Das 3-Konten-Modell

Wer in einer Partnerschaft lebt, kann mit dem sogenannten 3-Konten-Modell die eigenen und eben auch die gemeinsamen Geldangelegenheiten klar regeln. Denn bei aller Liebe: Streit darüber, wer von beiden Partnern jetzt öfter das Klopapier kauft, das muss doch nicht sein. Gleichzeitig sollte aber auch in der noch so engsten Beziehung finanziell unabhängig bleiben können. Deshalb, liebe Liebenden, lest ihr hier, wie das 3-Konten-Modell funktioniert.

Jetzt gibt es vielleicht Menschen da draußen, die meinen, Geld spiele in der Liebe keine Rolle. Das trifft möglicherweise bei Teenies in den ersten Wochen akuter Verliebtheit zu. Ansonsten halte ich es für geradezu fahrlässig, wenn erwachsene Menschen in einer ernsthaften Partnerschaft nicht über ihre Finanzen sprechen und dementsprechend handeln.

Warum überhaupt ein Gemeinschaftskonto?

Spätestens beim Zusammenziehen, also ab dem Zeitpunkt, wenn man einen gemeinsamen Haushalt führt, kann ein gemeinsames Konto sinnvoll sein. Mit diesem können beide Partner alle geteilten Ausgaben wie zum Beispiel Lebensmitteleinkäufe erledigen. Das nervige Ausklamüsern von Rechnungen und die Frage, wer wann was bezahlt hat, fällt also weg.

Noch wichtiger wird ein gemeinsames Konto, wenn ein Kind unterwegs ist, denn der kleine Schreihals kostet richtig Geld. Plötzlich ist ein Paar dann eben auch in der Rolle der Eltern und muss für das gemeinsame Kind finanzielle Entscheidungen treffen. Heutzutage versuchen moderne Paare, sich in der Familie gleichberechtigt um die Erziehung der Kids zu kümmern und arbeiten zu gehen. 

Früher war die Rollenverteilung da schon ziemlich klar festgelegt: Vatti ging malochen und Mutti musste zu Hause bleiben und den Haushalt schmeißen. Das Problem: Frauen hatten damals oft nicht mal ein eigenes Konto. Um die Finanzen kümmerte sich ausschließlich der Herr im Haus. Wenn sie Glück hatten, bekamen sie von ihren Gatten ein Taschengeld. Im Klartext: Frauen waren früher komplett von ihren Ehemännern finanziell abhängig.

So funktioniert das 3-Konten-Modell

Im Jahr 2018 haben wir solche Verhältnisse in Partnerschaften glücklicherweise schon viel, viel seltener – aber es gibt sie immer noch erschreckend häufig. Mit dem 3-Konten-Modell sollten Frauen gegensteuern.

Und das funktioniert so:

  1. Die kompletten Einnahmen der Partner wandern auf das Gemeinschaftskonto. Davon werden alle Ausgaben, die die Gemeinschaft betreffen bezahlt. Hierzu zählen beispielsweise Miete, Lebensmittel, Auto, gemeinsame Urlaube und alles, was die Kinder betrifft.
  2. Das Geld, was dann übrig ist, wird 50/50 auf die eigenen Konten überwiesen. Damit können nun beide machen, was sie wollen. Kurztrip mit den Mädels, Kletterausrüstung, Altersvorsorge, Zigaretten und so weiter. Was jede(r) mit diesem Geld macht, hat den anderen nichts anzugehen.

Ist 50/50 nicht unfair?

Das liegt sicherlich im Auge des Betrachters. Ich persönlich finde 50/50 auf lange Sicht nicht unfair, denn ich gehe davon aus, dass sich das über die Jahre ausgleicht. Mal verdient sie mehr weil er noch studiert, dann verdient er mehr weil sie länger in Elternzeit ist als er. Außerdem finde ich, dass Partner auch für einander sorgen sollten. Aber das ist nur meine Vorstellung. Wenn ihr 50/50 unfair findet, müsstet ihr hierfür eine Lösung finden, die für euch passt. Das Modell funktioniert dennoch.

Die Ausgestaltung ist im Detail nicht super entscheidend. Es geht in erster Linie darum, in einer Partnerschaft gemeinsame Kosten mit einem gemeinsamen Konto zu bestreiten, gleichzeitig aber als Einzelner weiterhin über einen eigenen Geldbetrag zu verfügen, mit dem man einfach machen kann, was man will, ohne dass der Partner reinredet. Und genau das, finde ich an dem Modell so toll. Ich habe schon öfter erlebt, dass sie die Augen verdreht, wenn er sich etwas „Teures“ vom gemeinsamen Geld gekauft hat (oder auch anders rum). Streitpotenzial. Muss ja nicht sein. 

Mit dem Recht, mit dem eigenen Geld zu wirtschaften, kommt natürlich auch die Verantwortung. Beide müssen sich mit ihrem Geld beschäftigen. Die Frau eben auch. If you know what I mean.

3-Konten-Modell gemeinsam entscheiden

Um jegliches Streitpotenzial zu vermeiden, ist es weiterhin wichtig, dass die Partner zusammen entscheiden, was genau mit dem Gemeinschaftskonto passiert. Es muss geklärt werden, wie hoch die Fixkosten (Miete usw.), wie viel Geld man monatlich verfuttern möchte, aber auch wie viel Geld für Urlaube oder besondere Anschaffungen gespart werden soll. Setzt euch zusammen und klärt, was euch als Person wichtig ist, was eure finanziellen Ziele sind. Und eben auch, was euch als Paar wichtig ist und was eure gemeinsamen Ziele sind. Ein toller Urlaub, ein Haus, finanzielle Freiheit und so weiter. Daraus ergeben sich dann im besten Fall Budgets für die einzelnen Ausgabeposten, die ihr gemeinsam einhalten solltet. 

Wenn der Plan für das Gemeinschaftskonto steht, können als nächstes Daueraufträge immer zum ersten Tag des Monats eingerichtet werden. Heißt beim 3-Konten-Modell: Die vereinbarten „Taschengelder“ für die Partner alleine jeweils an Tag X auf deren Einzelkonten automatisiert überweisen zu lassen. 

Fazit

Liebe, Vertrauen, Spaß – alles essentiell für eine Partnerschaft. Aber die kann manchmal schneller wieder vorbei sein als man denkt. Und auch wenn man tatsächlich für immer und ewig zu einem Liebesklumpen verschmilzt: In beiden Fällen ist ein gewisser Grad von finanzieller Unabhängigkeit unerlässlich.

Mit dem 3-Konten-Modell kann man in einer Beziehung, einer Ehe oder in einer Familie die Finanzen gemeinsam planen und es vereinfacht schlichtweg den Alltag. Gleichzeitig aber behalten die Partner immer ein Stück Freiheit. Vor allem wenn beide in Gelddingen unterschiedlich ticken, was Konsum angeht, kann das 3-Konten-Modell vielleicht sogar dem ein oder anderen Beziehungskrach vorbeugen.

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19 Kommentare

  1. Strahlemann

    Bin etwas ueberrascht von den Kommentaren. Finde ein 3-Kontenmodell irgendwie unnoetig. Meine Frau und ich haben ein 2-Kontenmodell, jeder hat seins und jeder zahlt das was gerade ansteht.
    So werden unsere Hauskredite zB von meinem Konto bedient, aber Kita geht vom Konto meiner Frau ab. Aber nicht weil wir das dann irgendwie errechnet haben, sondern weil sie schlichtweg die Anmeldung gemacht hat.
    Falls mal irgendwo ein Ueberschuss auflaufen sollte, geht das in mein Depot.
    Wir haben keinen Ehevertrag und deshalb eine Zugewinngemeinschaft. Somit verstehe ich, dass doch egal auf wessen Konto was liegt, der Zugewinn am Ende beiden 50/50 gehoert. Was bringt mir dann ein 3. Konto?

  2. Finanzpferdchen

    Wir handhaben es wie die meisten hier: jeder bekommt sein Gehalt auf sein Konto und überweist dann einen Betrag x auf das Gemeinschaftskonto. Dieser ist dabei gleich für uns beide, obwohl unsere Gehälter es nicht sind. Ich verdiene zwar mehr, arbeite aber auch bedeutend mehr, habe den längeren Arbeitsweg und auch mehr Verantwortung. Da wir keine Kinder haben, entfällt der Aspekt der Betreuung.

    Vom Konto gehen bei uns Miete und alle möglichen Nebenkosten, Einkäufe, gemeinsame Anschaffungen etc. ab. Der Rest wird dann für den gemeinsamen Urlaub genutzt 🙂 Das Konto haben wir bei der Comdirect, wo ich auch mein Gehaltskonto habe.

  3. Sandra

    Hallo DF, auch interessant, mich würde allerdings interessieren welches “Price tag” der Partner bekommt, der einseitig eine Leistung für den Haushalt erbringt … schwierig, vor allem unter dem Aspekt, dass der betroffene Partner langfristig langsamer den nächsten Karriereschritt machen wird und eine Gehalterhöhung bekommt, auf die der ‘normal arbeitende’ Partner in der Zwischenzeit hinarbeitet…

    Lg Sandra

  4. Hallo zusammen,
    haben hier alle mit dem 3- Konten- Modell gebührenfreie Konten?
    Wir haben derzeit 1 gemeinsames Girokonto; weil beide Einkommen zusammen darauf gebucht werden ist es gebührenfrei. Wir möchten uns beide gerne jeweils ein „Taschengeldkonto“ einrichten, mit Bezahlkarte und gebührenfrei. Hat jemand von Euch Tipps für uns?
    Vielen Dank!

    • Katharina

      Huhu, ich weiß nicht, ob dir schon jemand geantwortet hat, aber bei der DKB gibt es kostenlose Girokonten 🙂 und bei einigen andere Onlinebanken sicherlich auch. Du bekommst eine Kreditkarten und eine EC-Karte und kannst mit der KK an allen Automaten Geld abheben.

  5. Volker

    Hallo Natascha,
    and was würdest du bei einem Selbständigen/Freiberufler als Gehalt ansetzen?
    Einen Prozentsatz vom Vorjahresgewinn, einen Prozentsatz vom monatlichen Umsatz? Oder eine dritte Variante?
    VG
    Volker

  6. Crowdbird

    Das 3 Konten Modell ist eine sehr gute und leichte Möglichkeit. Wir haben damit auch angefangen, sind aber nun bei einem Gemeinschaftskonto.
    Ist einfach einfacher 🙂

  7. Ich ziehe bald mit meinem Freund zusammen und wir wollen auch ein Gemeinschaftskonto eröffnen für Haushaltsdinge. Es ist nur noch nicht klar, wieviel wer einzahlt. Was „gerecht“ ist..
    Ich arbeite nur 30 Stunden (mehr nicht mgl.), drei Entgeltgruppen unter ihm. Er hat einen akademischen Grad mehr, arbeitet auch mehr, 39 Stunden.. daher kommt für ihn 50:50 nicht infrage.
    Andrerseits habe ich mit ihm einen etwas kostspieligeren Lebensstandard (Wohnsituation) als ich mir ohne ihn leisten würde und könnte. Zusätzlich habe ich Studienschulden abzuzahlen.. Er hat Vermögen durch Erbschaft und Sparen.
    Da er mehr Einkommen hat, bin ich der Meinung, er könne sich finanzielle auch mehr Beteiligen und da ich mehr Freizeit habe, mache ich etwas mehr Hausarbeit..
    Was meint ihr zu der ungleichen Einkommensverteilung/Finanzsituation? Was ist „gerecht“?

  8. Marcus1984

    Ich finde die Idee mit dem Gemeinschaftskonto, auf welches das Gehalt beider Partner geht super. Das würde ich aber nur machen wenn meine Partnerin oder Ehefrau mehr verdientals ich. Wenn ich dann merke, dass es Ihr nichs ausmacht auf das Gemeinschaftskonto mehr zu zahlen als ich, sag ich ihr was ich wirklich verdiene und bin dann auch bereit mehr einzuzahlen als sie.
    Klingt crazy… aber nur so würde es bei mir funktionieren mit der Sicherheit sie will mich und nicht mein Geld.

  9. Ex-Studentin

    Bei uns läuft es fast wie bei Pierre. Wir haben Einzelkonten, auf die unser Gehalt geht und jeder die Summe X auf das Gemeinschaftskonto überweist. Miete zahlt jeder anteilig vom Gehalt, der Rest ist 50:50. So kann jeder mit seinem restlichen Geld machen, was er will. Mit Kindern ist die 50:50-Lösung ganz nett gelöst, wobei ich Konsumgüter (Handy, Pc, Kleidung, Urlaub) nicht vom Gemeinschaftskonto zahlen würde. Das sollte jeder selbst entscheiden, was er mit dem übrigen 50:50 Geld macht. Wäre blöd, wenn mein Freund sich einen teuren PC kaufen will, ich einen Urlaub mit einer Freundin plane und wir diskutieren anfangen. Bzw. ein schlechtes Gewissen will ich da auch nicht haben.

  10. Wir haben auch drei Konten, teilen aber etwas anders auf. Zunächst wird ausgerechnet, wie das Haushaltseinkommen (z. B. 5000€) aufgeteilt ist (z. B. 60%(3000€) ich, 40%(2000€) sie), dann rechnen wir den gesamten monatlichen Überweisungsbetrag auf das Gemeinschaftskonto aus (Miete, Fixkosten, Lebensmittel, Urlaubsgeld…) und dieser Betrag (z. B. 1800€) wird dann entsprechend dem Anteil am Haushaltseinkommen übernommen (also 60%(1080€) ich, 40%(720€) sie). Alles, was dann noch auf dem eigenen Konto ist (1920€/1280€), kann auch frei ausgegeben/verwaltet werden.

    Ist natürlich – wie auch im Rechenbeispiel zu sehen -, keine ganz gleichmäßige Geldverteilung, aber das einzige Mittel der Angleichung, zudem sich meine Freundin überreden ließ.

  11. Hallo,
    wir haben auch ein 3 Konten Modell.
    Nur zahlen wir auf das 3. Konto die festen Fix Kosten.
    Wie zbs. Miete Strom etc. ein.
    Dann haben wir noch ein Haushaltsglas in das jeder
    zur Zeit 250 Euro einzahlt.
    Dieses Geld wird fürs tägliche Essen einkaufen und auch manchmal
    zum ausgehen benutzt.
    Bis jetzt klappt es ganz gut. Meine Frau kann davon sogar etwas für den gemeinsame Urlaub zur Seite legen.

    Unser Rest auf dem eigenem Konto. Entscheidet jeder was er oder sie damit macht

    Gruß
    Uwe

  12. Lejero

    Ziemlich Geschmackssache. Ich finde mehrere Konten bei befreundeten Ehepaaren ziemlich traurig und albern. Dialoge wie: „ich habe letztes Mal gezahlt, jetzt bist du dran“ beim Essen gehen (sind ja keine Fixkosten) spiegeln für mich nicht das Prinzip einer Partnerschaft wieder. Wir haben seit der Hochzeit (vor 9 Jahren) ein Konto und das wars. Jeder zahlt alles was er verdient darauf ein und hebt ab wie er lustig ist. Größere Dinge werden gemeinsam besprochen und entschieden, Kleinkram nicht. Das schweisst zusammen.

    • Stefan

      Um genau diesen Diskussionen vorzubeugen gibt es ja das Gemeinschaftskonto. Und evt eine zugehörige Kredit-, Bankkarte und Geldbeutel. Im Ausgang oder an der Kasse im Discounter nimmt man dann die Gemeinschftsbezahlmöglichkeiten.

    • Klar, geht das auch, wenn beide Partner einverstanden sind.
      Ich finde aber für mich persönlich viel einfacher, wenn ich z. B die Geschenke für meinen Mann von meinem eigenen Konto bei Online-Händler bezahlen kann und er das nicht sieht, sonst gibt es kein Überraschung :))

      Bei uns funktioniert es auch prima mit 3 Konten Modell. Nur fließt zuerst das Geld auf eigenes Konto und dann wird eine bestimmte Summe auf Gemeinschaftskonto überwiesen.
      Die Reisen und große Einkäufe besprechen wir sowieso separat.

  13. Pierre

    Bei uns ist es so geregelt:

    Ein Gemeinschaftskonto.
    Jeder überweist den gleichen Betrag(500€) zu der Zeit, wenn man Lohn/Gehalt erhält. Da mein Mädel zum Monatsanfang und ich Mitte des Monats Lohn erhalte.

    Von diesem Gemeinschaftskonto geht alles ab was uns betrieft. Miete, Lebensmittel, Strom, Internet, Parkplatzmiete, je nachdem ob es das Konto zulässt Restaurantbesuche.

    Alles andere trägt jeder selbst. Versicherungen, Urlaub, Spritkosten Vergnügungen und sonstiges.

    Somit ist es fair aufgeteilt und es gibt kein Knatsch (Ärger, Stress). Man lebt zusammen und man trägt zusammen die Kosten.

    Beide haben aufs Konto Zugriff (Gemeinschaftskonto) , aber nur einer behält den Überblick das es immer ausreichend gedeckt ist.

    Solch ein Konto sollte nicht durch die eine Person die es überwachz ausgenutzt werden.

    Unser Konto ist im Schnitt immer bei 400€ im Plus und das hält sich konstant, seit Anfang an.

    Finde diese Variante am besten und vermeidet Stress. Und in diesem Fall wäre es ein 2-Konten-Modell. Jeder hätte nur ein Giro und das Gemeinschaftskonto.

    Insgesamtgesehen kann man sagen, ein 3-Konten-Modell. 😉

    Wir beide nutzen ein 6-Konten-Modell was für perfektes Moneymanagment geeignet ist, für die meisten würde aber ein 3 Konten-Modell schon genügen.

    Viele Grüße
    Pierre | Spar- und Finanzcoach

  14. Stefan

    Hi Natascha,

    ich bin ganz bei dir. Wir haben auch ein 3 Konten Modell. Wobei der jeweilige Arbeitgeber nicht direkt auf das Gemeinschaftskonto überweist. Jeder übernimmt so viel der gemeinschaftlichen Kosten dass jedem gleich viel bleibt. Also ebenfalls 50/50.
    Ich möchte speziell für Unverheiratete auf eine steuerliche Problematik hinweisen: ab 20.000€/pa fällt Schenkungssteuer an.
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/steuern-sparen/der-steuertipp-vorsicht-beim-paar-konto-14462912.html

    Grüße
    Stefan

  15. Ich bin großer Fan von einem 3 Konten Modell in einer Beziehung. Jedoch bin ich der Meinung, dass alle Einnahmen auf das jeweils eigene Konto wandern sollten. In das Gemeinschaftskonto zahlt anschließend jeder einen Anteil ein (50/50). Sollte einer der Partner einseitig für die Partnerschaft eine Leistung erbringen (Haushalt, Kindererziehung etc.) dann muss diese Leistung selbstverständlich von dem Gemeinschaftskonto auf das jeweils eigene Konto vergütet werden. Diese Variante führt meiner Meinung nach zu einer gerechteren Verteilung.

    • Franzi

      Tut mir leid, Ihnen widersprechen zu müssen. Aber genau Ihren Vorschlag halte ich für ungerechter. Wenn einer 1500€ verdient und der andere 5000€, der mit geringerem Einkommen aber 50% aller Kosten tragen muss… Dann beutet der mit höherem Einkommen den „Ärmeren“ aus, kann Rücklagen bilden und konsumieren wie er will, gesteht dem anderen aber nicht das gleiche Recht zu. Und der mit geringerem Einkommen? Der muss meist den erhöhten Komfort mitfinanzieren, den er sich gar nicht leisten könnte oder wollte. Für Rücklagen, eigenen Konsum und Freiheit bleibt da nichts.
      Und wie sieht es mit Haushalt und Kindererziehung aus? Wer bestimmt, was da an Vergütung angemessen ist? Da ist Streit doch vorprogrammiert. Ich würde ja sagen, wenn ein Partner in Vollzeit die Kinder hütet, verdient er 50% dessen, was der andere verdient. Dann würde 50/50 unter beiden aufgeteilt. Klingt viel, aber ja: Kinder sind teuer. Schließlich könnte der andere seinen Job ohne diese Leistung nicht ausüben. Und dann wären wir wieder bei Nataschas Modell.

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