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Finanzielle Ziele: Mai

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Der Mai war ein ziemlich entspannter Monat. Sowohl auf meine finanziellen Ziele bezogen als auch ganz generell: Er fing mit einem ganztägigen Spa-Besuch am 1. Mai an (definitiv entspannter als den Chaoten beim Steineschmeißen zu zusehen) und hörte mit einem spontanen Kurztrip an die Ostsee auf. Eeeeeasy. Aber: Meine Rekordsparrate von 40% aus dem April konnte ich nicht erreichen und es gab sogar einen Regelbruch…

Human Kapital

1. Ein Buch pro Monat lesen

Gesagt, getan. Ich habe „Wie man Freunde gewinnt: Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden“ von Dale Carnegie gelesen. Das Buch wurde in der gleichen Epoche, wie meine Lektüre aus April, „Think and Grow Rich!: The Original Version, Restored and Revised (TM)„, geschrieben. Was ich lustig fand weil die gleichen Personen als Vorbilder und Beispiele genannt wurden und ich mir kurz vorkam als wären Rockefeller, Roosevelt und Andrew Carnegie auch meine Buddies…

Also zum Buch. Es geht nicht darum, wie man neue Leute kennenlernt sondern darum, wie man besser im Umgang mit ihnen wird. Carnegie stellt dafür eine ganze Reihe von Regeln auf, die manchmal zwar selbstverständlich klingen, aber doch so selten befolgt werden. Einfaches Beispiel: Zuhören. Ich selber würde mich als gute aktive Zuhörerin bezeichnen, das bringt wohl meine Introvertiertheit mit sich, aber immer wieder fällt mir auf, wie wenige Menschen einem anderen wirklich zuhören. Gerade, wenn mehrere Männer in einem Businesskontext auf einander treffen, scheint es meist darum, wer den höchsten Redeanteil hat. Dazu fällt mir ein Zitat vom Dalai Lama ein: „Wenn du sprichst, wiederholst du nur, was du eh schon weißt; wenn du aber zuhörst, kannst du unter Umständen etwas Neues lernen.“.

Eine große Rolle im Umgang mit Menschen spielt, laut Carnegie, das eigene Gedächtnis. Vor allem die Fähigkeit sich Namen zu merken, kann große Türen öffnen. Eigentlich auch selbstverständlich, aber wie oft ertappt man sich dabei den Sitznachbarn zu fragen „Sag‘ mal, wie heißt die, mit der ich mich grad unterhalten habe, nochmal?“. Menschen lieben es, wenn man sich die Mühe macht, ihren Namen zu behalten und sie gezielt mit ihm anspricht.

Neben Wegen und Möglichkeiten sich beliebt zu machen und andere zu überzeugen, geht es im letzten Teil des Buches darum „Menschen zu ändern, ohne sie zu beleidigen oder zu verstimmen“. Diese Überschrift fand ich zunächst abschreckend. Ich will doch niemanden ändern! Oder vielleicht doch…? Beispielsweise meinen Nachbarn, der seinen Teppich immer so ausklopft, dass sein Dreck auf meinem Balkon landet oder meinen Kollegen, der den gleichen Fehler immer wieder macht? Letztendlich fand ich diesen Teil mit am aufschlussreichsten weil er anschaulich erklärt, wie man in eher unangenehmen Situationen, wie Streits, Kritik und Konflikten, mit dem Gegenüber umgeht ohne ihn zu kränken, wie man besser mit Kollegen und Mitarbeitern umgeht (z.B. vorschlagen, statt befehlen) und, wie man andere zum Erfolg anspornt.

Ich habe das Buch an wenigen Tagen durchgelesen und fand es wirklich aufschlussreich. Wie gesagt, manche Verhaltensweisen sollten eigentlich die Regel sein, sind sie aber nicht. Daher fand ich das Buch eine schöne Kombination aus „Ist ja eigentlich klar“ – Regeln und für mich neuen Möglichkeiten für Verhaltensweisen. Besonders gut fand ich, dass jede einzelne Regel mit Beispielen sowohl aus dem Privatleben als auch Businesskontext veranschaulicht wurde. Für mich eine absolute Pflichtlektüre und ich werde es definitiv noch einmal von vorne lesen.

Hier geht’s zum Buch

Next up:

2. Informationsdiät

Ich habe einen Tatort geschaut. Keine Ahnung warum… Um weniger auf mein Handy zu schauen, habe ich meine alte Armbanduhr reaktiviert. Mal schauen, was es bringt.

3. Zweimal pro Woche meditieren und Yoga betreiben, um im Gleichgewicht zu bleiben.

Tja, das bekomme ich noch nicht so gut hin. Meditation ist kein Problem. Aber Yoga… Ich weiß ich, dass es mir so viel bringt, aber ich kann mich nicht aufraffen. Und es nervt mich. Das habe ich erkannt und arbeite gerade einen Plan aus, wie ich noch mehr Struktur in meinen Tag bekomme und bestimmte Dinge zur Gewohnheit machen kann. Wenn der Plan steht, werde ich ihn natürlich mit euch teilen!

4. Entrümpeln

Mein Lieblingspunkt für diesen Monat! Hab ich gemacht und zwar richtig. Einen Freitagnachmittag hat es mich gepackt und ich habe bis 3 Uhr morgens Dinge aussortiert, geräumt, weggeworfen. Ich hatte ja im April „Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ und wusste also genau, was zu tun war. Los ging es mit dem Kleiderschrank. Wie viele Sport-T-Shirts kann ein Mensch besitzen?! Ich habe jedenfalls um die 30 wegsortiert. Zusammen mit irgendwelchen Hosenanzügen, die ich original einmal zum Vorstellungsgespräch anhatte und nie wieder anhaben werde. Von Socken ganz zu schweigen… Ich war wirklich radikal und es tat so unglaublich gut. Wie Sachen habe ich zur Flüchtlingsorganisation Kreuzberg Hilft gebracht, die sich riesig gefreut haben. Den Kommentar „Wie viele Sport-T-Shirts hattest du denn?!“ konnten sie sich jedoch nicht verkneifen. Hier der Vorher-Nachher-Vergleich:


Weiter ging es mit Büchern. Im Keller standen zwei volle Kisten mit irgendwelchen Fachbüchern aus meiner Unizeit und anderen, die ich nie gelesen habe. Und auch nicht werde. Weg damit. Ein netter Kerl von buchspende.org hat sie abgeholt und sich gefreut.

Leute, wirklich: Entrümpelt euch! Ich kann es nur jedem empfehlen. Lest das Buch und legt los. Ihr werdet euch wie neu fühlen und danach nie wieder aufräumen müssen.

Sparen

1. Sparrate von durchschnittlich 33% 

Keine besonderen Vorkommnisse. Sparrate: 35%. Spa-Besuch und Ostsee-Trip haben insgesamt ca. 140 Euro gekostet. Im Zuge meiner Entrümpelungs-Aufräum-Aktion habe ich ein offenes Regal entsorgt und mir stattdessen bei Ebay Kleinanzeigen einen kleinen Schrank für 40 Euro gekauft. Die meisten Euros fließen wieder in Lebensmittel und auswärts essen, aber alles im Budget. Fällt dir in dem Diagramm etwas auf? Die grüne Fläche etwa?

Ausgaben Mai

2. Keine Kleidung!

„Mit dem Bikini nehm‘ ich dich nicht noch mal mit in den Urlaub! Das Teil ist doch 10 Jahre alt!“. Da war was dran. Ich wurde erpresst. Ich musste mir einen neuen Bikini kaufen. Das ist Kleidung. Ziel nicht erreicht.

Investieren

Ich bin mitten im Prozess meine Rürup-Rente beitragsfrei stellen zu lassen und mir eine Alternative zu überlegen. Meine bisherigen Erfahrungen und (teure) Erkenntnisse kannst du in diesen Artikeln nachlesen: Honorarberater Teil 1 und Honorarberater Teil 2 (versteckte Kosten Rürup-Rente). Spoiler: Es geht um 18.000 Euro!!

Habt ein entspanntes Wochenende!

 

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5 Kommentare
  1. Dummerchen 1 Jahr ago
    Antworten

    Hallo Natascha,
    ich finde Deine Rubrik „Entrümpeln“ sehr inspirierend. So ähnlich wie auf Deinen Bildern sah es auch in unserem Schlafzimmer neulich aus. Es ist schon faszinierend, wie viel Kleidung tatsächlich überflüssig im Schrank vor sich hin vegetiert. Ich würde jetzt gerne scheiben, dass der große Sack, der den Weg zum Altkleidercontainer genommen hat, von mir gefüllt worden wäre, aber bei meiner Frau, die sich ungern von Dingen trennt, freut es mich fast noch mehr. Ich hole das aber bald nach – nächste Woche steht bei mir eine Prüfung auf dem Plan. Danach gehe auch ich frisch ans Werk.
    Dafür habe ich es im letzten Monat geschafft, unsere komplette CD-Sammlung (ca. 500 Silberlinge), die sich dank eines proppenvollen CD-Ständers quer durch die Wohnung verstreut hatte, ins MP3-Format zu wandeln, und alle CD-Hüllen (mehr als zwei Wäschekörbe voll!) zu entsorgen. Die Original-CDs selbst stecken (nebst Booklet) jetzt in kleinen feinen robusten Plastikhüllen und nehmen nur noch einen Bruchteil des Platzes ein: 30x30x30 (cm). Endlich wieder Ordnung auf deutlich engerem Raum!
    Freue mich von weiteren Entrümplungsaktionen zu lesen!

    LG
    Dummerchen

    • Madame Moneypenny 1 Jahr ago
      Antworten

      Hallo Dummerchen,

      ja, es ist wirklich verrückt, wie viel Kleidung man so ansammelt! Nachdem ich mich im Dezember schon von sehr vielen Wintersachen getrennt habe, war dies mein zweiter Angriff auf den Kleiderschrank. Und da ich mir ja nichts neues kaufen werde, bin ich ganz guter Dinge, dass dies vorerst der letzte Anschlag war 🙂

      Oh ja, CDs sind bei mir auch ein Thema. Meine liegen bei mir im Keller rum… Mein Plan ist es, mich direkt morgen für einen Flohmarkt hier in Berlin anzumelden, der dann Ende Juni stattfindet. Ich hoffe dort meine 90er-Jahre-Hit-Sammlung ebenfalls loszuwerden. Alles, was übrig bleibt, wird direkt zur Spendenstation gefahren. Darüber wird es mit Sicherheit auch einen kleinen Bericht von mir geben.

      Schönes Wochenende!
      LG Natascha

      • Dummerchen 1 Jahr ago
        Antworten

        Hallo Natascha,
        jetzt ist rund ein Monat vergangen und ich bin mitten im KonMari-Fieber! Vielen Dank, dass Du mich über dieses Buch hast stolpern lassen – ein wenig „eso“ ist die Gute zwar schon, aber ich fahre da gerade voll drauf ab! Meine Schrankhälfte braucht sich hinter Deiner nicht zu verstecken – da haben zwei Säcke meinen Kleiderschrank verlassen und ich bin noch nicht ganz fertig. Wo ich zuvor noch zwei Schubladen brauchte, reicht dank meines „Origami-Diploms“ nun eine aus und sogar die T-Shirts haben dadurch den Weg in die Kommode gefunden. Meine Frau war zwar etwas irritiert als sie das fertige Faltergebnis sah, aber ich hoffe noch auf Infektionseffekte. Würde ich alleine wohnen, würde mir das Ausmisten noch viel leichter fallen – so gehe ich zunächst mal meine eigenen Bereiche an und stürze mich später auf die gemeinsamen Felder. Darf ich fragen, wie das bei Dir ist? Musst Du Dich auch um „anderer Leute“ Bereiche kümmern und gab es da „Reibungsverluste“ oder kannst Du Dich voll austoben?
        Nochmal Danke für den Buch-Tipp. Bin aufgrund der radikal anderen Herangehensweise an das Thema total begeistert.

        Liebe Grüße
        Dummerchen

        • Madame Moneypenny 1 Jahr ago
          Antworten

          Hallo Dummerchen,

          das freut mich zu hören und Glückwunsch zum Ausmisten! Ich fand das Buch teilweise auch ein wenig überzogen. Besonders als sie davon erzählt bereits in ihrer Kindheit den ganzen Tag aufgeräumt zu haben während die anderen Kinder draußen spielen waren. Aber hey, der Erfolg stimmt 😉

          Ich wohne grundsätzlich alleine, stelle aber dennoch ein Schrankfach für meinen Dauergast zur Verfügung. Allerdings hatte sich über die Jahre soviel „fremde“ Kleidung angesammelt, dass die Kleidung auf meine Fächer überschwappte. Beim Ausmisten habe ich einfach alles, was nicht mir gehörte, auf einen riesigen Haufen geworfen und darum gebeten (nett ausgedrückt) die Klamotten entweder zu entsorgen oder wieder in ihr eigentliches Zuhause zu bringen. Erlaubt war so viel wie tatsächlich wieder in ein Schrankfach passte (das komplett leere Fach rechts auf dem Nachherbild). Zusätzlich wurde jeweils ein fester Platz in der Wohnung für „fremde“ Schuhe, Bücher und Rucksäcke zugewiesen. Ich muss gerade lachen weil sich das so knallhart militärisch anhört. Aber watt muss, datt muss. Am Anfang war es etwas mühsam durchzusetzen und ich hörte oft „Jetzt kommst du mir wieder mit deiner doofen Kondo-Dingsbums-Masche!“ Aber mittlerweile läuft es ganz gut! Man muss nur hart bleiben 😉

          Ich konnte das natürlich nur so durchziehen, weil es sich hier um meine Wohnung handelt, in der, wie ich nicht müde werde zu betonen, meine Regeln gelten. Ich erinnere mich, dass Marie Kondo auch ein paar Tipps zum gemeinsamen Ausmisten parat hatte. Wie steht deine Frau denn zu einer gemeinsamen Ausmist-Aktion? Wahrscheinlich sollte sie vorher ebenfalls das Buch lesen, um deine radikale Herangehensweise zu verstehen, oder?

          Liebe Grüße
          Natascha

          • Dummerchen 1 Jahr ago

            Tja, wie steht meine Frau zum ausräumen? Sie hatte ja schon wie im ersten Kommentar erwähnt etwas ausgemistet und zieht bezogen auf die Klamotten gerade voll mit. Heute haben die Altkleidersäcke Nr 5 & 6 die Wohnung verlassen und ich bin jetzt erstmal durch. Bei meiner Frau bin ich mir noch nicht ganz sicher. Marie Kondo rät ja dazu, nichts von Fremden wegzuwerfen und nur als gutes Beispiel voran zu gehen. Ich habe das Gefühl, dass das tatsächlich die infizierenden Folgen hat. Ob das bei Büchern und Papierkram sowie Erinnerungen auch klappt? Hier habe ich noch meine Zweifel, aber ich hoffe das beste. Sicherheitshalber liegt das Buch immer in der Nähe und ich hoffe, sie schaut dank meiner Dauerlobhudelei auch mal rein oder lässt sich von mir überzeugen. Mal sehen.
            Du hast es da sicher leichter – dein Reich, deine Regeln, Frau Generälin ;-). Ich freue mich, dass das aber dann auch so gut bei dir funktioniert hat. Hoffentlich klappt das bei uns weiterhin so gut. Ich habe das Gefühl, dass mich die Methode erstmalig richtig überzeugt hat und bemerke schon einige positive Veränderungen. Ich fühle mich tatsächlich in einigen Räumen deutlich wohler. Schon verrückt.
            Liebe Grüße und danke für die Rückmeldung
            Dummerchen

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