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5 Lehren aus ‚So denken Millionäre‘

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Das Buch ‚So denken Millionäre: Die Beziehung zwischen Ihrem Kopf und Ihrem Kontostand*‘ ist mir immer wieder über den Weg gelaufen. Allerdings fand ich den Titel irgendwie zu reißerisch. Als ich dann eine Frau damit im Bus sah, wertete ich das als Zeichen und bestellte es. Ich habe es nicht bereut! In seinem Buch erklärt T. Harv Eker anhand von 17 Punkten den Unterschied zwischen Denkmustern von armen im Vergleich zu reichen Menschen und gibt am Ende jedes Kapitels konkrete Tipps und Affirmationen für angehende Millionäre. Hier fünf davon:

1. Kein Gedanke wohnt mietfrei in deinem Kopf.

‚Jeder Ihrer Gedanken ist entweder eine Investition oder ein Kostenfaktor‘, schreibt Harv Eker. Was meint er damit? Ganz einfach: Ein Gedanke führt uns entweder auf unserem Weg zu Glück und Erfolg voran oder davon ab. Beschwerden, Genörgel, Be- und Verurteilungen, Arroganz, Selbstzweifel – das sind Gedanken, die uns nicht weiterbringen. Reflektion ist essentiell für den Erfolgsweg, aber negative Gedankenspiralen kosten Kraft. Während lösungsorientierte, motivierende Gedanken, Dankbarkeit und Gutmütigkeit uns Kraft geben. Unsere Gedanken führen zu Gefühlen, die zu Handlungen führen, die zu Ergebnissen führen. Daher sollten wir unsere Gedanken beobachten und versuchen nur solche zu zulassen, die uns befähigen sowie Kraft geben. (Nobody said it was easy, aber versuchen sollten wir es!)

2. Wirklich reiche Menschen sind niemals Opfer.

Warum sind wirklich reiche Menschen niemals Opfer? Weil sie fest daran glauben, dass sie ihr Leben selbst gestalten. Sie nehmen ihr Leben selbst in die Hand, treffen proaktive Entscheidungen und tragen die volle Verantwortung. Was ist die Alternative? Jemand anderen über das eigene Leben bestimmen lassen? Und somit auch über die eigene finanzielle Situation? No way, José. Woran erkennen wir, dass wir uns in der Opferrolle befinden?

  1. Schuldzuweisung. Opfer schieben die Schuld auf die Wirtschaft, die Regierung, den Aktienmarkt, den Broker, ihren Chef, ihren Geschäftspartner, den Kundendienst, ihren Ehemann. Nur bei sich selber suchen sie die Schuld nie. Denn damit würde man ja die Verantwortung übernehmen müssen…
  2. Rechtfertigungen. ‚Geld ist nicht wirklich wichtig!‘, ‚Geld ist nicht alles im Leben‘. Menschen, die so etwas von sich geben, rechtfertigen damit den eigenen Misserfolg. Und sind höchstwahrscheinlich pleite. Angenommen, du würdest sagen, dass dir dein Partner oder deine Partnerin nicht wichtig ist, würde er oder sie dann lange bei dir bleiben? Vermutlich nicht. Warum sollte Geld dann bei dir bleiben?
  3. Gejammer. Harv glaubt fest an das Gesetz des Universums ‚Worauf Sie sich konzentrieren, erweitert sich.‚ Darüber kann man mal eine Minute lang nachdenken. Ist es nicht so, dass Menschen, die ständig jammern, stets blöde Sachen widerfahren? Ich kenne ein, zwei solcher Menschen. ‚So etwas passiert auch immer nur mir‘, ‚Heute ist nicht mein Tag‘, ‚Warum immer ich‘. Und so geht es immer weiter und weiter. Es scheint fast so, als ob bei ihnen alles schief geht, was schief gehen kann. Gejammer zieht Negatives an.

3. Reiche Menschen konzentrieren sich auf Chancen.

Reiche Menschen sehen Chancen. Arme Menschen sehen Hindernisse. Reiche Menschen sehen potenzielles Wachstum. Arme Menschen sehen potenzielle Verluste. Reiche Menschen konzentrieren sich auf den Ertrag. Arme Menschen konzentrieren sich auf Risiken. Reiche Menschen erwarten, dass sie Erfolg haben. Sie vertrauen in Ihre Fähigkeiten. Arme Menschen erwarten den Misserfolg und glauben, dass es eine Katastrophe ist, wenn einmal etwas nicht klappt. Wichtig: Die Bereitschaft zum Risiko bedeutet nicht notwendigerweise, dass man bereit ist zu verlieren. Reiche Menschen gehen kalkulierte, intelligente Risiken ein. Dir ergeben sich keine Chancen auf ein gutes Geschäft? Sicher? Oder hast du einfach Angst und zögerst zu lange bis dir jemand anderes die Chance vor der Nase wegschnappt? Auch hier gilt wieder: Worauf man sich konzentriert, erweitert sich. Daher ergeben sich reichen Menschen Chance um Chance und den anderen eben ‚Hindernisse‘. Harv hat ein Motto: ‚Aktivität schlägt Inaktivität jedes Mal!‘. Du musst anfangen, etwas machen, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Daran führt einfach kein Weg vorbei.

4. Reiche Menschen sind ausgezeichnete Empfänger.

Statistisch gesehen, hören wir 20 Neins für jedes Ja, zehn ‚Das machst du falsch‘ für jedes ‚Das machst du richtig‘. Kein Wunder also, dass sehr viele Menschen denken, sie seien des Geldes und Erfolges nicht würdig. Dieses Gefühl der Unwürdigkeit hindert uns daran, reich zu werden. Das Gute: Wenn wir sagen, dass wir würdig sind, sind wir es auch. Oder wer bestimmt, wer würdig ist und wer nicht? Unsere Eltern, unser Chef? Gott? Nein, nur wir selbst. Du könntest jetzt sagen ‚Ich verstehe einfach nicht, wie ich mich darüber freuen kann, viel Geld zu haben, wenn andere so wenig davon haben.‘ Antwort von Harv: ‚Was nützt es denn den armen Menschen, wenn du einer von ihnen bist? Wem hilfst du, wenn du pleite bist? Bist du damit nicht nur noch ein weiterer Esser, dessen Hunger gestillt werden muss? Wäre es nicht viel effektiver, du verdientest ein Vermögen, um dann in der Lage zu sein, anderen von einer Position der Stärke wirklich helfen zu können?‘. Reiche Menschen verstehen diesen Sachverhalt und sind ausgezeichnete Empfänger. Sie fühlen sich würdig und wissen, dass es niemandem nützt, wenn auch sie pleite sind.

5. Reiche Menschen lernen und wachsen ständig.

Harv hält ‚das weiß ich‘ für die gefährlichsten Worte in unserer Sprache. Wenn du nicht wirklich reich und glücklich bist, gibt es noch eine ganze Menge über Geld, Erfolg und das Leben, was du lernen musst. Arme Menschen versuchen oft zu beweisen, dass sie Recht haben. Sie tun so als sei es nur Pech oder eine vorübergehende Panne im Universum der Grund dafür, dass sie in einer ‚finanziell angespannten Situation‘ stecken. ‚Recht haben‘ bedeutet aber, dass man an seinen alten Denkmustern festhält. Und dies sind leider genau die Denkmuster, die dich dahin gebracht haben wo du gerade bist. Arme Menschen behaupten, sie könnten es sich nicht leisten zu lernen weil sie keine Zeit oder kein Geld hätten. Dazu hat Benjamin Franklin mal gesagt: ‚Wenn Sie denken, dass Bildung teuer ist, dann versuchen Sie es doch einmal mit dem Gegenteil: Unwissen!‚. Währenddessen denken reiche Menschen: ‚Wenn ich nur eine einzige neue Sache lerne oder eine einzige Verbesserung erreichen kann, dann hat sich das schon gelohnt.‘ Amen. Der schnellste Weg, um reich zu werden und reich zu bleiben, ist, sich selbst ständig weiterzuentwickeln, sich zu einer erfolgreichen Person zu entwickeln.

Fazit

Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und hat nicht den esoterischen Touch, den man vielleicht erwarten würde. Viele werden sich von den Beispielen und den klaren Ansagen gehörig vor den Kopf gestoßen fühlen. Aber genau das ist die Absicht des Autors. Die 17 Denkmuster sind sehr gut nachzuvollziehen und haben bei mir dazu geführt, dass ich viel achtsamer meiner Gedanken gegenüber und aufmerksamer dessen wurde, was die Menschen in meinem Umfeld sagen und wie sie sich verhalten. Besonders das Gesetz ‚Worauf man sich konzentriert, erweitert sich‘ hat es mir angetan.

Wer also nicht reich und glücklich ist, sollte sich freuen, dass es dieses Buch gibt und die 9 Euro in dieses Buch und somit das Wachstum der eigenen Persönlichkeit investieren.
Zum Buch: So denken Millionäre: Die Beziehung zwischen Ihrem Kopf und Ihrem Kontostand*

 

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8 Kommentare
  1. Gerd 3 Monaten ago
    Antworten

    Liebe Natascha,

    danke für diesen Artikel, der mir ein weiteres Mal die Augen geöffnet hat, dass ich der Einzige bin, der zwischen meinem Reichtum (in jeder Form, auch der finanziellen) steht.

    Danke!

    HERZliche Grüße,
    Gerd

  2. Hi Natascha,

    guter Artikel.

    „Reiche Menschen konzentrieren sich auf den Ertrag. Arme Menschen konzentrieren sich auf Risiken“
    Guter Punkt. Diese Risikofixierung merke ich bei mir selbst. Lange antrainiert…

    Und auch bei „das weiß ich“ kann ich ab und an etwas vorsichtiger sein 😀

    Danke + Grüße

  3. Das hört sich ja wirklich gut an, dieses Buch MUSS ich auch haben, liebe Natascha,

    ganz besonders angesprochen hat mir die erste Überschrift: Kein Gedanke wohnt mietfrei in deinem Kopf. Das ist ja mal wirklich ganz treffend ausgedrückt und habe ich zwar gewusst, aber dieser Ausdruck hat es NOCH tiefer ins Bewusstsein sickern lassen.

    Ich bin gespannt aufs Buch.

    Herzliche Grüße
    Barbara

  4. Johanna 4 Monaten ago
    Antworten

    Oh Gott, dieses Buch hört sich wirklich schlimm an.
    So zu tun, als ob alle ihres Glückes Schmied wären, alle die reich sind reich sind weil sie hart arbeiten und alle die arm sind dies selbst zu verantworten haben… priviligierte Ansichten!

    • Natascha 4 Monaten ago
      Antworten

      Hi Johanna,
      was ist deine Ansicht dazu? Dass man nicht seines Glückes Schmied ist sondern jemand anderes?
      VG Natascha

  5. Jacinta 4 Monaten ago
    Antworten

    Der Tip kam gerade zur rechten Zeit, hab mir das Buch nun gebraucht bestellt, ich ertappe mich in letzter Zeit öfter beim Jammern, aber nicht über meine Finanzen, die stimmen nämlich!
    liebe Grüsse

    • Dorothe 3 Monaten ago
      Antworten

      Ich muss Johanna leider Recht geben. Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass man einiges selbst in der Hand hat, halte ich nichts von dieser übertriebenen Darstellung, alles hängt nur und ausschließlich von einem selbst ab. Wer Arm ist, ist selbst Schuld, ernsthaft? Wie viele der Reichen haben es denn wirklich selbst geschafft und wie viele wurden bereits reich geboren oder kamen zumindest aus der Mittelschicht mit guter Bildung? Alleine in Deutschland sind wir soweit weg von einer Chancengleichheit zwischen Arm und Reich, dass ich es unverantwortlich finde, eine solche Aussage zu treffen. Und dabei reden wir noch nicht von Krankheiten, Schicksalsschlägen, etc.
      Ich finde deine Initiative toll und lerne viel! Deshalb danke dafür! Mir ist aber sehr wichtig, alles im Kontext zu sehen. Meiner Meinung nach ist es auch gar nicht erstrebenswert eine hochfunktionale Geldmaschine zu werden. Es sollte genug da sein, aber dann sind mir anschließend auch andere Sachen wichtiger. Wirklicher Reichtum ergibt sich leider auch oft erst durch die Armut anderer. Oder welche grossen erfolgreichen Firmen produzieren wirklich „grün/fair“? Aber diese Diskussion geht jetzt dann doch zu weit 😉

      • Natascha 3 Monaten ago
        Antworten

        Liebe Dorothe,

        danke für deinen Beitrag.

        Weder in dem Buch noch in meinem Artikel wird irgendwo behauptet, dass arme Menschen die Schuld für ihrer Armut tragen. Und dass Menschen, die aufgrund von Krankheiten und Schicksalsschlägen in die Armut gerutscht sind nicht daran Schuld sind, ist ja wohl selbstverständlich. Was Buch und Artikel aussagen (wollen), ist, dass jedoch genug Menschen (ich kenne einige!), die Ursache für ihre Situation eben nicht bei sich selbst suchen. Nicht etwa ihren horrenden Konsum oder teure Gewohnheiten (Rauche, Alkohol) hinterfragen, sondern den bequemen Weg gehen und andere (vornehmlich Politik und Arbeitsgeber) für ihre unbefriedigende Situation verantwortlich machen. Das kann man natürlich machen. Aber das Buch heißt „So denken Millionäre“ und zeigt eben Denkmuster auf, die manche sich angeeignet haben und andere eben nicht. Dass gewisse Denkmuster über Erfolg und Misserfolg entscheiden können, ist keine ungewöhnliche Theorie.

        In der Tat ist es so, dass über 95% der reichen Menschen in Deutschland Unternehmer*innen oder Selbständige sind. Hier gibt es dazu mehr Informationen: http://madamemoneypenny.de/wie-die-reichen-reich-wurden/.

        Zu deinem letzten Punkt: Oft schließen wir ja von einer Stichprobe, die wir kennen, auf die Gesamtheit. Ich kenne sehr viele Unternehmen. Und daher kenne ich auch sehr viele, die nachhaltig wirtschaften (mal schaue sich nur mal den deutschen Mittelstand bspw. die Hidden Champions an). Ich finde daher nicht, dass man von einigen (bekannten) schwarzen Schafen auf das Gross der Unternehmen schließen sollte 😉

        Liebe Grüße
        Natascha

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