die Miete und ein paar Lebensmittel – mehr aber auch nicht.

Natürlich macht eine private Rentenversicherung für die allermeisten von euch sehr viel Sinn, um im Worst Case eine Grundsicherung zu haben. Da die wenigsten aber im Alter auf die schönere Wohnung, die besseren Lebensmittel, Urlaub und ein paar Hobbys verzichten möchten, reicht das allein nicht aus. 

Wenn es darum geht, dass du im Alter einen gewissen Lebensstandard halten möchtest, musst du über Vermögensaufbau nachdenken. Ganz einfach weil eine Versicherung dafür viel zu teuer wäre. Das Ziel ist es, dein Geld langfristig zu vermehren. Aber keine Angst, das kannst du!

Warum überhaupt Vermögensaufbau?

Ich weiß, ich weiß, wir alle haben 3 Milliarden anderer Dinge zu tun. Es gibt aber unglaublich viele Gründe dafür, sich trotzdem mit dem Thema Vermögensaufbau zu beschäftigen.

Hier die 3 Wichtigsten:

1. Die Inflation kostet uns jedes Jahr Geld. 

Inflation ist der Vorgang der Geldentwertung. In Deutschland werden momentan ca. 2% angestrebt. Das bedeutet, dass die Kaufkraft des Geldes auf deinem Konto jedes Jahr um diesen Prozentsatz sinkt. Das fiese daran ist, dass du es nicht merkst. 2000 € auf deinem Konto bleiben 2000 €. Du bekommst in 10, 15 oder 20 Jahren nur eben viel weniger dafür. Es kann sich sicher anfühlen, das Geld auf dem Bankkonto liegen zu lassen. In der Realität verlierst du aber Geld. 2 %. Jedes verdammte Jahr.

2. Altersarmut ist und bleibt weiblich. 

Seit 2001 verfolgt unsere Regierung nicht mehr das Ziel, dass wir mit der gesetzlichen Rente unseren Lebensstandard erhalten können. Ich weiß, es ist noch so weit weg und es ist nicht klar, wie die Welt in 40 Jahren aussieht. Das ist aber kein Grund deshalb den Kopf in den Sand zu stecken und zu hoffen, dass sich etwas ändert. Laut Prognosen liegt die gesetzliche Rente bei knapp 400 € pro Monat. Davon betroffen sind 75 % aller Frauen, die heute zwischen 30 und 55 Jahren alt sind.

3. Vermögensaufbau schafft Unabhängigkeit. 

Wollen wir uns wirklich darauf verlassen, dass sich noch etwas ändert? Wenn wir ganz ehrlich sind, ist der Invest, den wir heute tätigen müssen im Vergleich zum dem, was wir dafür bekommen, sehr gering. Alles, was wir tun müssen ist, uns aktiv dafür zu entscheiden, das Thema anzugehen, ein paar Stunden unserer Zeit zu investieren und es dann wirklich auch zu machen. Die Unabhängigkeit kannst du dir selbst erarbeiten. Also: Raus aus der Opferrolle, denn es bringt dir nichts.

Was haben Aktien und Vermögensaufbau denn jetzt für einen Einfluss auf die Zeit nach der Rente? Schauen wir uns das Ganze nochmal genauer an. Gehen wir davon aus, du bekommst 400 € gesetzliche Rente und nochmal 400 € aus der privaten Rentenversicherung. Dann besteht wahrscheinlich immer noch eine deutliche Lücke zu dem, was du eigentlich brauchst. Da wir ab einem gewissen Punkt nicht mehr arbeiten können und wollen, brauchen wir Einkommen aus einer passiven Quelle. Was genau das ist, habe ich im Moneytalk zum Passiven Einkommen beschrieben. 

Dazu müssen irgendwann anfangen, unseren Zeiteinsatz von unserem Ertrag zu entkoppeln. Das geht z.B. durch Immobilien (passives Einkommen durch Mieteinnahmen), oder ETFs (passives Einkommen durch Gewinnausschüttungen). 

Mein Gleichnis zum besseren Verständnis ist das der goldenen Gans. Jede von euch braucht sie, denn sie legt goldene Eier. Die goldene Gans kann euer Investment in Aktien und ETFs (passiven Aktienfonds) sein. Je mehr ihr die goldene Gans stopft, desto größer sind die goldenen Eier, also die Gewinne, von denen ihr später leben könnt. 

Die Königsdisziplin ist es, sich die Möglichkeit zu erarbeiten früher in Rente gehen zu können.  

Um die Frage, warum Vermögensaufbau wichtig ist, abzuschließen, stelle ich die Gegenfrage. “Was ist die Alternative?” Wenn wir ganz ehrlich sind, ist das ‘ob’ schon lange geklärt. Jetzt ist nur noch die Frage ‘wie’ und ‘wann’ ihr endlich anfangt.

Die 10 Grundregeln des Vermögensaufbaus

  1. Ein Vermögen baust du auf, in dem du weniger ausgibst als du verdienst und den Rest investierst. Das ist es eigentlich auch schon. Als Nächstes stellt sich natürlich die Frage, in was du die Differenz investieren solltest. Der Vorteil von ETFs gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten ist, dass du dafür keine Kredite aufnehmen musst und klein anfangen kannst. 
  2. Es kommt nicht darauf an, wieviel du verdienst. Viel wichtiger ist es, wie viel du behälst. Du kennst sie bestimmt auch – die Menschen, die unglaublich viel Geld verdienen und es im nächsten Atemzug für die unnötigsten Dinge ausgeben. Am Ende des Monats ist dann trotzdem wieder zu wenig Geld da. Vermögensaufbau gelingt dann, wenn du deine Ausgaben im Griff hast und dein Geld clever anlegst.
  3. Risiko ist kein Synonym für Verlust. Jeden Tag, den wir aus dem Bett aufstehen setzen wir uns Risiken aus. Denk an den berühmten Ast, der dir auf den Kopf fallen kann, oder auch ans Auto fahren … Das Wichtige ist zu wissen, wie du mit Risiko umgehen kannst. Der einfachste Weg, um Risiko zu minimieren, ist, sich an die Regeln zu halten. Wenn die Ampel rot ist, fährst du nicht. Das Gleiche gilt für die Börse: Wenn du Verluste realisierst, dann ist nicht die Börse oder das Unternehmen schuld, in das du investiert hast, sondern du. Weil du die Regeln nicht gekannt, oder sie nicht eingehalten hast. Eine der Regeln für langfristiges Investieren ist, dein Geld über einen Zeitraum von mindestens 10-15 Jahren anzulegen. Das ist die Periode, für die man historisch gesehen – egal wann in der Geschichte der Börse – einen Aktienfond halten muss, um damit Vermögensaufbau zu betreiben. 
  4. Geld zu vermehren macht in jedem Alter Sinn. Da wir von langfristiger Geldanlage sprechen und ein längerer Zeitraum uns hilft, mehr Vermögen aufzubauen, gilt natürlich: Je früher, desto besser. Wenn du aber nicht mehr 30 Jahre bis zur Rente hast, dann ist das halt so. Dein Geld kannst du trotzdem vermehren. Du bist nicht überzeugt? Dann stellt dir wieder die Frage nach der Alternative. 
  5. Du musst wissen, was du tust. Bitte investiere nicht blauäugig in etwas, von dem du keine Ahnung hast. Es geht hier um deine Altersvorsorge, deine Existenz, deine Unabhängigkeit. Da lohnt es sich ein wenig mehr Zeit zu investieren.
  6. Investiere niemals in etwas, das du nicht verstehst. Von Versicherungen, über Immobilien, Aktien und ETFs. Hab so viel Ahnung davon, dass du ein gutes Gefühl dabei hast, wenn du investierst. 
  7. Verluste an der Börse  machst du erst, wenn du zu einem Verlustkurs verkaufst. Alles andere ist rein virtuell. Das gilt übrigens genauso für Gewinne. 😉 Der Grund, warum ich empfehle eine klare Strategie zu haben, ist der, dass Emotionen ansonsten überhand nehmen können. Bei sinkenden Kursen ist das die Panik, die dazu führt, dass du eine Aktie mit Verlust verkaufst. Bei steigenden Kursen die Gier jetzt unbedingt dabei sein zu müssen. Also: Informiere dich, wisse, was du machst und halte deine Aktien langfristig. 
  8. Lege niemals alle Eier in einen Korb. Warum? Weil das Risiko alles auf eine Karte zu setzen sehr hoch ist. Das Zauberwort ist Diversifikation. Wir wollen unser Investment so breit, wie möglich streuen und nicht in einzelne Aktien investieren. Ich habe mein Geld deshalb ausschließlich in ETFs investiert. Manche davon bilden die Entwicklung von bis zu 2000 Unternehmen ab – eine breitere Streuung ist fast nicht möglich. 
  9. Investieren ist ein Prozess. Das war für mich eines der wichtigsten Erkenntnisse in den letzten Jahren. Zu denken, dass man jetzt in diesem Moment die genau richtige Entscheidung für sein Leben treffen muss, löst unnötigen Druck aus. Wer weiß, wo du in 5 Jahren stehst. Wichtig ist es nicht zu vergessen, dass das Ziel nicht ist, dein Leben finanziell bis ins letzte Detail durchzuplanen. Dein Ziel ist es anzufangen. Danach sammelst du Erfahrungen und lernst, wie du deine Investments deinem Leben angleichen kannst. Keine von uns weiß, wie die Welt in 15 Jahren aussieht. Was uns deshalb interessiert ist der Status Quo und was wir damit machen können.
  10. Die wichtigste Investition ist die, in dich selbst. Warum? Weil ich keine Investition kenne, bei der Risiko und Nutzen in einem so krassen Verhältnis steht. Investiert in Wissen und in euer Wachstum. Spart bei allem, aber nicht bei der Bildung. 

Sind diese Mythen über Aktien, Börse und Vermögensaufbau wirklich wahr?

Welche davon kennst du … ?

1. Viel zu viel Risiko.

“Das ist doch alles nur Zockerei an der Börse.” Das stimmt so nicht. Natürlich kann man an der Börse Geld verlieren – dann, wenn man sich nicht an die Regeln hält. Wisse, was du tust, investiere langfristig & streue deine Investments breit. Zu dem Wissen, was man tut, gehört eine klare Strategie, die eure Risikobereitschaft miteinbezieht. Ja, man kann unterschiedlich risikoreich an der Börse investieren. Wie viel Risiko bist du bereit in deiner aktuellen Lebenssituation zu tragen? Richte deine Investments danach aus. 

2. Ich habe zu wenig Geld zum Investieren.

Ein riesen Missverständnis ist, dass man schon reich sein muss, um in Aktien zu investieren. Auch das ist ein Mythos. Im Gegenteil sind Aktien etwas für Menschen, die reich werden wollen. Die meisten vermögenden Menschen sind dort, wo sie heute sind, weil sie clevere Investmententscheidungen getroffen haben. Das Schöne an Aktien und ETFs, im Unterschied zu Immobilien ist, dass du hier bereits mit 25 €/ Monat starten kannst.

3. Das ist mir zu viel Mathe.

Tolle Neuigkeiten für euch: Ich hatte immer eine 4 in Mathe. Und ich hab es trotzdem hinbekommen. Bitte vergesst nicht, dass wir in einer Zeit leben, in der wir unglaublich viele Hilfsmittel kostenlos online zur Verfügung haben, die uns das Rechnen abnehmen.

4. Ich habe zu wenig Zeit um mich darum zu kümmern.

Ganz ehrlich, ist das wirklich so? Oder hast du einfach andere Prioritäten? Wenn wir ganz ehrlich sind, finden wir ja auch die Zeit abends unsere Serien zu schauen. ‘Game of Thrones’ einmal von Anfang bis Ende durchzuschauen, dauert zum Beispiel ca. 100 Stunden. In dieser Zeit kann man sich sehr, sehr ausführlich mit dem eigenen Vermögensaufbau beschäftigen. Meiner Erfahrung nach dauert es ca. 30-40 Stunden, um das Thema wirklich zu durchdringen. Falls deine Sorge eher der Zeitaufwand ist, den es bedeutet, wenn du einmal angefangen hast, dann kann ich dich beruhigen. Wir wollen passive Einnahmen haben und nicht mit 80 Jahren irgendwelche Aktien hin und her verkaufen. Das muss von alleine laufen und das tut es auch. Wie überall im Leben musst du dafür einmal Zeit und Geld investieren, um ein funktionierendes System aufzusetzen. Anschließend läuft das von ganz alleine. Ich verbringe gerade 1 Stunde pro Jahr mit meinen Investitionen. 

Die 7 Schritte, um ein Vermögen aufzubauen

Wie konkret sieht der Weg aus, wenn du ein Vermögen aufbauen willst? Ich habe ein System von 7 Schritten entworfen, das ich auch genau so in meinen Kursen lehre. So sieht das Ganze aus:

Schritt 1: Jede Veränderung beginnt mit einer Status-Quo-Analyse

Hier geht es darum, eine Bestandsaufnahme deiner finanziellen Situation zu machen. 

Fragen, die du dir hier stellen darfst:

  • Wie steht es um meine finanzielle Situation? 
  • Wie viel Geld habe ich? 
  • Habe ich Schulden? 

Mindestens genauso wichtig ist die Status-Quo-Analyse deiner Einstellung zu Geld. Ich bin davon überzeugt, dass deine finanzielle Situation ein Spiegel dessen ist, was du über Geld glaubst. 

Schritt 2: Dein Ziel

Es ist ganz simpel. Wenn du kein Ziel hast, kannst du es auch nicht erreichen. 

Fragen, die du dir hier stellen darfst:

  • Wo will ich eigentlich hin?
  • Wie viel Geld brauche ich im Alter? 
  • Brauche ich vor Renteneintritt schon Geld? 

Kurz: Wo willst du hin und was kostet das? Daraus kannst du ableitet, was du heute dafür tun musst, um dieses Ziel auch zu erreichen. 

Schritt 3: Die Strategie

Hier geht es darum die eigene Strategie festzulegen. 

Fragen, die du dir hier stellen darfst:

  • Möchte ich aktiv, oder passiv investieren? 
  • Was mache ich, wenn Aktienkurse sinken?
  • Was, wenn die Kurse steigen? 
  • Wie langfristig ist mein Investmentplan? 

Schritt 4: Deine Risikobereitschaft

Ich hatte schon angedeutet, dass du steuern kannst, wie viel Risiko du beim Investieren an der Börse eingehen willst. 

Fragen, die du dir hier stellen darfst:

  • Wie viel Risiko kann, will & muss ich tragen, um mein Ziel zu erreichen? 
  • Was fühlt sich für mich richtig an?

Schritt 5: Dein konkreter Plan

Abgeleitet aus den Erkenntnissen der Schritte 1-4 ergibt sich dein konkreter Plan. Dieser ist wichtig, um in die Umsetzung zu kommen. 

Fragen, die du dir hier stellen darfst:

  • Wie viel Geld möchte ich monatlich investieren? 
  • Wie ist meine Aufteilung zwischen risikobehaftetem und risikolosem Teil?
  • Wie sieht meine Asset Allocation aus?

Schritt 6: Produktauswahl

Erst jetzt geht es an die Produktauswahl. 

Fragen, die du dir stellen darfst:

  • Welche Produkte passen zu mir? 
  • Was sind die wichtigsten Kriterien für mich? 
  • Welche ETFs sind sparplanfähig?

Schritt 7: Die Umsetzung

Der letzte Schritt ist, dass du ins Tun kommst. 

Heißt:

  • Depot eröffnen z.B. bei Trade Republic*
  • Produkte online kaufen 
  • Automatisierung einrichten

Die meisten Menschen drehen diese Pyramide um und beginnen direkt mit Schritt 6 & 7. Ohne das Fundament aus Status-Quo-Analyse, klarem Ziel und Strategie, werden vorschnelle Entscheidungen getroffen, die zu erheblichen Verlusten führen können.

Du fragst dich immer noch, wie genau du anfangen sollst? Wenn du bis hier hin gelesen hast, hast du bereits angefangen. Wichtig für dich ist es jetzt, in die Aktion zu kommen. Du kannst das!

Wenn du Lust hast, dass ich dich dabei begleite, dann trag dich auf die Warteliste für mein Mentoring Programm ein, das ein Mal im Jahr stattfindet. Hier bekommst du eine Schritt für Schritt Anleitung, die schon über 3000 Frauen dabei geholfen hat, endlich einen Haken hinter dieses Thema zu machen.

Eure Fragen

Ist eine monatliche Sparrate auf mein Tagesgeldkonto eine Alternative zu ETFs?

Nein, es ist eher eine Ergänzung zu ETFs. Ähnlich, wie wenn du dein Geld in Rentenversicherungen anlegst, wächst dein Vermögen auf dem Tagesgeldkonto nicht. Mein Tipp: Nutze das Tagesgeldkonto für deinen Notgroschen und einen Teil deiner Sparrate (deinen risikolosen Anteil).

Hältst du Immobilien als Vermögensanlage für sinnvoll?

Ja, definitiv. Ich bin mir sicher, dass auch ich früher oder später in Immobilien investieren werde. Momentan hat es bei mir aber keine Priorität.

Wie sollte man mit ETF Empfehlungen aus der Presse umgehen? 

Gar nicht. Ignoriert sie am besten einfach. Wie soll euch jemand eine Empfehlung aussprechen, der weder euer Ziel, eure Risikobereitschaft oder eure Strategie kennt? Eure Investmententscheidungen sind so individuell, wie ihr selbst. Deshalb ist es so unglaublich wichtig sich das Wissen anzueignen, das es euch erlaubt, diese souverän zu treffen.

Wie viel Geld braucht man mindestens, um in Aktien zu investieren?

Mit 25 € im Monat geht es los. 

ETF fürs Kind?

Dazu gibt es sogar einen Artikel von mir.

Wie finde ich den richtigen ETF für mich? 

In dem du erst mal die Grundlagen legst. Was sind ETFs, was ist dein Ziel und was sind DEINE Kriterien? Hier ein paar Beispiele:

  • Kosten
  • Ausschüttend oder thesaurierend? 
  • Nachhaltig oder nicht? 

Es gibt eine handvoll Kriterien und dann ist es an dir zu überlegen, was am besten zu dir passt.

Macht es Sinn Geldgeschenke in einer Einmalzahlung zu investieren, oder soll ich es lieber in eine monatliche Sparrate aufteilen? 

Beides hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Der Vorteil, alles gleich in einem Batzen zu investieren ist, dass dein Vermögen direkt anfangen kann sich zu vermehren. Der Nachteil: Du investierst alles zu einem Zeitpunkt. Wenn die Kurse gerade besonders hoch sind, kann es sein, dass du weniger für dein Geld bekommst, als einen Monat später. Genau das ist auch der Vorteil die Investition zu stückeln. Sieh es als eine zusätzliche Diversifikation (zeitlich). Grundsätzlich geht also beides.

Hast du Buch- oder Webseiten Empfehlungen für ETF-Wissen?

Du bist hier auf meinem Blog schon genau richtig, wenn du mehr über das Thema wissen willst. Da gibt es auch Buchempfehlungen 😉

Hat man bei einem Broker ein Konto genau wie bei einer Bank, auf das man dann monatlich einzahlen kann?

Ja, genau so kannst du dir das vorstellen. Wenn ich über einen Broker spreche, spreche ich nicht von einem Menschen, sondern von einer Bank, über die du in Aktien investierst. Dort eröffnest du dann ein Depot (Konto). Das wiederum wird mit deinem Girokonto verknüpft, also deinem ganz normalen Konto, das du tagtäglich nutzt. Wenn du 25 € in Aktien investiert, werden diese von deinem Girokonto abgebucht und der Broker investiert das Geld nach deinen Wünschen. Deine ETFs liegen dann in deinem Depot und können von dir jeder Zeit eingesehen werden. Mehr ist es eigentlich nicht.

Wie funktioniert das mit Steuern und dem Finanzamt. 

Wir zahlen natürlich ganz brav unsere Steuern auf unsere Aktienerträge. WENN du mehr als 801 € mit deinen Investments verdienst. Das ist der Steuerfreibetrag, den jeder von uns hat. Alles darüber hinaus wird mit rund 25% (+ Kirchensteuer und Soli) versteuert.In der Regel übernimmt die Abführung ans Finanzamt aber dein Broker. 

Aktien haben zwar ein größeres Risiko, bringen aber auch viel höhere Gewinne. Warum dann ETFs?

Mit ETFs investierst du ja in Aktien. Ein ETF ist ein Aktienfond, also ein Korb, in dem verschiedene Aktien gebündelt werden. Es ist also kein Entweder-Oder. 

Empfiehlst du die komplette Altersvorsorge in ETFs zu stecken? 

Nein. Versicherungen haben durchaus ihre Berechtigung! Schau dir dazu nochmal den Anfang des Artikels an. 

Wie hoch sind die Zinsen im Durchschnitt bei ETFs?

Bei ETFs gibt es keine Zinsen, sondern Dividenden und Renditen. Historisch gesehen lag die Gewinnentwicklung bei breit gestreuten Aktien durchschnittlich bei 8-9%. Wenn man daran glaubt, dass unsere Wirtschaft weiter wächst, dann macht es Sinn sein Geld an der Börse zu investieren.

Wieso hast du keine Versicherung? Was sind deine Gründe dafür keine zu haben?

Mein Ziel ist es, keine Versicherung zu brauchen. Meine komplette Altersvorsorge liegt in meinen ETFs und in meinen Unternehmen. Das ist unter keinen Umständen eine Empfehlung. Da viele von euch keine eigenen Unternehmen haben, sind Versicherungen für die allermeisten von euch eine sehr gute Idee.

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