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8 Learnings von Arnold Schwarzenegger

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Wenn man nach großen Vorbildern und erfolgreichen Persönlichkeiten sucht, denkt man vielleicht nicht zuerst an Arnold Schwarzenegger. Steve Jobs, Hillary Clinton, Jeff Bezos, Steffi Graf, klar. Aber der aufgepumpte Terminator als Vorbild? Lass‘ mich mit seinen Erfolgen antworten: Er kam als Bauernjunge gegen den Willen seiner Eltern von Österreich in die USA, wurde dort der erfolgreichste Body-Builder of all time, wurde der bis dahin best bezahlte Schauspieler of all time, heiratete als Republikaner in die Kennedy-Familie ein und wurde der zweite Gouverneur mit Migrationshintergrund in der Geschichte Kaliforniens. Ob man von dem Typen etwas lernen kann? You bet!

In seinem Buch ‚Total Recall: Die wahre Geschichte meines Lebens*‘ erzählt Arni nicht nur seine Lebensgeschichte, von seiner Art sich Ziele zu setzen, von seinen Aufs-und-Abs (auch im privaten Bereich) sondern hat auch einige Leitsätze für uns in petto. Nach diesen Leitsätzen lebt Arnold Schwarzenegger. So ist er unglaublich erfolgreich geworden und hat jedes Ziel erreicht, das er sich vorgenommen hat.

1. ‚Never let pride get in your way.‘

Stolz hat auf deiner Erfolgspur nichts zu suchen. Wenn du zu stolz bist, dir einzugestehen, dass du nicht alles weißt und daher lieber nicht nachfragst, kannst du nichts Neues dazulernen. Du weißt nicht alles, kannst nicht alles und bist nicht perfekt. Das ist ein Fakt. Scheue dich nicht um Hilfe zu bitten und deine Schwächen zu offenbaren, um deinem Ziel näher zu kommen.

2. ‚Don’t overthink.‘

Nachdenken ist tendenziell gut, aber nicht immer die beste Lösung. Wenn du alles überanalysierst, verlierst du Zeit, Energie und deinen Instinkt. Außerdem wirst du in Drucksituationen tendenziell erstarren da du nicht adhoc reagieren kannst sondern erstmal alles genau durchdenken musst. Dir entgehen Chancen! Das erinnert mich an den Spruch ‚Done is better than perfect‘. Gilt wohl auch fürs Denken. Zwischendurch mal entspannen, meditieren, deinem Köpfchen eine Pause gönnen und Intuition sowie Instinkt den Vortritt lassen.

3. ‚Forget plan B.‘

Wie schon Sunzi im Alten China erkannt und in ‚Die Kunst des Krieges‚ festgehalten hat: Wenn es keinen Plan B gibt, muss Plan A einfach funktionieren. Ein Sicherheitsnetz zeigt dir immer wieder einen Ausweg, den du doch eigentlich gar nicht willst. Konzentriere all deine Energie auf dein Ziel: Plan A!

4. ‚The day has 24 hours.‘

Du hast keine Zeit für einen Teilzeitjob neben dem Studium? Du hast keine Zeit Bücher zu lesen? Du hast keine Zeit dein Business neben deinem 40-Stunden-Job aufzubauen? Was machst du denn die restlichen 16 Stunden am Tag?! Der Tag hat 24 Stunden, die du nutzen kannst. Und solltest.

5. ‚Reps, reps, reps.‘

Übung, Übung, Übung. Schwarzenegger hat jeden Morgen sein Tagesprogramm an die Kreidetafel im Fitness-Studio geschrieben und Push-Up für Push-Up abgehakt. Die Message: Plane deine To Dos, hake sie ab und zieh es durch. Tag für Tag, Woche für Woche. Du musst arbeiten um voran zu kommen. Es gibt keine Abkürzungen. Es gibt nur einen Weg: Übung, Übung, Übung.

6. ‚Don’t blame your parents.‘

Deine Eltern haben getan, was sie konnten. Die Probleme, die sie dir vielleicht dennoch mitgegeben haben, sind jetzt deine. Und es ist deine Aufgabe sie zu lösen. Du bist ein eigenständiger Mensch, der die Verantwortung für sein Leben trägt. Niemand anderes.

7. ‚Take care of your body and your mind.‘

Arnold hat offensichtlich viel an seinem Körper gearbeitet. Aber auch an seinem Köpfchen. Beides muss im Gleichgewicht sein. Er bezeichnet sich als einen Schwamm, der alles aufsaugt. Er liest viel und hat neben seiner Body-Builder-Karriere Abendkurse belegt. Dafür hast du keine Zeit? Wenn Personen wie der Papst, Top-Schauspieler und Wirtschaftsbosse Zeit dafür haben, hast du sie wohl auch!

8. ‚Stay hungry.‘

Eleonore Roosevelt: ‚Every day do something that scares you‘.  Bleibe hungrig gesehen und gehört zu werden. Aber auch anderen zu helfen. Arnolds Vater hat immer zu ihm gesagt: ‚Be useful‘. Wenn du etwas gut kannst, versuche es zu nutzen, um deiner Umwelt zu helfen.

Fazit

Man kann von Arnold halten, was man will. Man kann ihn mögen oder nicht. Aber er war nunmal verdammt erfolgreich. Und zwar nicht nur in einer Branche. Nein, in Sport, Film und Politik! Das muss ihm erstmal einer nachmachen. Sein Buch kann ich jedenfalls wärmstens empfehlen. Im Hörbuch auf Audible spricht er Einleitung und Ende sogar selbst.

Das Hörbuch kann bspw. im kostenlosen Audible Probe-Abo* gehört werden.

Zum Buch: Total Recall: Die wahre Geschichte meines Lebens*

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6 Kommentare
  1. Christian 2 Monaten ago
    Antworten

    Hi Natascha,

    meiner Meinung nach hat sich jemand der Arnold Schwarzenegger als hohlen Terminator abtut, wahrscheinlich keine 2 Minuten länger mit ihm beschäftigt als der Film lief.
    Ich persönlich finde er ist ein großartiges Vorbild, wenn man seinen eisernen Willen betrachtet. Seine Bodybuilding Erfolge kamen schließlich nicht von ungefähr. Über das was er sonst so veranstaltet weis ich nicht besonders viel, aber das spielt auch keine Rolle. Man muss sich meines Erachtens nicht zu 100% mit einem Vorbild identifizieren. Auch mit den anderen von dir genannten Persönlichkeiten werden sich mit Sicherheit nur sehr wenige zu 100% identifizieren. Von daher will ich deine Frage: „Aber der aufgepumpte Terminator als Vorbild?“ mit einem ganz deutlichem „Ja!“ beantworten. Von seinem bedingungslosen Willen seine eigenen Ziele zu erreichen, würde ich mir gerne eine Scheibe abschneiden und lasse ich mich gerne motivieren. 🙂

    Toller motivierender Beitrag!
    Viele Grüße
    Christian

  2. Michi 2 Monaten ago
    Antworten

    Fällt mir grad noch ein, welcher Teil mir auch sehr gut gefallen hat, ist der Teil seiner Gouverneurszeit. Es war sehr interessant, wie er beschrieben hat, dass man sich als Einzelner, auch wenn man das Oberhaupt eines Bundesstaates ist, sehr, sehr schwer tut etwas zu bewegen und Veränderungen zu bewirken. Man wird von allen Seiten ausgebremst. Teilweise von den eigenen Parteikollegen, die eine andere Sichtweise haben, dann die gegnerische(n) Partei(en), die ganzen Gewerkschaften, Interessengruppen, Wirtschaftskonzerne, Gerichte, NGOs u.s.w.
    Daher glaube ich auch, dass z.B. ein Obama in seiner Amtszeit als Präsident nicht so viel bewirken konnte, wie er vor hatte. Auch ein Trump wird nicht das tun können, was er will, weil er von allen Seiten Steine in den Weg gelegt bekommt und ausgebremst wird.
    In manchen Fällen ist das gut, in manchen Fällen ist das schlecht, weil eben sehr wenig und zu langsam Veränderungen stattfinden können.
    Wir Normalos stellen uns das immer so einfach vor, „wenn ich Präsident oder Bundeskanzler wäre, dann würde ich…“ Aber wie man an dem Kapitel in Arnis Buch feststellen kann, ist das nur sehr schwer möglich…
    Insgesamt ein sehr gutes Buch. Ich konnte viel mitnehmen.

  3. Michi 2 Monaten ago
    Antworten

    Hi,
    ich habe das Buch auch gelesen. Genau aus den Gründen, die Du in der Einleitung geschrieben hast. Eine beeindruckende Lebensgeschichte, die Arni hat. Tolles Buch, manchmal vielleicht etwas langatmig, aber man kann schon einiges aus dem Buch lernen.
    Einige, denen ich erzählt habe, dass ich das Buch lese, haben gleich abwertend kommentiert, dass das Buch wohl sehr sehr einfach geschrieben sein muss, weil sie Arnold nur oberflächlich als den doofen Bodybuilder und Terminator kennen. Wenn man ihnen dann aber mal vor Augen führt, in welchen Bereichen der Typ es überall bis an die Spitze geschafft hat, werden sie schon nachdenklicher…
    Welche Biografien hast Du sonst noch so gelesen, die Du empfehlen kannst?
    LG
    Michi

    • Natascha 2 Monaten ago
      Antworten

      Hi Michi,

      so ging es mir auch:
      – „Arnold Schwarzenegger?! Was hat der schon erreicht…?“
      – „Ähm, ich würde sagen: Einiges! Vor allem: Mehr als du!“ 😉

      Ja, ich kann dir auf jeden Fall die Biographien von Phil Knight (Nike) und Richard Branson (Virgin) empfehlen. Beides wirklich unglaubliche Geschichten!
      Momentan bin ich bei Oliver Kahn, danach Michael Jordan.

      LG Natascha

  4. Ich habe auch gerade erst seine Biographie zu Ende gelesen und Du hast noch einen Punkt vergessen.
    Neben seinen großen Erfolgen im Bodybuilding, dem Film und der Politik hat er ein Geschäft (Handwerksunternehmen und Versandhandel) aufgebaut und seine erste Millionen durch Investitionen in Immobilien gemacht.

    Für mich hat sich wie ein roter Pfaden durch das ganze Buch gezogen, dass Du Dich selbst auch verkaufen können musst, einen Sinn für Marketing und einen guten Geschäftssinn haben musst. Es gibt viele andere Schauspieler, die Millionen im Jahr verdient haben und trotzdem pleite waren. Er hat es bereits mit deutlich kleinerem Einkommen geschafft.

    Schöne Grüße
    Dominik

    • Natascha 2 Monaten ago
      Antworten

      Hi Dominik,

      absolut! Das Thema „verkaufen“ hat bei ihm eine große Rolle gespielt. Er sagt ja auch, dass er zuerst den Sport Body-Building „verkaufen“ also Menschen dafür begeistern musste, um im nächsten Schritt selbst die großen Erfolge feiern zu können. Sie hätten ihm weniger bedeutet, wenn niemand zugesehen hätte. Beeindruckend fand ich auch, dass er sich ganz klar das Ziel gesetzt hat, seine Gage von Film zu Film zu verdoppeln (!). Die Immobiliengeschäfte kommen in dem Buch, soweit ich mir erinnern kann, gar nicht vor – danke für den Hinweis!

      VG Natascha

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