Buchbesprechung “Rente mit 40 – Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus”

“Wie sähe unser Leben aus, wenn wir nicht mehr für Geld arbeiten müssten? Wie würden wir unsere Zeit verbringen, was würden wir anders machen?“

Für sein aktuelles Buch “Rente mit 40 – Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus” hat mein Blogger-Kollege Florian Wagner u.a. mich interviewt. Das Buch erscheint am 13.09. im Ullstein-Verlag: Die Erlöse aus den Vorbestellungen spendet er an ein Schulprojekt in Argentinien, bei dem er zwei Monate als Freiwilliger war.

Worum geht es im Buch?

Geld  spielt  in unserem  Leben oft eine große Rolle: Haben wir zu wenig davon, führt es zu Sorgen. Ist es ausreichend vorhanden, ermöglicht es Freiheiten. Im Buch geht es darum, was uns im Leben wirklich glücklich macht und wie wir unser Leben darauf ausrichten können. Es werden Menschen vorgestellt, die nicht mehr auf ein Arbeitseinkommen angewiesen sind. Du erfährst, wie  sie das geschafft haben, was sie antreibt und wie jeder sein Leben unabhängiger gestalten kann.

Es gibt ein illustriertes Video über den Buchinhalt könnt ihr hier sehen: https://www.youtube.com/watch?v=lnsuWA_vL00
(Quelle: https://geldschnurrbart.de/rente-mit-40-frugalismus-buch)

Hier ein Textauszug aus dem Buch über das Interview über meine Geschichte:

»Zurück in den Job kannst du immer«

Was Natascha am Angestelltenverhältnis gestört hatte: eingeschränkt zu sein, sowohl zeitlich als auch inhaltlich. »Obwohl alle ja immer von Gleitzeit reden, wird trotzdem erwartet, dass du bis 7 Uhr da bist, auch wenn du eigentlich seit 3 Stunden nichts mehr machst.« Inhaltlich konnte sie sich teilweise mit manchen Projekten kaum identifizieren und dachte oft: »Boah, das würde ich komplett anders machen, ganz anders denken, ganz anders aufziehen.« Der Wunsch, etwas Eigenes zu machen, führte letztlich dazu, dass sie das Risiko einging und Vollzeitunternehmerin wurde.

»Zurück in den Job kannst du immer«, sagte sie sich. Der Meinung ist sie auch heute noch, wenn Gründerinnen auf sie zukommen und den Schritt aus dem Angestelltenverhältnis wagen wollen, aber zögerlich sind. »Ich sage dann immer: Du findest deinen Job doch gerade mies oder? Ja. Gut, einen miesen Job findest du auch noch in 3 oder 5 Jahren, wenn es nicht geklappt hat. Und dann hast du noch eine geile Story zu erzählen.« Eine gesunde Naivität half Natascha schon immer.

»Wo steht geschrieben, dass ich nicht in 3 Jahren Millionärin werden kann?«

Früher als erwartet erreichte sie rechnerisch durch ihr Unternehmen die finanzielle Freiheit. Nun möchte sie wachrütteln, um vom Systemdenken auszubrechen: »Wo steht geschrieben, dass ich nicht 50 Prozent meines Einkommens sparen kann? Wo steht geschrieben, dass ich nicht in drei Jahren Millionärin werden kann?« Es haben schon andere Leute geschafft, warum soll es denn dann unmöglich sein?

Das Einkommen stellt für viele eine sehr attraktive Stellschraube dar. Für das Argument, die Zeit sei zu knapp, hat sie einen Rat: »Fernseher raus, und du hast schon 4 Stunden mehr am Tag, um dir etwas aufzubauen!«[…]

»Es müssen ja auch nicht alle immer direkt ihren Job an den Nagel hängen. Aber mit so einem Nebengewerbe – ich meine, wenn ich nur irgendetwas finde, womit ich 1.000 Euro mehr im Monat verdiene –, ist das super. Die kommen direkt ins Aktiendepot.« Für sie ist das immer noch der schnellste Weg zum Ziel. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, aber Natascha glaubt, die meisten sind einfach zu gefangen im Trott aus »Ausbildung, arbeiten bis 67, Rente, vorbei.«

»Eine kleine Hütte irgendwo in Bayern mit den Kids und meinem Gemüsegarten, das kann ich mir sehr gut vorstellen.«

Kürzlich wurde sie von FDP-Politiker Christian Lindner in dessen Podcast interviewt. Darin sagte sie, spätestens mit 45 in Rente gehen zu wollen. Ob der Plan noch aktuell ist? »Ich glaube tatsächlich, ich muss irgendetwas machen und bin zu getrieben von meiner Mission, als dass ich sagen könnte: Jetzt habe ich meine Millionen verdient, ich stampfe alles wieder ein.« Dafür ist sie zu sehr Unternehmerin: »Ich meine, ich fange gerade erst an, Leute einzustellen.

Es wird größer statt kleiner. Aber klar, wahrscheinlich sogar früher als mit 45, ich stelle mir schon in näherer Zukunft auf jeden Fall eine Auszeit vor.« Höchstwahrscheinlich eine Auszeit von mehreren Jahren: Familiengründung, eine Basis schaffen, so lautet ihr kurz- bis mittelfristiger Plan. In einigen Jahren, mit 35 oder 36 könnte sie sich vorstellen, mal die Rente auszutesten. »Bewusst Hausfrau und Mutter zu sein, da habe ich auch ein bisschen Bock drauf. Eine kleine Hütte irgendwo in Bayern mit den Kids und meinem Gemüsegarten, das kann ich mir sehr gut vorstellen.«

Die ganze Geschichte und weitere findest du im Buch “Rente mit 40 – Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus”. Die Spendenaktion für die Vorbestellungen läuft noch bis 13.09.

Florian Wagner, *1987, ist Wirtschaftsingenieur und arbeitete vier Jahre als Projektleiter in der Automobilindustrie. Seit er frugalistisch lebt, hat er 140.000 Euro angespart – ohne Einschränkung, sondern mit gestiegener Lebensqualität. 2018 kündigte er seinen sicheren und gutbezahlten Job und ist seitdem als Autor unterwegs. Mehrere Medien, darunter DER SPIEGEL und Galileo, berichteten bereits über ihn und seinen Blog www.geldschnurrbart.de.

2 Kommentare

  1. Die Idee des Frugalismus finde ich super. Ich arbeite selbst regelmäßig daran zu investieren und zu sparen. Wenn man bereits kurz vor 40 ist, frage ich mich ob ich durch den Frugalismus auch mit 50 in Frührente gehen könnte ?

  2. Florian Wagner

    Liebe Natascha,

    vielen Dank für die Unterstützung des Buches durch deine inspirierende Geschichte im Buch selbst, als auch durch die Buchvorstellung.

    Der Verlag muss vor Erscheinung am 13.09. sogar schon die zweite Auflage drucken lassen, danke an alle Vorbesteller, die durch den Kauf das Schulprojekt in Argentinien bis 15.09. unterstützen!

    Danke auch für die tollen Leserfeedbacks und deine Offenheit und persönlichen Einblicke im Buchinterview. Auf das das Thema finanzielle Bildung / Glück mehr Einzug in die gesellschaftlichen Diskussionen erhält!

    Danke und liebe Grüße aus Stuttgart,
    Florian

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